Werk Mersmann

Holcim  
  MersmannDie Gründung des Beckumer Werkes vor 125 Jahren ist auf die weitblickende Unternehmerpersönlichkeit Bernhard Mersmann zurückzuführen. Der Landwirt kaufte seinerzeit vor den Toren Beckums zielstrebig Grundstücke mit Kalksteinvorkommen auf. Am 16. Mai 1873 erhielt Bernhard Mersmann von dem Regierungspräsidenten in Münster die Genehmigung zum Bau und Betrieb von drei Kalköfen. Dies war die Geburtsstunde des Kalk- und Zementwerkes Mersmann.
1903 erfolgte der Bau des zweiten Ringofens und 1914 die Installation des ersten Schachtofens. 1923 nahm ein Drehofen mit einer Tagesleistung von 140 t seinen Betrieb auf. 1957 wurde der erste, 1963 der zweite Lepolofen installiert, mit der Konsequenz, daß die Schachtöfen stillgelegt wurden.

Ein zweiter Meilenstein in der Geschichte des Werkes war der Verkauf des Familienbetriebes. Mit Wirkung zum 1.1.1970 übernahmen die Rheinischen Kalksteinwerke, eine Tochter der Thyssen AG, den Familienbetrieb. Hiermit war die finanzielle Grundlage für zukünftige, umfangreiche Investitionen gesichert. Seit Anfang der 70er Jahre produzierte das Werk auch Bergbau- mörtel. Um die Energiekosten zu senken, begann alternativ zum Schweröl die Befeuerung mit Braunkohlestaub. Zu diesem Zweck wurden 1980 zwei 150 t-Silos gebaut.

MersmannIn den 80er Jahren folgten weitere Investitionen in den Umweltschutz. So wurde 1988 beispielsweise ein neuer Filter zur Reinigung der Ofenabgase eingebaut. Nicht zuletzt eine weitere Umweltmaßnahme ist der Bau des neuen Klinkersilos in DOME- Bauweise mit einer Kapazität von 40.000 t im Jahr 1992. Der 1995 installierte, moderne Prozeßleitstand und die automatische Probenanalyse ermöglichen eine optimale Produktionsüberwachung der einzelnen Prozeßstufen. Anfang 1997 verkaufte die Thyssen Gruppe die Rheinischen Kalksteinwerke an die Lhoist Gruppe. Diese konzentriert sich zukünftig auf die Kalkaktivitäten und veräußert die Zementwerke.
Am 20 Mai 1998 erwarb die Readymix Gruppe das Werk Mersmann sowie deren Schwesterbetriebe.
Seit dem 01.03.2005 gehört die Readymix Gruppe zu CEMEX, einem weltweit operierenden Unternehmen mit Hauptsitz in Monterrey, Mexiko.
 


 

Werk Kollenbach

Holcim  
  Zementwerk BeckumDas dienstälteste Zementwerk der Unternehmenssparte ist das Werk Beckum. Es wurde als Beckumer Portland-Zementwerk Bomke & Bleckmann 1911 gegründet. Das damalige Werk nahm unter dem Markenzeichen "Hannibal" 1912 den Betrieb auf und war mit einer Jahresleistung von 40.000 t eines der modernsten Werke seiner Zeit. Durch Installation eines weiteren Drehofens und einer Schachtofenanlage wurde die Produktion bis 1936 auf 145.000 t im Jahr erhöht. Im Jahre 1953, bald nach Überwindung der Nachkriegsprobleme, wurde in Beckum ein wichtiger Meilenstein in der Technologie der Zementgewinnung gesetzt: Die erste Drehofenanlage der Welt mit Schwebegas-Wärmetauscher-System ging in Betrieb. Dies war ein bahnbrechender Beitrag für die Zementindustrie und zukunftsweisend im Umweltschutz. Elektrofilter lösten das Problem der Staubemission. Dieses System von Schwebegas-Wärmetauscher wurde bald weltweit eingesetzt. Heute gibt es nur noch wenige Zementwerke, die nicht mit diesen Systemen arbeiten.

Unser Werk in Beckum
1969: Erfolgreiche Entwicklung nach der Übernahme durch die Readymix-Gruppe

Nach der Übernahme führte Readymix die traditionelle Aufgeschlossenheit gegenüber dem Fortschritt weiter. Eine moderne, rationell arbeitende Großanlage wurde 1971 errichtet und 1972 in Betrieb genommen. Den hohen Anforderungen an das Engineering wurde Readymix durch funktionale und kompakte Bauweise gerecht. Die neue Ofenlinie einschließlich Stahlklinkersilos, Zementmühle und Verladeanlage machten den Standort Beckum bekannt.
Auf Basis moderner Technologie vollzog sich die Weiterentwicklung des Werkes: 1985 wurde der weltweit größte Rohrkühler in Betrieb genommen. 1996 wurde eine neue, umweltfreundliche Entlade- und Transportanlage für Kalkstein integriert.

Seit 1998 wurden die SO2-Emissionen durch Eindüsung von Kalkhydrat deutlich gesenkt. Weitere Umweltschutzmaßnahmen sind in Vorbereitung.

Seit dem Jahr 2000 werden Sekundärbrennstoffe aus aufbereiteten Abfällen, Tiermehl und seit 2004 Reifen als alternative Brennstoffe eingesetzt. Im Rahmen der Genehmigung des Einsatzes dieser Brennstoffe wurden die Grenzwerte für die Emissionen verschärft. Die Emissionen von Staub, SO2, NOx und Quecksilber werden kontinuierlich gemessen, alle anderen werden einmal im Jahr analysiert.

Heute ist das Zementwerk Beckum ein Vorbild für die umweltgerechte Produktion von Qualitätszementen. Seit 1985 wird der Einsatz von Sekundärbrennstoffen kontinuierlich vorangetrieben.
Diese hohen Ansprüche führten zum Aufbau eines Qualitätsmanagementes, das nach DIN EN ISO 9001/14001 erfolgreich zertifiziert wurde.


Werksgeschichte

Die Vorgeschichte:
In Beckum wurde bereits im Mittelalter in einfachen Öfen Kalk gebrannt, im 19. Jahrhundert entwickelte sich dort dann die Zementindustrie. Einen wichtigen Impuls gab 1847 die Eröffnung der Köln-Mindener Eisenbahn. Über diesen Verkehrsweg konnten die Beckumer ihren Kalk ins Ruhrgebiet absetzen und selbst von dort Kohle beziehen. Beckum entwickelte sich von einer Ackerbürgerstadt zu einer Industriestadt. 1872 entstand das erste Zementwerk, und in den folgenden Jahrzehnten wurde Beckum zu einem der bedeutendsten Zementreviere der Welt.

Im Jahr 1911 legen drei Unternehmer den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte: Arnold Bleckmann, Franz Bomke und dessen Sohn Josef Bomke gründen das Beckumer Portland-Zementwerk Bomke & Bleckmann, den Vorläufer des heutigen Zementwerks Beckum-Kollenbach der Holcim WestZement GmbH. 1912 wird das Werk erbaut und am 15. März 1913 verlässt der erste Waggon mit Zement der Marke „Hannibal“ das Betriebsgelände. Mit einer Jahresleistung von 40.000 Tonnen ist das Werk eines der größten und modernsten seiner Zeit.

1927 wird ein weiterer Drehrohrofen, 1936 eine zusätzliche Schachtofenanlage eingerichtet. Die Kapazität steigt auf 145.000 Tonnen pro Jahr. Zur Blütezeit der Zementindustrie in den 30er Jahren gibt es 33 Werke im Beckumer Zementrevier, davon 22 in Beckum. Über mehrere Jahrzehnte ist die Zementindustrie der größte Arbeitgeber am Ort.

1953 revolutioniert das Werk Beckum-Kollenbach die Technologie der Klinkerherstellung und spart fortan 30 Prozent Energie ein: Die weltweit erste Drehofenanlage mit Schwebegas-Wärmetauscher-System geht in Betrieb. Diese Grundtechnologie prägt noch heute in Form des Zyklonvorwärmers die Zementindustrie.

1969 erwirbt die Readymix AG die Mehrheitsbeteiligung. Eine moderne, rationell arbeitende Großanlage geht 1972 in Betrieb: Durch die Installation einer neuen Drehofenanlage einschließlich Stahlklinkersilos, Zementmühle und Verladeanlage verfünffacht sich die Jahreskapazität des Werks auf ca. 1,25 Millionen Tonnen Zement und Klinker.

1985 erhält das Zementwerk am Kollenbach den weltweit größten Klinker-Rohrkühler. In diesem Jahr werden hier auch erstmals Sekundärbrennstoffe eingesetzt und Emissionen zielgerichtet gesenkt – bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit zeigt sich das Werk ebenfalls als Vorreiter. 1996 wird die umweltfreundliche Bahnentladung für Rohkalkstein eingeweiht. 1994 geht ein zweiter Elektrofilter in Betrieb, und seit 1998 werden die SO2-Emissionen im Trockensorptionsverfahren deutlich gesenkt. 2001 kommt erstmals das SNCR-Verfahren zur Senkung der NOx-Emissionen zur Anwendung.

Seit März 2005 gehört die Readymix AG zu Cemex, und das Werk Beckum-Kollenbach wird zu einem Bestandteil der Cemex WestZement GmbH. Seit 2007 wurden zahlreiche Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte gestartet: Eine neue Granulationsanlage in Duisburg sichert weiter die Hüttensandversorgung des Werks, die SNCR-Anlage wurde optimiert, eine Lager- und Dosieranlage für Sekundärbrennstoffe wurde eingerichtet, ein Lärm- und Staubminderungsprogramm in Angriff genommen, die Gipsdosierung umgebaut und ein optimiertes Zementmahlkonzept eingeführt.

2011 wird am Standort Beckum das 100jährige Jubiläum gefeiert – unter anderem im Rahmen eines Mitarbeiterfestes und einem Tag der offenen Tür, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu feiern.

Das Werk gehört seit Januar 2015 zur Holcim Deutschland Gruppe. Seitdem liegt die Geschäftsführung der Holcim WestZement GmbH in den Händen von Morten Holpert und Matthias von der Brelje. Auf dem Werksgelände arbeiten neben den in der Produktion Beschäftigten noch weitere Mitarbeiter der Holcim Deutschland Gruppe – beispielsweise in den Bereichen Controlling, Einkauf, Arbeitssicherheit, Umwelt, Human Resources und Vertrieb. Aktuell sind im Werk rund 150 Mitarbeiter beschäftigt.

 


  Holcim  
 

Die "Holcim (Deutschland) AG" auf einen Blick


 
 

Muttergesellschaft Holcim Ltd

Die Holcim Ltd ist die Muttergesellschaft der Holcim (Deutschland) AG, der Führungsgesellschaft der Holcim Deutschland Gruppe. Der Konzern wurde 1912 in der Schweiz gegründet. Heute ist Holcim auf allen Kontinenten in gut 70 Ländern tätig und beschäftigt rund 70.000 Menschen. Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Sand und Kies) sowie Transportbeton und Asphalt einschließlich Serviceleistungen. Der Konzern bekennt sich zur nachhaltigen Entwicklung – ökonomisch, sozial und ökologisch.

Seit September 2012 ist die Region Europa organisatorisch unter einem Dach zusammengefasst. Die Konzernregion unterteilt sich heute in vier Bereiche (Areas): Western Europe, Central Europe, Emerging Europe (Osteuropa) und Vereinigtes Königreich (UK). Die Holcim Deutschland Gruppe bildet zusammen mit Frankreich, Spanien und Benelux die Region Westeuropa, die vom Area Manager Urs Fankhauser - der zugleich auch Vorstandsvorsitzender der Holcim (Deutschland) AG ist - geführt wird.

Die Unternehmensgruppe

Die Holcim (Deutschland) AG ist einer der führenden Baustoffhersteller Deutschlands und eine Tochtergesellschaft des weltweit führenden Baustoffkonzerns LafargeHolcim Ltd, Jona/Schweiz. Die Produktsegmente Bindemittel, Gesteinskörnungen und Beton bilden die Kernbereiche der Holcim Deutschland Gruppe, deren Führungsholding die Holcim (Deutschland) AG mit Sitz in Hamburg ist. Die Unternehmensgruppe beschäftigt gut 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 130 Standorten in zwölf Bundesländern.

Seit Jahresbeginn 2015 hat Holcim die Präsenz in Deutschland stark vergrößert: Nach der Übernahme von zahlreichen Standorten in West- und Südwestdeutschland gehören drei Zementwerke, 80 Transportbetonwerke, 30 Sand- und Kieswerke, zwei Granulationsanlagen für Hüttensand, drei Mahlanlagen und drei Zementterminals sowie weitere Beteiligungen zur Unternehmensgruppe.

Alleiniger Aktionär ist LafargeHolcim Ltd, Schweiz, der weltweit führende Baustoffproduzenten, der in rund 90 Ländern tätig ist und gut 115.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Wo gewünscht, bieten wir dem Auftraggeber komplette Baustofflösungen und ergänzende Serviceleistungen an. Dabei denken wir über die Spartengrenzen hinaus, um unseren Kunden aktiv Leistungen anzubieten, die für sie einen deutlichen Mehrwert darstellen.

Nachhaltige Entwicklung ist ein Kernelement unserer Geschäftstätigkeit. Unsere Vision ist es, Grundlagen für die Zukunft unseres Unternehmens zu schaffen. LafargeHolcim will weltweit das meistrespektierte und attraktivste Unternehmen der Baustoffbranche sein und Mehrwerte für alle unsere Anspruchsgruppen schaffen. Indem wir die Nachhaltigkeit ins Zentrum unserer Geschäftstrategie stellen, wollen wir diesen Wert weiter steigern, unsere Reputation schützen und zum anhaltenden Erfolg beitragen.

Kerngeschäft

Zement, Spezialbindemittel & Mineral Components (Hüttensand und Flugasche)
Ob für Transportbeton oder Mörtel, ob für Fertigteile oder Betonwaren, ob für den Bau eines Wohnhauses oder für große Infrastrukturprojekte – es ist der Zement, der dem Beton die Festigkeit und Dauerhaftigkeit gibt. Ohne Zement gibt es keinen Beton. Und ohne Beton nicht die Bauwerke, die einen wichtigen Teil unserer Infrastruktur ausmachen. Zement von Holcim bildet eine hervorragende Grundlage, um erstklassigen Beton zu fertigen.
Spezialbindemittel von Holcim – das sind maßgeschneiderte hydraulische Bindemittelsysteme für Bau und Umwelt. Mit unseren Spezialbindemitteln gelingt es, im modernen Erd- und Grundbau auf die unterschiedlichsten Anforderungen wie Abdichtungen, Bodenverbesserungen, Hohlraumverfüllungen oder Verfestigungen individuell und zielgerichtet zu reagieren.
Unsere Zemente bestehen im Wesentlichen aus zwei Komponenten: Portlandzementklinker und Hüttensand. Hüttensand ist ein ökologisch sinnvoller und gleichwertiger Ersatz für Zementklinker. Durch die Verwendung von Hüttensand in der Zementproduktion verringern wir den Kohlendioxid-Ausstoß in unserer Produktion und schonen zugleich natürliche Ressourcen.
Zudem bieten wir unseren Kunden Steinkohlenflugasche an – ein hochwertiger und ebenfalls ressourcenschonender Zusatzstoff für Beton.

Gesteinskörnungen
Gesteinskörnungen sind Sand, Kies, Schotter und Splitt. Kern unserer Produktion ist die Gewinnung, Aufbereitung und Sortierung des Rohmaterials. Seit 2013 vertreiben wir einen Teil unserer Gesteinskörnungen auch als Sackware. Zu unseren Spezialitäten im Produktbereich Gesteinskörnungen gehören Gabionen, Wasserbausteine, Rasentragschicht, Baustoffgemische, Futterkalk, Quarzsande, Garten- und Landschaftsbau, Bahnbau, Reit-, Sport- und Spielsand. In unseren über 30 Sand- und Kieswerken sichern sorgfältig ausgewählte Rohstoffvorkommen, eine moderne Gewinnungs- und Aufbereitungstechnologie sowie strengste Kontrollen die hohe Qualität unserer natürlichen Produkte.

Transportbeton & Betonfertigteile
Auf jeder Baustelle spielt heute Beton als unverzichtbarer, moderner Baustoff eine zentrale Rolle. Im frischen Zustand ist er beliebig formbar – als Festbeton zeigt er sich widerstandsfähig und dauerhaft. Das eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und sorgt für funktionale, sichere und zugleich elegante Bauwerke. In unseren rund 80 eigenen Transportbetonwerken im Westen und Südwesten Deutschlands, in unseren sechs Werken in den Niederlanden sowie an den gut 70 Joint Venture-Standorten bieten wir unseren Kunden Normalbetone, Spezialprodukte sowie Pumpenservice an. Eine zentrale Rolle spielt die enge Zusammenarbeit mit dem Produktmanagement und der Betontechnologie von Holcim (Betontechnik Nord GmbH und Betontechnik Niedersachsen GmbH).

Betonfertigteile sind auf dem Bau einfach und problemlos zu handhaben. Sie stellen oftmals die effizientere und günstigere Lösung dar. Unsere Tochtergesellschaft Vetra bietet in diesem Bereich ein breites Spektrum an: Elementdecken, hochkomplexe Doppelwände, Treppen, Stützen, Balkone, Massivwände, Fertigteile für Fußgängerbrücken und Bahnsteige gehören genauso wie spezielle Sonderanfertigungen zum Portfolio. Für unsere Kunden übernehmen wir den Entwurf, die Produktion und die Montageunterstützung

Unternehmensgeschichte

Die über 150jährige Geschichte der Holcim (Deutschland) AG setzt sich bis zum Jahr 2015 im Wesentlichen aus zwei Hauptsträngen zusammen: der Entwicklung der Alsen-Breitenburg Zement- und Kalkwerke GmbH und der der Nordcement AG. Auch die Entwicklung der zwei Hauptstränge selbst war von zahlreichen Firmenzusammenschlüssen geprägt.

Beide Unternehmen fusionierten 1997 zur Alsen AG, aus der im Mai 2003 die Holcim (Deutschland) AG hervorging.

1862
Gründung der Gustav Ludwig Alsen & Comp. Cementfabrik in Itzehoe. Zu dieser Zeit gab es bereits in Lägerdorf die Firma Edward Fewer & Co., die vor Ort Zement produzierte.

1863
Der Kreideabbau der Firma erfolgt ab 1863 in Lägerdorf. Zum Jahresende übernimmt Otto Friedrich Alsen, der Vater des Gründers, die Zementfabrik. Im Jahr 1865 beteiligt sich mit Heinrich Christian Lucian Alsen auch der älteste Sohn an dem Unternehmen

1867
Das Unternehmen wird in eine offene Handelsgesellschaft umgewandelt und trägt nun den neuen Namen "O. F. Alsen & Sohn". Ab 1875 werden bei Alsen die Exportaktivitäten deutlich verstärkt und selbst in New York wird ein Auslieferungslager errichtet

1884
Das Unternehmen wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und bekommt erneut einen neuen Namen: "Alsen´sche Portland-Cement Fabriken AG". Im gleichen Jahr wird auch noch die Portlandzementfabrik und Kalkbrennerei von Ehlers & Co., Uetersen erworben und integriert. In diesem Jahr gründen zehn norddeutsche Kaufleute in unmittelbarer Nachbarschaft zu Alsen ein neues Konkurrenzunternehmen: die "Breitenburger Portland-Cement-Fabrik" in Lägerdorf

1889
Alsen übernimmt das Zementwerk Edward Fewer & Co., das bereits seit Ende 1862 in Lägerdorf Portlandzement produziert und im Volksmund nach dem Firmengründer auch "Englische Fabrik" genannt wird

1897
Gründung der Norddeutsche Portland-Cementfabrik Misburg

1906
Gründung der Kommanditgesellschaft Portland-Cementfabrik Alemannia H. Manske & Co. in Höver

1908
Inbetriebnahme des Zementwerkes Alemannia in Höver

1911
Firmenname des Werkes in Höver wird nochmals angepasst: Portland-Cementfabrik Alemannia AG

1933 - 1945
Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. NS-Diktatur bis 1945. Im zweiten Weltkrieg (1939 - 1945) kommen in den Produktionsstätten Kriegsgefangene zum Einsatz

1950
Verschmelzung der Norddeutsche Portland-Cementfabrik Misburg mit den ehemals zur Interessengemeinschaft der "Norddeutschen" gehörenden Zementunternehmen Portlandcementfabrik Alemannia AG, Portlandcementfabrik Hoiersdorf GmbH, Wunstorfer Portlandcementwerke AG, Kronsberg AG, Braunschweiger Portlandcement AG Salder, Portlandcementwerk "Siegfried" Salzderhelden, Oechsner & Co. KG zur Norddeutsche Portland-Cementfabriken AG

1964
Umfirmierung der Norddeutsche Portland-Cementfabriken Aktiengesellschaft in Nordcement AG

1972
Zusammenschluss der Alsen'sche Portland-Cement-Fabriken KG und der Breitenburger Portland-Cement-Fabrik AG zur Alsen-Breitenburg Zement- und Kalkwerke GmbH. Der schweizer Zementkonzern "Holderbank" Financière Glarus AG (kurz Holderbank) war seit den 60er Jahren bereits über zwei Firmen mehrheitlich an der Breitenburger beteiligt

1973
Übernahme des Hochofenzementwerkes Hansa in Bremen

1992
Neubau und Inbetriebnahme des Werkes Rostock

1992
Erwerb der SBU Sächsische Baustoffunion in Dresden

1997
Alsen-Breitenburg wird mit der Nordcement AG zur "Alsen AG" verschmolzen. Auch an der Nordcement AG war Holderbank seit 1968 mehrheitlich beteiligt

1998
Start der Hüttensandproduktion am Hochofen B der Salzgitter Flachstahl GmbH

2003
Umfirmierung: Die Alsen AG wird zur Holcim (Deutschland) AG. Die schweizer Muttergesellschaft Holderbank vollzog die Umbenennung zur Holcim Ltd. bereits im Jahr 2001. 2003 erfolgte die Umfirmierung der Tochtergesellschaften Alsen Beton und Zuschlagstoffe GmbH in Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH sowie Hamburger Beton-Union GmbH & Co. in Holcim Beton Union GmbH & Co. KG. Im Jahr 2005 wurde die Holcim Beton Union GmbH & Co. KG auf die Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH verschmolzen

2006 - 2007
Im Herbst 2006 wird in Salzgitter eine zweite Granulationsanlage in Betrieb genommen, in Brunsbüttel wird das Exportterminal eingeweiht und in Höver geht die Mühle 5 (Hüttensandmahlung) in Betrieb. Der Bereich Transportbeton und Zuschlagstoffe weitet sich insbesondere durch die Verstärkung verschiedener Positionen in Niedersachsen weiter aus. Dazu gehörte auch die Integration umfangreicher Geschäftsteile der Union Beton Niedersachsen Gruppe zum 1. Januar 2007

2008
100 Jahre Zementproduktion in Höver und 10 Jahre Hüttensandproduktion in Salzgitter. Weitere Akquisitionen im Bereich Beton (Vetra - Vereinigte Transport-Betonwerke GmbH & Co. KG, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern) und im Bereich Zuschlagstoffe (Kieswerke Peter Claußen, BoWa GmbH - beide Schleswig Holstein)

2012
Ein Jahr voller Jubiläen: In Lägerdorf wird das Jubiläum „150 Jahre Zementproduktion in Lägerdorf“ mit Mitarbeitern, Nachbarn, Kunden und anderen Gästen der Holcim (Deutschland) AG gefeiert. Weitere Informationen unter150 Jahre Lägerdorf. Das zur Werksgruppe Lägerdorf gehörende Werk Bremen ist stolz auf 100 Jahre Standortgeschichte und der Standort Rostock feiert sein 20-jähriges Bestehen. Und auch unsere weltweit agierende schweizer Muttergesellschaft Holcim Ltd blickt im Jahr 2012 auf eine 100-jährige Geschichte zurück: 100 Jahre Holcim Ltd

2013
Verändertes Geschäftsmodell: Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wird das norddeutsche Transportbetongeschäft der Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH auf drei mittelständische Gemeinschaftsunternehmen übertragen. Zum 1. April wird zudem das Transportbetongeschäft in Nordrhein-Westfalen vollständig verkauft. Die Betontechnik sowie das Produktmanagement Beton verbleiben weiterhin bei Holcim.

2015
Zum Jahresbeginn 2015 vergrößert Holcim die Präsenz in Deutschland stark: Durch die Übernahme von zahlreichen Standorten in West- und Südwestdeutschland zählen nun drei Zementwerke, 80 Transportbetonwerke, 30 Sand- und Kieswerke, zwei Granulationsanlagen für Hüttensand, drei Mahlanlagen und drei Zementterminals sowie weitere Beteiligungen zur Unternehmensgruppe. Damit gehört die Holcim Deutschland Gruppe zu den führenden Baustoffherstellern Deutschlands und beschäftigt insgesamt rund 1.800 Mitarbeitende in 12 Bundesländern.

Die Holcim Deutschland Gruppe gehört zum international agierenden Baustoffkonzern LafargeHolcim Ltd, Jona/Schweiz, der im Juli 2015 aus der globalen Fusion von Holcim und Lafarge hervorgegangen ist. LafargeHolcim ist mit einer ausgewogenen Präsenz in 90 Ländern und dem Fokus auf Zement, Zuschlagstoffe und Beton das führende Unternehmen der Baustoffindustrie. Der Konzern hat 115.000 Mitarbeitende rund um die Welt.
 


 

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