Anlagetips


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Tip 1:

Je niedriger der Zins, desto höher ist der Unternehmenswert und das angemessene Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Tip 2:

Ein niedriges KGV zeigt bei rückläufigen Erträgen keine Kaufgelegenheit an.

Tip 3:

Ein außergewöhnliches Gewinnsteigerungspotential rechtfertigt auch ein optisch sehr hohes KGV.

Tip 4:

Für Vergleiche zwischen Aktien sollten einheitliche Bilanzierungsmaßstäbe herangezogen werden.

Tip 5:

Das KGV ist von hoher Bedeutung, doch ein KGV auf Basis der Gewinne vom Vorjahr entbehrt jeder Aussagekraft.

Tip 6:

Ein niedriges KGV auf Basis der geschätzten Gewinne ist sehr oft ein Kaufargument.

Tip 7:

Ein sehr hohes KGV ist nur aus wenigen Gründen gerechtfertigt:

- es muß absehbar sein, daß die Gewinne langfristig stark steigen werden

- ein Gewinnsprung steht bevor, der noch nicht in den publizierten Schätzungen enthalten ist

- ein außergewöhnlich hoher Substanzwert rechtfertigt die Vernachlässigung des KGVs und die Abkehr von der Bewertung nach dem Ertragswert

Tip 8:

Besonders bei Nebenwerten und konjunkturabhängigen Aktien ist Vorsicht geboten, wenn die prognostizierte Gewinnentwicklung stetig an die Gewinnentwicklung der Vergangenheit anschließt.

Tip 9:

Der ersten Reduzierung von Gewinnschätzungen folgen oft weitere.

Tip 10:

Meldungen, die allgemein bekannt sind, sind fast immer schon in den Aktienkursen enthalten.

Tip 11:

Vorsicht bei hohen Dividendenrenditen - eine Kürzung ist mehr als wahrscheinlich.

Tip 12:

Die Dividendenhöhe sollte kein Entscheidungskriterium für die Aktienauswahl sein. Viel wichtiger sind die zukünftigen Gewinnaussichten und damit die zukünftigen Kurssteigerungen.

Tip 13:

Aktien kaufen, wenn sich der "Output" der Forschungsabteilung verbessert.

Tip 14:

Ein Aktienkurs in der Nähe des Buchwertes ist keine Garantie gegen Kursverluste.

Tip 15:

Aktienkurse, die über dem Buchwert liegen, sind kein Hindernis für weiter steigende Kurse.

Tip 16:

Aktien, die deutlich unter dem Buchwert notieren, sind nicht etwa besonders konservativ, sondern vielmehr sehr spekulativ einzuschätzen.

Tip 17:

Vorsicht vor Branchen mit Überkapazitäten und verfeindeten Konkurrenten.

Tip 18:

Attraktive Branchen sollten Eintrittsbarrieren gegen "Newcomer" aufweisen.

Tip 19:

Die Überlegung, ob die Produkte eines Unternehmens in Kürze überflüssig sein werden, erspart Kursverluste.

Tip 20:

Branchen, die mächtigen Abnehmern ausgeliefert sind, meiden, sofern keine Differenzierungsvorteile für das Unternehmen bestehen.

Tip 21:

Aktien von Unternehmen, die technologische Standards setzen oder eine monopolartige Stellung innehaben, sind überdurchschnittlich aussichtsreich.

Tip 22:

Beim Aktienkauf sollte der Anleger darauf achten, ob die Produkte des Unternehmens in gleicher Qualität auch in Biliglohnländern gefertigt werden.

Tip 23:

Läßt die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes nach, so sollten auch Aktien der global tätigen Unternehmen dieses Landes untergewichtet werden.

Tip 24:

Beim Aktienkauf Unternehmen bevorzugen, die vom Image des Heimatlandes profitieren.

Tip 25:

Aktien von Unternehmen, die bisher vor dem Wettbewerb geschützt wurden und sich in Zukunft diesem stellen müssen, sollten gemieden werden.

Tip 26:

Wer im harten Wettbewerb erfolgreich war, wird dies regelmäßig auch in Zukunft sein - die entsprechenden Aktien sind überdurchschnittlich aussichtsreich.

Tip 27:

Bei der Aktienauswahl auf ein flexibles Management achten.

Tip 28:

Wer Aktien von Billiganbietern kauft, sollte die Hersteller von "qualitativ unkritischen" Produkten vorziehen. Ansonsten muß das Preis-Leistungsverhältnis der Produkte zumindest gelegentlich überprüft werden.

Tip 29:

Beim Kauf von "Markenaktien" entweder Topmarken oder die Anbieter von sehr preiswerten Markenartikeln bevorzugen.

Tip 30:

Vorsicht vor Unternehmen, die zwar versuchen, qualitativ optimale Produkte zu bieten, aber darüber den Preis vergessen.

Tip 31:

Bei Aktienengagements in umkämpften Märkten vorwiegend Nischenanbieter bevorzugen.

Tip 32:

Keine Aktien von Unternehmen kaufen, deren Produkte allgemein für zu schlecht oder zu teuer gehalten werden.

Tip 33:

Keine Aktien von Unternehmen mit bekannt schlechtem Service kaufen.

Tip 34:

Vorsicht bei Aktien von Unternehmen, die über den "bösen" Wettbewerb und die "unfairen Vorteile der anderen" klagen.

Tip 35:

Liegt die Umsatzrendite eines Unternehmens unter dem Branchendurchschnitt, bestehen entweder keine Wettbewerbsvorteile oder diese werden nicht genutzt.

Tip 36:

Aktien von Konsumgüterherstellern, die gleichzeitig "zweifelhafte" Produkte anbieten, sollten gemieden werden.

Tip 37:

Für spekulative Depots Aktien von erfolgsversprechenden Pionier-Unternehmen kaufen - im Zweifel anstelle von Optionen.

Tip 38:

Kleine, aussichtsreiche Geschäftsfelder in großen Unternehmen nicht überbewerten.

Tip 39:

Im Rahmen einer langfristigen Anlagestrategie Aktien von Unternehmen, die sich in der Expansionsphase befinden, übergewichten. Das kurzfristig höhere Risiko sollte dabei in Kauf genommen werden.

Tip 40:

Reife Branchen sind zwar konservativer, bieten aber weniger Potential. Daher in wachstumsorientierten Depots untergewichten.

Tip 41:

Wenn sich in einer reifen Branche der Kampf um Marktanteile verschärft, sollte man die entsprechenden Aktien untergewichten.

Tip 42:

Wenn alle für eine Aktie optimistisch sind: Finger weg, alle haben meistens schon gekauft, bevor sie die Aktie empfohlen haben - und wer schon investiert ist, wird die Aktie nicht mehr kaufen, und wenn niemand mehr kaufen will, warum sollte die Aktie steigen?

Tip 43:

Keine Aktien kaufen, die sich im freien Fall befinden. Ein hoher Kursverlust tritt nicht grundlos ein, sondern weil das Unternehmen schlecht läuft oder voraussichtlich schlecht laufen wird. Man sollte vorwiegend in Aktien florierender Unternehmen investieren.

Tip 44:

Bei Verlusten niemals darauf vertrauen, daß der Einstandskurs wieder erreicht wird.

Tip 45:

Vorsicht bei börsenmäßigen Stop-Loss-Orders.

Tip 46:

Wer Verlustbegrenzungsmarken setzt, muß diese auch konsequent beachten und nicht durch zu knappe Limits "außer Kraft setzen".

Tip 47:

Aktien von Unternehmen kaufen, die in wachsenden Märkten - oder in Marktsegmenten - tätig sind und dabei über signifikante Wettbewerbsvorteile verfügen.

Tip 48:

Ein hohes Abgeld ist fast immer ein Kaufargument, da dies auch ein Anzeichen für hohen Pessimismus ist.

Tip 49:

Turn-Around-Spekulationen gegen die wirtschaftliche Entwicklung nur in Ausnahmefällen riskieren.

Tip 50:

Nie in ein fallendes Messer greifen. Fallen die Kurse, Bodenbildung abwarten und nur dann einsteigen, wenn man sicher ist, daß der Markt auch steigen wird.

Tip 51:

Vorsicht bei Wertpapieren in einem engen Markt. Unter Umständen müssen Sie beim Kauf höhere Preise zahlen bzw. beim Verkauf die Papiere ggf. unter dem Wert abgeben. Einen engen Markt erkennen Sie an Kurszusätzen wie "Geld", "Brief" oder "Taxe". In einem liquiden Markt dagegen ist der Zusatz "bezahlt" üblich.

Tip 52:

Schlägt der Pendel in eine Richtung zu stark aus, so wird er früher oder später auch in die andere Richtung mit ähnlicher Kraft ausschlagen. Das bedeutet, daß eine Übertreibung in eine Richtung (steigende oder fallende Kurse) in der Regel eine Übertreibung in die entgegengesetzte Richtung nach sich zieht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies eintritt.

Tip 53:

"Sell on good news" - Verkaufen bei guten Nachrichten. Gewinne sichern, wenn gute Nachrichten von einem Unternehmen bekannt werden (zum Beispiel gute Gewinne etc.).



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