Der Saisonverlauf 2005 von Schumi



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Die Chronologie: Saison 2005

Großer Preis von Australien in Melbourne, 6. März 2005


Fisichella fährt in Australien überlegen zum Sieg

Die fetten Jahre sind vorbei: So lautet die Message, die der erste Grand Prix der Formel-1-Saison 2005 in Richtung Ferrari schickt. In einem wenig aufregenden, aber höchst aufschlussreichen Rennen sicherte sich Giancarlo Fisichella (Renault) erwartungsgemäß einen souveränen Sieg vor Rubens Barrichello (Ferrari) und Fernando Alonso (Renault).

Durch die wegen der Wetterlotterie im Qualifying bunt durchgemischte Startaufstellung war mit einem turbulenten Rennverlauf zu rechnen, doch bei prächtigen Bedingungen, Temperaturen um die 20 Grad und vollen Tribünen gab es unterm Strich weniger Action als erwartet. Dennoch war es ein interessanter Sonntagnachmittag, zumal man nun erstmals das neue Kräfteverhältnis aufschlüsseln kann - und Renault hat die Favoritenrolle von den Wintertests eindrucksvoll bestätigt.

Fisichella und Trulli setzten sich von den Verfolgern ab
Polesetter Fisichella gewann den Start problemlos und setzte sich gleich in den ersten Runden mit Jarno Trulli (Toyota) im Schlepptau ab. Dahinter lag zunächst Red-Bull-Hoffnungsträger David Coulthard an dritter Stelle, gefolgt von Mark Webber, Nick Heidfeld (beide BMW WilliamsF1 Team), Christian Klien (Red Bull Racing), Juan-Pablo Montoya (McLaren-Mercedes) und Rubens Barrichello (Ferrari). Großer Verlierer des Starts war Jacques Villeneuve, dessen Sauber-Petronas weit nach hinten durchgereicht wurde.

Michael Schumacher (Ferrari) und Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) nisteten sich in den ersten Runden auf den Positionen 15 und 16 ein - Schumacher aufgrund seiner schlechten Startposition, Räikkönen, weil er nach einem Problem auf dem Grid und einem Startabbruch aus der Boxengasse ins Rennen gehen musste. Das Duo kämpfte sich mit relativ viel Sprit an Bord stetig nach vorne, konnte aber zunächst keine Bäume ausreißen.

Leben kam erst durch die Boxenstopps ins Rennen, wobei Trulli als Erster der Spitzenpiloten zum Nachtanken kam und dadurch viel an Boden verlor. In dieser Phase des Rennens drehte erstmals auch Alonso groß auf, der zuvor lange hinter Villeneuve feststeckte - und der Spanier kämpfte sich mit einer Rekordrunde nach der anderen einige Positionen nach vorne. Gleichzeitig ging Klien an der Box an Heidfeld vorbei.

Genau wie Alonso kamen durch cleveres Timing des ersten Stopps auch Montoya und Barrichello, die lange direkt hintereinander fuhren, nach vorne. In der 28 Runde führte also Fisichella souverän vor Coulthard, Webber, Barrichello, Montoya, Trulli, Alonso, Klien, Heidfeld und Räikkönen, der zu dem Zeitpunkt schon am Schumacher-Ferrari vorbei war, sich aber ein Barge-Board kaputt fuhr und dadurch in seinem Vorwärtsdrang gebremst wurde.

Während vorne Fisichella ohne letztes Risiko seine Kreise zog, entpuppte sich Red Bull Racing immer mehr als die große Sensation des Rennens: Coulthard fuhr kontrolliert an zweiter Stelle und hielt Webber locker in Schach, fiel jedoch beim zweiten Boxenstopp hinter Barrichello und Alonso zurück. Letzterer vermied in der Schlussphase einen risikoreichen Angriff auf Platz zwei und begnügte sich mit dem dritten Rang hinter der eigentlichen Nummer zwei von Ferrari.

Schumacher schmiss Heidfeld die Tür zu: Ausfall!
Der Vorjahressieger schied hingegen im letzten Renndrittel nach einer Kollision mit Heidfeld aus, muss sich dafür aber zumindest zum Teil selbst an die Nase fassen: "Quick Nick" wagte in der Bremszone vor der zweiten Kurve einen Angriff, Schumacher drängte ihn aber nach innen ab und machte die Tür zu. Während der BMW WilliamsF1 Team Pilot sein Auto sofort abstellen musste, wurde Schumacher von Streckenposten angeschoben, aufgrund der aussichtslosen Situation und um den Motor zu schonen gab er aber an der Box auf.

Nach 57 Rennrunden im Albert Park - die eigentlichen 58 Runden mussten wegen des Startabbruchs gekürzt werden - brachte Fisichella mit 5,5 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Grand-Prix-Sieg sicher ins Ziel, Barrichello und Alonso vervollständigten das Podium. Dahinter punkteten Coulthard, Webber, Montoya sowie Klien und der wegen des Barge-Boards gehandicapte Räikkönen, die am Ende nur um 0,6 Sekunden voneinander getrennt waren.

In der Schlussphase sorgten die beiden BAR-Honda-Piloten, die nie wirklich aufgefallen sind und gegenüber 2004 deutlich an Boden verloren haben, noch einmal für Aufsehen, indem sie - an elfter und 14. Stelle liegend - nicht ins Ziel fuhren, sondern abstellten, um in Malaysia einen neuen Motor einsetzen zu können. Die befürchtete Grauzone im Reglement wurde daher gleich bei der Feuertaufe der neuen Bestimmungen ausgenutzt.

Rückschlüsse auf das tatsächliche Kräfteverhältnis 2005 sind nach dem heutigen Rennen trotz allem nur bedingt möglich, weil der neue Ferrari erst beim dritten oder fünften Grand Prix debütieren wird. Fest steht jedoch, dass Renault im Moment am besten aufgestellt zu sein scheint, genau wie McLaren-Mercedes, wobei die "Silberpfeile" heute unter Wert geschlagen wurden. Für die eine oder andere positive Überraschung könnte diese Saison jedoch auch Red Bull Racing sorgen.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 0 - Barrichello 8 - J.P. Montoya 3 - R. Schumacher 0 - K.Räikkönen 1 -
F.Alonso 6 - G.Fisichella 10 - D.Coulthard 5

Sieger Rennen 1

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Großer Preis von Malaysia in Sepang, 20. März 2005

Alonso gewinnt in Malaysia - Podium für Toyota

Auf dem 'Sepang International Circuit' hat Fernando Alonso heute souverän den zweiten WM-Lauf der Saison 2005 gewonnen. Ferrari musste indes die bitterste Niederlage seit vielen Jahren einstecken.

Der Start verlief ohne Kollision und wesentliche Positionsverschiebungen an der Spitze - lediglich die beiden Red-Bull-Piloten kamen nicht so gut weg und büßten ein wenig an Boden ein. Vorne setzte Alonso seine Pole Position souverän in die Führung um, gefolgt von Trulli und Fisichella. Das Feld fädelte sich anschließend rasch ein. Vorne einnisten konnte sich in jener Phase kurzzeitig Jenson Button (BAR-Honda), der nach einem guten Start als Sechster aus der zweiten Runde zurückkam.

Peinliches Doppel-K.O. für BAR-Honda
Kurzzeitig deswegen, weil beide BAR-Honda-Piloten - also auch Anthony Davidson - schon nach ein paar Runden mit Motorschaden ausrollten. Dies ist insofern besonders bitter für die Truppe aus Brackley, als man nach dem Grand Prix von Australien beide Aggregate vorbeugend ausgewechselt hat. Da dabei entgegen des Geistes des Reglements eine Grauzone in den Statuten ausgenutzt worden ist, könnte man von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen, zumal ansonsten heute kein einziger V10 geplatzt ist...

Die Ferraris, die zu Beginn etwas mehr Benzin als die Konkurrenz an Bord hatten, konnten kaum Positionen aufholen und wurden erst bei den ersten Boxenstopps in die Top 10 gespült. Allerdings setzten Michael Schumacher und Rubens Barrichello nicht auf eine Ein-Stopp-Strategie, sondern lediglich auf einen längeren ersten Stint. Besonders ernüchternd: Nach nur 15 Runden hatte der siebenfache Weltmeister als 13. schon 40 Sekunden Rückstand.

In der 25. Runde dann das erste negative Highlight in diesem Rennen, als Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) der rechte Hinterreifen platzte - ausgerechnet in der letzten Kurve, weshalb er eine ganze Runde mit drei Pneus um den Kurs humpeln musste. Natürlich spielte der Finne in der Folge keine Rolle mehr. Am Ende kam er zwar noch knapp an die Punkteränge heran, ganz gereicht hat es aber trotz der schnellsten Rennrunde nicht mehr.

Wenig später überschlugen sich die Ereignisse, als Mark Webber (BMW WilliamsF1 Team) und Ralf Schumacher (Toyota) - aufgehalten vom langsamen Fisichella - im Kampf um Platz vier kollidierten. Dadurch schloss Webbers Teamkollege Nick Heidfeld auf, der sich mit dem Duo in der Folge einen unglaublich spektakulären, aber fairen Schlagabtausch über mehrere Kurven lieferte. Schumacher zog dabei den Kürzeren und musste sich hinter den Blau-Weißen anstellen.

Kollision zwischen Webber und Fisichella
Fünf Runden später war Webber dann endlich an Fisichella vorbei, doch der Renault-Pilot wollte vor der letzten Kurve kontern, bremste dabei zu spät und krachte unkontrolliert in den Williams BMW FW27, obwohl er ausreichend Platz gehabt hätte. Sowohl Webber als auch Fisichella schieden dabei aus und warfen sich anschließend ein paar unschöne Worte an den Kopf. Die Schuldfrage wird von der Rennleitung untersucht und könnte in einer Bestrafung eines der Piloten enden.

Von diesem Duell profitierte "Quick Nick", der in der Folge nur noch sein Rennen nach Hause fahren musste und sich hinter Alonso und Trulli über seinen zweiten Podestplatz nach Brasilien 2001 freuen durfte. Alonsos Leistung, der nie in Gefahr geriet, ist umso bemerkenswerter, als er die Hälfte des Rennens ohne Trinkflasche auskommen musste, und Trulli bescherte Toyota das historische erste Podium in der noch jungen Teamgeschichte.

Vierter wurde Juan-Pablo Montoya (McLaren-Mercedes), der mit schwerem Auto losgefahren war und erst durch die Ausfälle nach eigentlich eher farbloser Performance so weit nach vorne kam. Ralf Schumacher holte seine ersten vier Punkte in dieser Saison, gefolgt von David Coulthard (Red Bull Racing) auf Platz sechs. Apropos Red Bull: Die österreichisch-britische Truppe lieferte ein tadelloses Rennen ab und brachte mit Christian Klien (8.) auch das zweite Auto in die Punkte.

Katastrophale Performance von Ferrari und Bridgestone
Dazwischen rettete Michael Schumacher zwei Trostpunkte für Ferrari, aber der Deutsche kam nie richtig in Fahrt und stand überraschend im Schatten seines Teamkollegen. Barrichello hätte wohl Sechster werden können, seine weichen Bridgestone-Reifen rubbelten jedoch so stark ab, dass er wenige Runden vor Schluss ohne Laufflächen (!) frustriert an die Garage fahren musste. Ein Debüt des F2005 schon in Bahrain muss daher mit Sicherheit angedacht werden, wenngleich das Defizit heute am ehesten bei den Reifen zu suchen ist.

Fazit des zweiten WM-Laufs: Renault ist weiterhin das Maß aller Dinge, während sich Ferrari ernsthaft etwas überlegen muss. Dies spiegelt auch die Fahrerwertung wider, in der Alonso mit 16 Zählern vor Fisichella (10), Trulli, Coulthard, Barrichello und Montoya (alle 8) führt. Bei den Konstrukteuren liegt ebenfalls Renault (26) vorne. Zweiter ist Toyota (12) - mit Red Bull Racing (11) im Schlepptau. Ferrari hat in dieser Wertung bereits 16 Zähler Rückstand.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 2 - Barrichello 8 - J.P. Montoya 8 - R. Schumacher 4 - K.Räikkönen 1 -
F.Alonso 16 - G.Fisichella 10 - D.Coulthard 8

Sieger Rennen 2

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Großer Preis von Bahrain in Manama, 03. April 2005

Alonso gewinnt den Hitze-Thriller von Bahrain

Schon vor dem Start herrschte jede Menge Wirbel, als Christian Klien beim Losfahren in die Aufwärmrunde nicht vom Fleck kam und frustriert an die Red-Bull-Garage geschoben werden musste. Zu diesem Zeitpunkt wurden am Grid nicht weniger als 42 Grad Luft- und 55 Grad Asphalttemperatur gemessen, was schon auf eine wahre Hitzeschlacht für Mensch und Material hindeutete - und so ist es dann auch tatsächlich gekommen...

Alonso und Schumacher setzten sich früh vom Rest ab
Polesetter Alonso kam am besten weg, während Michael Schumacher ebenfalls einen ausgezeichneten Start erwischte und seinen Ferrari sofort in den Windschatten des Führenden lenkte. Das spanisch-deutsche Duo setzte sich auch relativ rasch von den Verfolgern ab - mit einem Tempo, das nur Jarno Trulli (Toyota) annähernd mitgehen konnte. Dahinter bildete sich ein enges Paket mit mehreren Autos, welches zunächst von den BMW WilliamsF1 Team Piloten angeführt wurde.

In der ersten Runde gab es auch mehrere Berührungen - unter anderem touchierte Christijan Albers (Minardi-Cosworth) der Red-Bull-Boliden von David Coulthard, während etwas weiter vorne Giancarlo Fisichella (Renault) nach gutem Start beinahe in Kimi Räikkönens "Silberpfeil" gekracht wäre. Für "Fisico" war der Grand Prix aber früh vorbei: Nach nur vier Runden musste er mit einem Motorschaden frustriert an der Box aufgeben.

Barrichello stellte den Speed des F2005 unter Beweis
Eine sensationelle Aufholjagd lancierte Rubens Barrichello, der - mit neuem Motor vom letzten Startplatz aus losgefahren - schon nach acht Runden als Zehnter geführt wurde, obwohl er relativ viel Benzin an Bord hatte. Auch Michael Schumacher hatte anfangs ein schnelles Auto und machte Druck auf den führenden Alonso. Nach zwölf Runden kam "Schumi" in der zehnten Kurve aber von der Strecke ab, wenig später gab er an der Box auf.

Was war passiert? Der neue F2005 erlitt einen Hydraulikschaden, weshalb Schumacher nicht mehr schalten konnte. Sein Auto schob deswegen nach vorne weiter, obwohl er die enge Kurve anbremsen wollte - und die Aufgabe war die logische Konsequenz. Dass am Ende auch Barrichello noch ein paar mögliche WM-Punkte verlor, weil er mit einem angeschlagenen Fahrzeug pro Runde mehrere Sekunden einbüßte, passte nur allzu gut ins weiterhin triste Ferrari-Bild.

Im Gegensatz zu anderen Rennen spielte sich das Geschehen diesmal tatsächlich im Rad-an-Rad-Kampf ab und nicht an der Boxengasse. Lange lieferten sich Ralf Schumacher (Toyota) und Nick Heidfeld (BMW WilliamsF1 Team) ein sehenswertes Duell, in dem letztlich "Schumi II" die Oberhand behielt. Heidfeld schied wenig später mit Motorschaden aus - er war ja der einzige Pilot, der noch den V10 von Malaysia im Heck hatte.

Während Alonso und Trulli ungefährdet auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel fuhren, kam es dahinter zu einigen spektakulären Duellen. Vor allem Montoya-Ersatzmann Pedro de la Rosa sorgte im McLaren-Mercedes für Action: Der Spanier drehte sich zweimal bei Überholversuchen, war am Ende aber der mit Abstand schnellste Mann des Rennens und fightete in einem der spektakulärsten Zweikämpfe der letzten Jahre Mark Webber (BMW WilliamsF1 Team) um Platz fünf nieder.

Ralf Schumacher sammelt fünf WM-Punkte
Vor de la Rosa landete Ralf Schumacher, der sich trotz einiger Fahrfehler in der tückischen zehnten Kurve am Ende den Luxus leisten konnte, es etwas langsamer angehen zu können. Für Toyota bedeutet dies das erfolgreichste Resultat in der Teamgeschichte - mit 13 Punkten anstatt zwölf wie zuletzt in Malaysia. Felipe Massa (Sauber-Petronas) und David Coulthard profitierten in den letzten Runden vom langsam rollenden Barrichello und erbten die übrigen WM-Punkte.

Tragischer Held war wieder einmal Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve: Der Sauber-Petronas-Pilot fuhr sein bisher stärkstes Rennen und schnupperte in der vorletzten Runde schon an einem WM-Punkt, als er in Riesenschritten auf Barrichello aufholte. Dann wurde er von hinten von Coulthard gerammt - schlussendlich wurde er als Elfter gewertet. Als Zwölfter und 13. folgten dahinter nur noch Patrick Friesacher und Christijan Albers (beide Minardi-Cosworth).

Renault setzt sich in der WM-Wertung schon ein wenig ab
Damit bestätigte sich heute das bisherige Kräfteverhältnis, welches Renault ganz klar in Front sieht. Auch McLaren-Mercedes wirkte extrem stark, Toyota sowieso - aber Vorsicht: Ferrari ist mit dem F2005 wieder zurück und hatte heute nur nicht das nötige Glück. Allerdings blieben die erhofften WM-Punkte für Schumacher wieder aus, weshalb sein WM-Rückstand auf Spitzenreiter Alonso schon stattliche 24 Punkte beträgt.

Auf Platz zwei in der Fahrerwertung liegt jetzt Trulli (16) vor Fisichella (10) und Coulthard (9), während in der Konstrukteurs-WM Renault mit 36 Zählern die Nase klar vorne hat. Auf den Plätzen folgen hier im Moment Toyota (25), McLaren-Mercedes (19), das BMW WilliamsF1 Team (13) und Red Bull Racing (12). Ferrari (10) liegt momentan nur an enttäuschender sechster Stelle, was man beim Heimrennen in Imola in drei Wochen natürlich ändern möchte.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 2 - Barrichello 8 - J.P. Montoya 8 - R. Schumacher 9 - K.Räikkönen 7 -
F.Alonso 26 - G.Fisichella 10 - D.Coulthard 9 - Trulli 16

Sieger Rennen 3

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Großer Preis von San Marino in Imola 24. April 2005

Alonso gewinnt Thriller in Imola vor Schumacher

Am Start hatte der Renault-Pilot zunächst gegen Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) das Nachsehen, dahinter sortierte sich das Feld in der Reihenfolge Jenson Button (BAR-Honda), Jarno Trulli (Toyota), Takuma Sato (BAR-Honda), Mark Webber (BMW WilliamsF1 Team), Alexander Wurz (McLaren-Mercedes) und Jacques Villeneuve (Sauber-Petronas) ein.

Räikkönen und Alonso setzen sich vom Rest ab

Während Michael Schumacher (Ferrari) seinen 13. Platz zunächst nicht verbessern konnte, setzte sich vorne Räikkönen leicht von Alonso und beide deutlich vom Rest des Feldes ab. In der fünften Runde dann der erste Zwischenfall in einem ansonsten wenig ereignisreichen Grand Prix: Giancarlo Fisichella (Renault) kam aus noch ungeklärten Gründen plötzlich von der Strecke ab, schlug in die Barrieren ein und musste bei seinem Heimrennen enttäuscht aussteigen.

Nicht einmal zehn Runden waren gefahren, als sich der nächste große Name aus dem Rennen verabschiedete, nämlich der führende Räikkönen. Der McLaren-Mercedes-Pilot führte etwas mehr als drei Sekunden vor Alonso, als er mit gebrochener Antriebswelle ausrollte.

Hinter Alonso und Button schob sich das Verfolgerfeld immer enger zusammen, als die Boxenstopps begannen. Grundsätzlich galt heute: Wer früher reinkommt, verliert. Am besten pokerte in diesem Sinne Michael Schumacher, der sich durch seinen ersten Stopp von Platz 13 auf Platz drei verbesserte. Auch Wurz konnte relativ lange draußen bleiben, ging an mehreren Konkurrenten vorbei und nistete sich anschließend bis zum Ende des Rennens auf Position vier ein.

Kurz vor dem ersten Stopp war Sato an Webber vorbeigegangen, was eine starke Leistung des Japaners krönte. Belohnt wurde er mit dem fünften Platz, den er vor Villeneuve und den beiden Toyota-Piloten Jarno Trulli und Ralf Schumacher ins Ziel rettete.

Im letzten Renndrittel konzentrierte sich alles auf Michael Schumacher, der eine schnellste Runde nach der anderen drehte und seinen Rückstand von einer halben Minute binnen kürzester Zeit zusammenschrumpfte. Sein Vorwärtsdrang wurde nur kurz von Button gebremst, in den letzten zehn Runden kam es dann aber zu einem furiosen Finale zwischen ihm und Alonso, der beim Boxenstopp seine Führung behaupten konnte.

Alonso leistete sich unter Hochdruck keinen Fehler

Schumacher hatte zwar das deutlich schnellere Auto als sein spanischer Kontrahent, doch Alonso lieferte ein wahres Meisterstück ab: In den Kurven bremste der Spanier absichtlich, um Tempo rauszunehmen, während er am Ausgang die gute Traktion des Renault voll ausspielte und so seine Position erfolgreich verteidigte. In der Tosa steckte Schumacher mehrere Male die Nase seines Ferrari in die Innenseite der Kurve, doch Alonso reagierte auf jede Attacke mit viel Geschick.

Am Ende rettete der WM-Leader seinen dritten Saisonsieg mit gerade einmal 0,2 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Auf dem Podium waren damit drei überaus glückliche Gesichter: Alonso wegen der nächsten zehn Punkte, Schumacher, weil sein F2005 mit Abstand am schnellsten war, und Button, dessen BAR-Honda wieder Anschluss an die Spitze gefunden hat. Wurz auf Platz vier hatte auf das Siegertreppchen bereits 17 Sekunden Rückstand.

Im Jubel um den wiedererstarkten Michael Schumacher ging beinahe unter, dass Rubens Barrichello neuerlich ausfiel. Der Brasilianer kam ein paar Runden zu früh an die Box, ließ nachtanken, stand zwei Minuten später schon wieder beim Service und musste anschließend aufgeben. Die Zuverlässigkeit scheint bei Ferrari also weiterhin ein wackeliges Bein am Stuhl zu sein. Von der Performance her waren Ferrari und Bridgestone heute aber überlegen.

In der Weltmeisterschaft könnte das heutige Rennen schon eine Vorentscheidung gebracht haben, denn Alonso führt nun bereits deutlich vor Trulli - mit 36 zu 18 Punkten. Dahinter folgen Fisichella und Michael Schumacher mit je zehn Zählern. Bei den Konstrukteuren hat Renault die Führung ebenfalls weiter ausgebaut: Insgesamt 46 WM-Zähler sammelten die Franzosen bisher, im Gegensatz zu 28 von Toyota, 24 von McLaren-Mercedes und 18 von Ferrari.


WM-Punktestand:
M. Schumacher 10 - Barrichello 8 - J.P. Montoya 8 - R. Schumacher 9 - K.Räikkönen 7 -
F.Alonso 36 - G.Fisichella 10 - D.Coulthard 9 - Trulli 18

Sieger Rennen 4

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Großer Preis von Spanien in Barcelona 8. Mai 2005

Räikkönen mit dominantem Sieg - Debakel für Ferrari

Großer Jubel bei McLaren-Mercedes in Barcelona: Kimi Räikkönen siegte in überlegener Manier beim Großen Preis von Spanien und holte damit den lang erwarteten ersten Saisonsieg. Der Silberpfeil war die ganze Saison schon schnell gewesen, doch Pech, Fahrfehler und technische Probleme verhinderten lange Zeit eine solche Triumphfahrt wie am Sonntag auf dem 'Circuit de Catalunya'. In Barcelona passte endlich alles, vom perfekten Start weg lag der Finne in Führung.

Renault-Pilot Fernando Alonso machte bei seinem Heimrennen mit seinem zweiten Rang einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung WM-Titel, auch wenn der Spanier keine Chance hatte, mit dem enormen Tempo von Räikkönen mitzuhalten, der in der WM-Wertung jedoch schon weit zurückliegt. Alsono kämpfte zwischenzeitlich mit Reifenproblemen, war mit dem Fahrverhalten seines Autos nicht ganz zufrieden.

Der dritte Rang ging an Jarno Trulli vor Teamkollege Ralf Schumacher für Toyota. Der fuhr zu Beginn des Rennens auf dem dritten und Trulli nur auf dem fünften Rang, doch der Kerpener musste die Box jeweils früher ansteuern und verlor dadurch die teaminterne Führung einmal mehr an den Italiener. Trulli sorgte für eine spektakuläre Szene beim ersten Stopp in Runde 25, als er zu früh losfuhr und sich dadurch eine Restmenge Benzin entzündete, was aber ohne Folgen blieb.

Auch der zweite Renault-Pilot, Giancarlo Fisichella, kam als Fünfter in die Punkte. Der Römer knallte in der letzten Runde noch die schnellste Runde hin, zuvor hatte er Pech, als er an der Box einen zusätzlichen Stopp einlegen musste, um sich eine neue Nase abzuholen, die zuvor auf der Strecke beschädigt worden war.

BMW WilliamsF1 Team Pilot Mark Webber musste sich in den letzten Runden Fisichella geschlagen geben und wurde auf den sechsten Rang zurückgereicht. In der Qualifikation war Webber sensationell unterwegs, auch, weil er sehr leicht war. Denn in der 18. Runde musste der Australier bereits als Erster die Box ansteuern, was ihn zwischenzeitlich auf den zehnten Rang zurückwarf. Teamkollege Nick Heidfeld - durch den Motorwechsel von hinten gestartet - arbeitete sich auf den zehnten Rang nach vorn, mehr war in diesem Rennen für den Mönchengladbacher nicht drin.

Auf dem siebten Rang folgte Juan-Pablo Montoya im zweiten McLaren-Mercedes. Der Kolumbianer konnte dem Tempo seines Teamkollegen nicht ganz folgen, zudem musste er ein zusätzliches Mal die Box ansteuern, weil es beim ersten Halt Probleme mit der Tankanlage gegeben hatte. Montoya zeigte eines der wenigen Überholmanöver, als er beim Restart des Rennens an Michael Schumacher vorbeizog. Für Aufsehen sorgte der Rennfahrer aus Bogota aber auch mit einem Dreher in der siebten Runde, bei dem er aber nicht einmal eine Position einbüßte.

Letzter Mann als Achter in den Punkten: David Coulthard im Red Bull Racing. Der Schotte fuhr ein unauffälliges aber effektives Rennen. Kein gutes Bild lieferte hingegen Formel-1-Neuling Vitantonio Liuzzi ab, der sich bereits frühzeitig in der zehnten Runde von der Strecke drehte und im Kiesbett stecken blieb - Christian Klien wird es mit einem heimlichen Grinsen zur Kenntnis genommen haben.

Bester Ferrari-Fahrer war Rubens Barrichello auf dem neunten Rang - ein Debakel für die Scuderia nach der starken Vorstellung zumindest von Schumacher in Imola. Der Brasilianer fuhr als Einziger mit lediglich einem Boxenstopp durch, nachdem er in der 34. Runde und damit in der zweiten Rennhälfte zum ersten Mal die Box ansteuerte. Wie Nick Heidfeld war "Rubinho" wegen eines Motorwechsels von hinten losgefahren, musste sich aber wie alle Fahrer ab Montoya vom Sieger des Rennens überrunden lassen.

Teamkollege Michael Schumacher hinkte der Konkurrenz zu Beginn des Rennens voll getankt stark hinterher, war teilweise um über zwei Sekunden pro Runde langsamer als Räikkönen. Eine Runde vor Halbzeit des Rennens steuerte der Deutsche erstmals die Box an. Der dritte Platz wäre im Bereich des Möglichen gewesen doch zwei Reifenschäden - zunächst in Runde 44 hinten links dann im Umlauf Nummer 46 vorne links - vereitelten eine Ankunft in den Punkten. Nach dem zweiten Reifenschaden war es sinnlos, das Rennen fortzusetzen, weil der Zeitverlust groß war, da Auftanken während Reifenwechseln in diesem Jahr verboten ist.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 10 - Barrichello 8 - J.P. Montoya 10 - R. Schumacher 14 - K.Räikkönen 17 -
F.Alonso 44 - G.Fisichella 14 - D.Coulthard 10 - Trulli 26

Sieger Rennen 5

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Großer Preis von Monaco in Monte Carlo 22. Mai 2005

Räikkönen gewinnt in Monaco - Heidfeld Zweiter

Es war der Grand Prix des Jahres, das berühmteste Autorennen der Welt - und selbst wenn die Prozession der 900 PS starken Boliden an der Côte d'Azur zu Beginn einzuschlafen drohte, wurde es am Ende doch wieder einmal ein aufregender Motorsport-Nachmittag. Den Sieg sicherte sich Kimi Räikkönen mit einer weiteren eindrucksvollen Demonstration seiner derzeitigen Überlegenheit.

Der McLaren-Mercedes-Pilot kam am Start zwar einen Tick schlechter weg als Fernando Alonso, machte aber vor der Sainte Devote die offen stehende Tür zu und gab seine Führung von dem Moment an nicht mehr ab. Das Feld sortierte sich dahinter relativ rasch ein - mit Giancarlo Fisichella (Renault) auf Platz drei vor Jarno Trulli (Toyota), Mark Webber, Nick Heidfeld (beide BMW WilliamsF1 Team), David Coulthard (Red-Bull-Cosworth) und Michael Schumacher .

Langweiliges erstes Renndrittel, dann plötzlich Action
In dieser Reihenfolge ging es relativ statisch durch das erste Renndrittel. Für ein wenig Action auf den hinteren Positionen sorgten Juan-Pablo Montoya und Ralf Schumacher, die das Feld von hinten aufrollen mussten und sich zügig an den Minardi-Cosworths und Jordan-Toyotas vorbeiarbeiteten. Ansonsten fielen in den ersten paar Runden nur drei ungeplante Boxenstopps von Narain Karthikeyan (Jordan-Toyota) auf, der im 18. Umlauf endgültig aufgeben musste.

In der 23. Runde überschlugen sich dann urplötzlich die Ereignisse: Während vorne Räikkönen fünf Sekunden vor Alonso und zehn vor Fisichella führte, drehte sich in der Mirabeau-Kurve Christijan Albers (Minardi-Cosworth). Der Niederländer stand quer und blockierte die Fahrbahn, was zu einem Verkehrsstau führte. Michael Schumacher konnte in dieser Situation nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr sich an Coulthard seinen Frontflügel ab.

Natürlich musste in jener Phase das Safety-Car auf die Strecke gehen, was einige Piloten nutzten, um ihre Boxenstopps zu absolvieren. Unter anderem kamen beide Renault-Fahrer gleichzeitig zum Service, wodurch Fisichella warten musste und einige Positionen verlor. Alonso und Fisichella fuhren anschließend bis zum Ende durch, mussten für diesen risikoreichen Poker aber einen hohen Preis zahlen: Unter der schweren Benzinlast verabschiedeten sich nach und nach ihre Michelin-Reifen.

Schumacher war während der Safety-Car-Phase überrundet
Als das Safety-Car wieder in die Boxengasse abbog, lag Michael Schumacher direkt hinter dem führenden Räikkönen, allerdings mit einer Runde Rückstand. Trulli lag auf Platz zwei, weil er seinen Tankstopp nicht vorzog, und Alonso war Dritter. Allerdings setzte sich Räikkönen an der Spitze von jenem Zeitpunkt an in Siebenmeilenstiefeln vom Rest ab, denn weil er nicht an die Box gekommen war, konnte er mit dem leichteren Auto auf und davon fahren.

In der 29. Runde brach dem bis dahin stark auftrumpfenden Minardi-Cosworth-Piloten Patrick Friesacher beim Anbremsen der Hafenschikane das Heck aus, der Österreicher konnte aber einen heftigen Einschlag in die Leitplanken vermeiden. Dennoch musste er aussteigen. Zuvor hatte sich bereits Coulthard infolge des Albers-Zwischenfalls aus dem Rennen verabschiedet. Die für Monaco-Verhältnisse recht kurze Ausfallsliste komplettierte übrigens Vitantonio Liuzzi (Red-Bull-Cosworth) mit einem durch einen Leitplankenkuss ausgelösten Reifenschaden.

Im Mittelfeld bildeten sich mehrere Gruppen
Während Räikkönen nicht einmal bei seinem einzigen Boxenstopp die Führung abgeben musste, bildete sich im Verfolgerfeld durch die unterschiedlichen Tankstrategien eine interessante Gruppe mit Fisichella und Trulli an der Spitze. Auch um Platz zwei entwickelte sich ein spektakulärer Fight: Webber und Heidfeld übten Druck auf Alonso aus, der mit seinen völlig abgefahrenen Hinterreifen nicht mehr die Pace der ersten Runden gehen konnte.

Das BMW WilliamsF1 Team holte anschließend Heidfeld vor Webber zum zweiten Stopp, wodurch der Deutsche an seinem Stallkollegen vorbeigespült wurde. In der Folge holten sie den durch den Boxenaufenthalt verlorenen Boden auf Alonso binnen weniger Runden wieder auf - und kurz vor Schluss bremste sich Heidfeld am Hafen an Alonso vorbei. Wenig später schaffte dies auch Webber, allerdings so kompromisslos, dass er selbst und der Renault-Pilot die Schikane abkürzen mussten, was noch ein Nachspiel haben könnte.

Trullis Manöver des Tages war zu beherzt
Für das Überholmanöver des Tages sorgte allerdings Trulli, als er sich in der Loews-Kurve so knallhart an Fisichella vorbeiquetschte, dass er brutal über den Gehsteig fahren musste. Dabei dürfte an seinem Toyota etwas gebrochen sein. Nach einem obligatorischen Kontrollstopp spielte der Italiener jedenfalls keine Rolle mehr. Fisichella wurde in der Folge wegen abbauender Reifen nach hinten durchgereicht, beendete den Grand Prix nur als Zwölfter.

Durch diese vielen Zwischenfälle wurden die Schumacher-Brüder überraschend in die Punkte gespült. Während der letzten Runden zog Alonso ein Paket mit Montoya, Ralf Schumacher, Barrichello und Michael Schumacher hinter sich her. Michael Schumacher kam in der letzten Runde irgendwie an seinem Teamkollegen vorbei und wagte auf der Ziellinie auch noch ein riskantes Manöver gegen seinen Bruder, der darauf wütend reagierte: "Michael hat sie nicht mehr alle", schimpfte der Toyota-Pilot.

Räikkönen, der in den letzten Runden nur noch langsam um den Kurs rollte, sicherte sich also den Sieg im wichtigsten Rennen des Jahres vor dem fehlerfrei fahrenden Heidfeld und Webber, während Alonso, Montoya, Ralf und Michael Schumacher und Rubens Barrichello die restlichen Punkte unter sich aufteilten. Insgesamt sahen heute 14 von 18 gestarteten Autos die Ziellinie.

Aktion von Villeneuve kostete Sauber Punkte
Felipe Massa (Sauber-Petronas) verfehlte als Neunter WM-Punkte knapp - und hatte dies ausgerechnet seinem eigenen Teamkollegen zu verdanken: Villeneuve versuchte gegen den Brasilianer eine Attacke in der Sainte Devote, verbremste sich dabei aber und raste direkt in die Leitplanken. Massa konnte zwar in den Notausgang ausweichen, verlor dabei aber wertvolle Positionen, während sich Villeneuve an der Box eine neue Frontpartie abholen musste und auf Rang elf ins Ziel fuhr.

In der Weltmeisterschaft läuft nach dem heutigen Resultat alles auf einen Zweikampf zwischen Alonso und Räikkönen hinaus: Alonso hat zwar 22 Punkte Vorsprung auf den finnischen "Iceman", der nun seinerseits einen Zähler vor Trulli liegt, sein Vorsprung schmilzt aber stetig. Michael Schumacher ist mit einem Rückstand von 37 Punkten wohl endgültig aus dem Titelrennen. Bei den Konstrukteuren führt Renault nun mit 63 Punkten vor McLaren-Mercedes (51) und Toyota (43).


WM-Punktestand:
M. Schumacher 12 - Barrichello 9 - J.P. Montoya 14 - R. Schumacher 17 - K.Räikkönen 27 -
F.Alonso 49 - G.Fisichella 14 - D.Coulthard 10 - Trulli 26

Sieger Rennen 6

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Großer Preis von Europa auf dem Nürburgring 29. Mai 2005

Drama am Nürburgring: Alonso glücklicher Sieger

Den unglaublichsten Grand Prix des Jahres erlebten mehr als 100.000 begeisterte Fans auf dem Nürburgring. Die Entscheidung fiel erst in der allerletzten Runde zugunsten von Fernando Alonso. Der Renault-Pilot gewann 16,5 Sekunden vor Nick Heidfeld (BMW WilliamsF1 Team) und 18,5 Sekunden vor Rubens Barrichello (Ferrari).

Schon am Start nahmen die dramatischen Ereignisse in der Eifel ihren Lauf, als Giancarlo Fisichella (Renault) mit abgestorbenem Motor stehen blieb. Rennleiter Charlie Whiting brach das Prozedere daraufhin ab, schickte das Feld in eine zweite Aufwärmrunde und verkürzte den Grand Prix von Europa auf 59 Umläufe. Der zweite Start verlief zunächst reibungslos, doch im Castrol-S kam es schon nach wenigen Metern zu einer Massenkollision.

Webber verursachte die Kollision am Start
BMW WilliamsF1 Team Pilot Mark Webber bremste etwas zu optimistisch, blockierte seine Räder und rutschte dadurch geradeaus weiter, während Juan-Pablo Montoya von der Außenbahn nach innen ziehen wollte. Ralf Schumacher fuhr sich dabei ebenfalls seinen Toyota kaputt und musste zur Reparatur an die Box kommen, während sein Ferrari-Bruder Michael dem Geschehen zwar ausweichen konnte, aber mehrere Positionen einbüßte. Webber schied durch den Zwischenfall aus.

Aus der ersten Runde kam Kimi Räikkönen als Führender zurück, der den Start souverän gewonnen hatte, gefolgt von Polesetter Nick Heidfeld, Jarno Trulli (Toyota), David Coulthard (Red-Bull-Cosworth), dem großen Profiteur des Tumults in der ersten Kurve, Fernando Alonso (Renault), Felipe Massa (Sauber-Petronas) und Vitantonio Liuzzi (Red-Bull-Cosworth). Montoya und Michael Schumacher lagen am Ende des Feldes.

Während das deutsch-kolumbianische Duo mit Siebenmeilenstiefeln durch das Feld pflügte, bahnte sich bei Toyota Unheil an: Die Mechaniker von Jarno Trulli blieben vor der ersten Aufwärmrunde bis ungefähr zehn Sekunden vor dem Umspringen der Ampel am Auto stehen, was gegen das Reglement verstößt, welches besagt, dass der Grid 15 Sekunden vor dem Losfahren geräumt werden muss. Trulli kassierte dafür eine Durchfahrstrafe.

Feld nach dem turbulenten Start durcheinander gewürfelt
Im Mittelfeld gab es durch die kuriose Reihenfolge nach der Startkarambolage zahlreiche Überholmanöver, während sich vorne Räikkönen und Heidfeld rasch von den Verfolgern absetzen konnten. In der elften Runde eröffnete Barrichello die Serie der Boxenstopps, womit klar war, dass er insgesamt dreimal reinkommen würde. Heidfeld ließ einen Umlauf später nachtanken, was seine Pole Position im Nachhinein ein wenig relativierte.

Nach dem ersten Renndrittel begann sich das Feld zu sortieren, gleichzeitig wurde aber auch klar, dass die Top-Piloten unterschiedliche Strategien verfolgten: Räikkönen und Alonso waren auf zwei, Heidfeld und Alonso auf drei Stopps. Und irgendwo dazwischen lag Coulthard: Der Red-Bull-Cosworth-Routinier erbte durch einen langen ersten Stint zwischenzeitlich sogar die Führung und hätte wohl auf das Podium fahren können, wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse kassierte er aber eine Durchfahrstrafe.

Schumacher arbeitete sich unauffällig nach vorne

Michael Schumacher lag nach seinem ersten Boxenstopp erstmals auch effektiv in den Punkten, ging durch seine Strategie sogar an Montoya vorbei. In der 25. Runde fuhr Räikkönen als Erster über die Ziellinie, vier Sekunden vor Heidfeld, 18 vor Alonso, 28 vor Barrichello und 38 vor Coulthard. Michael Schumacher lag zu dem Zeitpunkt an siebenter Position vor Montoya, fand in den nächsten paar Runden aber keinen Weg an Massa vorbei.

In der 29. Runde begann das Drama an der Spitze: Räikkönen verlor im zweiten Sektor seinen McLaren-Mercedes außer Kontrolle, musste ins Kiesbett und verlor dabei ungefähr fünf Sekunden und kurzzeitig auch die Führung an Heidfeld, der allerdings aus strategischen Gründen ohnehin kein direkter Gegner war. Anschließend verbremste sich der "Iceman" allerdings einige Male, wodurch sein linker Vorderreifen in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Alonso während seiner Aufholjagd kurz neben der Strecke
Nachdem sich Ralf Schumacher mit einem Dreher aus dem Rennen verabschiedet hatte, lagen 15 Sekunden zwischen Räikkönen und Alonso. Die Boxenstopps verliefen bei allen Spitzenpiloten problemlos, doch Alonso leistete sich ungefähr 15 Runden vor Schluss einen Fahrfehler in der Dunlop-Kehre, als er gerade dabei war, am Abstand zur Führung zu knabbern. Dennoch konnte er in den letzten Runden Jagd auf den angeschlagenen Räikkönen machen.

In den letzten fünf Runden dann Drama pur: Erst machte Michael Schumacher einen Ausflug in die Botanik, bei dem er seinen sechsten Platz aber nicht verlor, dann humpelte Massa mit Reifenschaden und kaputtem Michelin-Pneu zurück an die Box - und an der Spitze hobelte Alonso pro Runde ungefähr 1,5 Sekunden von seinem Rückstand weg. Zwei Runden vor Schluss lagen zwischen Räikkönen und dem Spanier nur noch 2,7 Sekunden.

Drama um Räikkönen in der allerletzten Runde
Dann das elektrisierende und völlig unerwartete Finale: Zu Beginn der letzten Runde hatte Räikkönen seinen Verfolger schon im Windschatten, als im Castrol-S seine Radaufhängung plötzlich kollabierte - als Folge von Vibrationen durch den Bremsplatten! Der sonst so coole "Iceman" stieg entnervt aus seinem zerstörten Auto, während die Herren Dennis und Haug am Kommandostand die Hände über dem Kopf zusammenschlugen - und bei Renault plötzlich Siegesjubel ausbrach!

Heidfeld fuhr nach einem fehlerfreien Rennen den zweiten Platz sicher vor Barrichello nach Hause, während Coulthard Vierter wurde. Michael Schumacher, Fisichella, Montoya und Trulli teilten sich die restlichen Punkte untereinander auf. Insgesamt wurden 18 von 20 Piloten gewertet, Räikkönen (11.) eingeschlossen.

In der Weltmeisterschaft könnte heute eine Vorentscheidung zugunsten von Alonso gefallen sein, der nun mit 59 Zählern deutlich vor Räikkönen, Trulli (beide 27) und Heidfeld (25) in Führung ist. Michael Schumacher liegt mit 16 Punkten nur an achter Stelle. Bei den Konstrukteuren hat weiterhin Renault die Nase vorne, 23 Punkte vor McLaren-Mercedes und 32 vor Toyota. Ferrari liegt nach sieben von 19 Rennen auf dem enttäuschenden fünften Platz.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 16 - Barrichello 15 - J.P. Montoya 16 - R. Schumacher 17 - K.Räikkönen 27 -
F.Alonso 59 - G.Fisichella 17 - D.Coulthard 15 - Trulli 27

Sieger Rennen 7

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Großer Preis von Kanada in Montreal 12. Juni 2005

Räikkönen gewinnt turbulenten Grand Prix in Kanada

Der Grand Prix von Kanada wurde bei schwülen Bedingungen und Temperaturen knapp über 30 Grad zur erwarteten Materialschlacht - und das Rennen verlief ähnlich turbulent wie in vielen der vorangegangenen Jahre: Am Ende sahen nur elf von 20 gestarteten Fahrzeugen die Zielflagge.

Am Start kamen zunächst die Renaults am besten weg: Giancarlo Fisichella setzte sich von der zweiten Reihe aus vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso in Führung, Jenson Button (3./BAR-Honda) und Michael Schumacher (6./Ferrari) kamen schlecht weg und verloren einige Positionen. Auf Rang vier und fünf reihten sich die McLaren-Mercedes-Piloten ein, dahinter Schumacher, Jarno Trulli (Toyota) und Takuma Sato (BAR-Honda).

Letzterer war nach einem Duell mit Trulli gleich in der ersten Runde neben der Strecke, konnte aber weiterfahren - und überraschenderweise gab es am Start keinerlei Kollisionen oder sonstige Zwischenfälle. Lediglich Jacques Villeneuve musste sich gleich zu Beginn einen neuen Frontflügel abholen, jagte anschließend mit mehr als 50 Sekunden Rückstand dem Feld hinterher.

Die Renaults setzten sich anfangs relativ locker von der Konkurrenz ab, doch intern bahnten sich Spannungen an: Alonso konnte schneller fahren als Fisichella und beschwerte sich mehrfach am Boxenfunk, dass man ihn doch vorbeimanövrieren solle. Der Kommandostand winkte ab: "Fernando, du musst selber überholen!" Nach dem Boxenstopp verschärfte der Spanier den Druck - und tatsächlich ging er an Fisichella vorbei in Führung.

Grund dafür war aber, dass der Führende plötzlich Hydraulikdruck verlor und in der 34. Runde an der Box aufgeben musste. Die Führung von Alonso währte aber ebenfalls nicht lange, denn nach einem selbst verschuldeten Mauerkuss in der 39. Runde musste auch er mit gebrochener Radaufhängung aussteigen. Damit lagen plötzlich die beiden "Silberpfeile" in Führung, wobei Montoya stärker wirkte als Räikkönen und auch zwischen vier und sechs Sekunden Vorsprung hatte.

Schumacher setzte Button erfolgreich unter Druck
Zu jenem Zeitpunkt fuhr Trulli auf solidem Podiumskurs. Dahinter duellierten sich aber Button und Michael Schumacher, der nach dem guten Qualifying schon nach elf Runden zum Tanken kommen musste. Unter dem Druck des Deutschen unterlief dem BAR-Honda-Piloten aber ein Fehler: Er fuhr innen in der letzten Schikane zu stark über den Randstein, schlitterte geradeaus in die "Wall of Champions" und musste mit gebrochener Radaufhängung aufgeben. In der 47. Runde kam daher das Safety-Car auf die Strecke.

Fast das gesamte Feld nutzte diese Gelegenheit, um ein letztes Mal an der Box nachzutanken, was Michael Schumacher entgegenkam, der so bei seinem dritten geplanten Stopp weniger Boden verlor als sonst. McLaren-Mercedes holte zuerst den an zweiter Stelle liegenden Räikkönen herein, während Montoya eine Runde draußen bleiben musste. Räikkönen ging damit erstmals in Führung, sein Teamkollege verlor wertvolle Sekunden.

Schwarze Flagge: McLaren-Mercedes sauer
Mit der Wut im Bauch fuhr Montoya just in dem Moment aus der Box heraus, als das Safety-Car das Feld durch die erste Kurve führte, und der Kolumbianer drängte sich frech am überrundeten David Coulthard (Red-Bull-Cosworth) vorbei, um sich direkt hinter seinem Teamkollegen einfädeln zu können. Allerdings übersah er beim Herausfahren aus der Box die rote Ampel - und das zog entsprechend dem Reglement die schwarze Flagge und somit die Disqualifikation nach sich.

Nach dem Restart mussten die Positionskämpfe direkt auf der Strecke ausgetragen werden, wobei zwischenzeitlicher Nieselregen keinen Wirbel verursachen konnte. Räikkönen lag nach der Aufgabe von Montoya vor Michael Schumacher, Trulli, Felipe Massa, Mark Webber, dem mit vollen Tanks aus der Boxengasse gestarteten Rubens Barrichello, Ralf Schumacher und Coulthard in den Punkten. Wenige Runden vor Schluss erbte dann Christian Klien bei seinem Comeback noch einen Punkt, als Trulli mit einem Bremsdefekt aufgeben musste. Klien stand zwar unter Druck von Villeneuve, konnte den Kanadier aber mühelos hinter sich halten.

In der Schlussphase machte sich auch bemerkbar, dass der 'Circuit Gilles Villeneuve' eine sehr metarialmordende Strecke ist, denn nach einem fast halbstündigen Reparaturstopp ging Takuma Sato (BAR-Honda) noch einmal hinaus, aber auch ihm brach die Bremse. Insgesamt sahen nur elf Autos die Zielflagge.

Auch für die Weltmeisterschaft war das heutige Resultat in jedem Fall ein Gewinn, denn Räikkönen verkürzte seinen Rückstand auf Alonso von 32 auf 22 Punkte. Alle weiteren Piloten spielen nun wohl keine Rolle mehr in der Vergabe des WM-Titels. Was das Kräfteverhältnis angeht, sind wir nicht schlauer als vor einigen Wochen: McLaren-Mercedes hat das stärkste Paket, aber auch Renault scheint weiterhin konkurrenzfähig zu sein. Ferrari ist aus eigener Kraft noch nicht siegfähig.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 24 - Barrichello 21 - J.P. Montoya 16 - R. Schumacher 20 - K.Räikkönen 37 -
F.Alonso 59 - G.Fisichella 17 - D.Coulthard 17 - Trulli 27

Sieger Rennen 8

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Großer Preis der USA in Indianapolis 19. Juni 2005

Schumacher gewinnt skandalöses Rennen in den USA

Michael Schumacher feierte heute in Indianapolis den 84. Grand-Prix-Sieg seiner glorreichen Karriere - und mit Sicherheit den sportlich wertlosesten: Im Zuge der Michelin-Affäre, bogen 14 von 20 Autos nach der Aufwärmrunde an die Box ab - und nur sechs Piloten trugen das Rennen im Heiligtum des amerikanischen Motorsports, in Indianapolis, unter sich aus.

Die sechs Teilnehmer standen auf ihren angestammten Startpositionen, und Schumacher entschied den Start für sich. Das sportliche Geschehen war völlig nebensächlich und es wurde kein einziges Überholmanöver auf der Strecke geboten. Alle Positionen waren relativ rasch bezogen - und so wurde den vielen Zuschauern auf den Tribünen ein einziges Trauerspiel gezeigt. Viele Fans waren verärgert, schrieben bösartige Botschaften auf Plakate und warfen Dosen und Flaschen auf die Fahrbahn, die von Streckenposten in waghalsigen Aktionen entfernt werden mussten.

Beim ersten Stopp von Schumacher wurde ein Hinterreifen überprüft, wodurch der Deutsche einige Sekunden einbüßte und die Führung verlor, doch mit einem längeren zweiten Stint kam er wieder an Barrichello vorbei.

Bei Schumachers Ausfahrt aus der Boxengasse wäre es beinahe noch zu einem Drama für Ferrari gekommen, denn Barrichello wollte außen als Führender in die erste Kurve einbiegen, bremste aber einen Tick zu spät, wollte eine Kollision vermeiden - und musste auf die Wiese ausweichen. Von dem Zeitpunkt an war das Rennen gelaufen - und in der Reihenfolge Schumacher vor Barrichello, Tiago Monteiro, Narain Karthikeyan (beide Jordan-Toyota), Albers und Friesacher ging die Farce von Indianapolis zu Ende.

Das bitter enttäuschte Publikum, welches zum Teil horrende Kosten auf sich nehmen musste, um dieses Trauerspiel geboten zu bekommen, buhte bei der Siegerehrung gnadenlos - und die drei Fahrer auf dem Podium wurden vor der Zeremonie von Streckenbesitzer Tony George persönlich angewiesen, wie sie sich zu verhalten hatten. Lediglich Monteiro erntete etwas Beifall.

Trotz aller sportlichen Wertlosigkeit hatte der Grand Prix der USA doch einen sportlichen Beigeschmack, denn in der Fahrer-WM liegt Michael Schumacher nun mit nur noch 25 Punkten Rückstand auf dem dritten Platz. Für Jordan-Toyota war es ohnehin ein wichtiger Tag, denn das Team sammelte elf WM-Punkte und liegt damit nur noch knapp hinter Sauber-Petronas.

Besonders traurig sind die heutigen Ereignisse natürlich insofern, als sich die Formel 1 seit Jahren in den USA etablieren möchte, doch mit einem Rennen mit sechs Autos hat sich der Grand-Prix-Sport bestimmt keine neuen Freunde gemacht. Welche sportpolitischen Konsequenzen dies haben wird, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch gar nicht anzusehen. Fest steht aber, dass es trotz des Erfolgs von Michael Schumacher nur Verlierer gibt.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 34 - Barrichello 29 - J.P. Montoya 16 - R. Schumacher 20 - K.Räikkönen 37 -
F.Alonso 59 - G.Fisichella 17 - D.Coulthard 17 - Trulli 27

Sieger Rennen 9

Michelin-Affäre

FIA: Michelin muss zum eigenen Vorgehen stehen
Um die Vorgänge hinter den Kulissen in Indianapolis besser verstehen zu können, veröffentlichte die FIA einen Briefwechsel zwischen Michelin und der FIA. Pierre Dupasquier, Motorsportdirektor des Reifenherstellers, schrieb dem Technischen Delegierten der FIA, Charlie Whiting, dass die Gründe für die Reifenschäden am Freitag auch nach intensiver Analyse nicht gefunden werden konnten.

Man habe alle Partnerteams informiert, dass "wir nicht umfassend garantieren können, dass die Reifen, die im Qualifying verwendet wurden, auch benutzt werden können, wenn die Geschwindigkeiten in Kurve 13 (der Steilkurve; d. Red.) nicht gesenkt werden", so der Franzose. "Michelin bedauert diese Situation, aber wir haben diese Entscheidung im besten Interesse der Sicherheit dieser Veranstaltung getroffen."

Kam Michelin der eigenen Verantwortung nicht nach?
Die Geschwindigkeit im überhöhten Teil der Strecke könnte aber nur mit einer Schikane direkt davor gesenkt werden. Für Whiting sind die aufgetretenen Probleme im vorhandenen Umfang aber nur schwer nachvollziehbar. "Jedem Team ist es erlaubt, zwei verschiedene Reifen bei einer Veranstaltung zu haben", schrieb er in seiner Antwort.

"Dies soll sicherstellen, dass es einen Reifen gibt (der für gewöhnlich eine schlechtere Leistung bietet), der dann verwendet wird, wenn Probleme auftreten", fuhr er fort. "Es ist schwer zu verstehen, warum Sie mit Ihrer Erfahrung in Indianapolis Ihre Teams nicht mit solchen Reifen ausgestattet haben." Dieser Vorfall werde auch hinsichtlich des Artikels 151c des 'International Sporting Codes' betrachtet werden. Demnach liegt ein Bruch der Regeln vor, wenn betrügerisch oder nicht im Sinne des Wettbewerbs oder des Motorsports gehandelt wird.

Wenn die Michelin-Autos eine bestimmte Geschwindigkeit in Kurve 13 nicht übersteigen dürfen, so sollen sie eben langsamer fahren. "Wir werden sie daran erinnern, Ihren Vorschlägen im Sinne der Sicherheit zu folgen", so Whiting. "Wir werden sie aber auch darauf hinweisen, dass sie andere Konkurrenten nicht behindern sollen."

Keine Schikane vor der überhöhten Kurve
Dem Einsatz von neuen Reifen, die aus Frankreich angeliefert würden, versperrte sich die FIA nicht völlig. Ein Ausschluss wäre nicht zu erwarten, wohl aber eine Strafe, "die hoch genug ist, damit kein Team in Zukunft versucht wäre, einen Reifen nur für das Qualifying einzusetzen". Für das Rennen käme auch in Frage, den linken Hinterreifen nach jeweils zehn Runden zu wechseln.

"Wenn jeder Wechsel ausgeführt wurde, weil der Reifen ansonsten versagt hätte und das betreffende Team keinen Vorteil hatte, dann gibt es auch keine Bestrafung", so Whiting. "Wenn dazu Reifen eingesetzt werden müssten, die den Teams bisher nicht zugeordnet wurden, dann würde die Rennleitung alle Umstände prüfen und entscheiden, ob es eine Strafe gibt oder nicht." Der angedachten Schikane vor dem Banking erteilte er jedoch eine klare Absage. "Ich bin sicher, dass Sie verstehen, dass dies keine Möglichkeit ist", schrieb er. "Den Kurs zu ändern und damit einigen Teams, die ein Leistungsproblem haben, weil sie keine passende Ausrüstung mitbrachten, einen Vorteil zu geben, wäre ein Regelbruch und auch unfair gegenüber den Teams, die mit korrekten Reifen nach Indianapolis kamen."
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Großer Preis von Frankreich in Magny-Cours 3. Juli.2005

Überlegener Sieg für Alonso in Magny-Cours

22 Jahre nach dem letzten Renault-Sieg beim Grand Prix von Frankreich durch Alain Prost fand heute in Magny-Cours ein motorsportlicher Feiertag für die Grande Nation statt, bei Traumwetter mit strahlend blauem Himmel und 30 Grad Lufttemperatur sicherte sich WM-Leader Fernando Alonso in überlegener Manier einen Start/Ziel-Sieg.

Zunächst begann das zehnte Rennen dieser Saison eher langweilig: Alonso münzte seine Pole Position mit einem souveränen Start in die Führung um, zog zunächst Jarno Trulli (Toyota), Michael Schumacher und Rubens Barrichello, hinter sich her. Geheimfavorit Kimi Räikkönen kam ebenfalls gut weg und lag nach der ersten Runde an zwölfter Position, verlor aber in den ersten Runden im Pulk viel Zeit.

Kliens Ausfall einziges Highlight in den ersten Runden
Schon im zweiten Umlauf verabschiedete sich Red-Bull-Cosworth-Pilot Christian Klien ohne Benzindruck aus dem Rennen, doch ansonsten tat sich in der Anfangsphase nicht mehr. Beeindruckend nur, wie sich Alonso von den Verfolgern absetzen konnte: Bereits nach vier Runden hatte der Spanier 5,5 Sekunden Vorsprung - und er konnte diese Pace beibehalten, geriet eigentlich nie in Gefahr. Dahinter folgte Michael Schumacher anfangs dem Toyota von Trulli wie ein Schatten.

Relativ früh begannen dann auch die ersten Tankstopps, wobei sich herausstellte, dass fast das gesamte Feld auf einer geplanten Dreistoppstrategie war. Lediglich die beiden "Silberpfeile" fuhren einen extrem langen ersten Stint und schoben sich dadurch an allen Alonso-Verfolgern vorbei auf Platz zwei und drei, wobei intern Räikkönen durch einen noch späteren Stopp als der Teamkollege Juan-Pablo Montoya überholen konnte. Durch einen langen Mittelstint stellten dann auch einige andere Teams von drei auf zwei Stopps um

Alonso und Räikkönen hatten alles sicher im Griff
Hinter Alonso und Räikkönen, die ihren ersten beziehungsweise zweiten Platz schon gegen Halbzeit so gut wie in der Tasche hatten, erreichte Michael Schumacher seinen dritten Podestplatz hintereinander. Der Deutsche schob sich in der Box an Trulli vorbei und musste anschließend seinen Ferrari nur noch um den Kurs tragen. Fisichella setzte ihm im letzten Renndrittel zwar phasenweise zu, hatte zu jenem Zeitpunkt aber den letzten Tankstopp noch vor sich.

Fisichella ging im Vergleich zu seinem siegreichen Renault-Teamkollegen wieder sang- und klanglos unter, fuhr ein farbloses Rennen und würgte beim letzten Stopp auch noch den Motor ab, wodurch er hinter Jenson Button und Trulli auf den sechsten Platz zurückfiel. Auch über Button muss man heute aber ein Wort verlieren, denn für den Briten und für seinen BAR-Honda-Rennstall waren es die ersten fünf Zähler in der laufenden Saison.

Ralf Schumacher fuhr im zweiten Toyota ein unauffälliges Rennen mit einer gut ausgeführten Dreistoppstrategie und kam damit als Siebenter vor dem ebenfalls bemerkenswert starken und fehlerfreien Jacques Villeneuve (Sauber-Petronas), dessen Teamkollege Felipe Massa früh ausschied, ins Ziel. Und Montoya? Der Kolumbianer verabschiedete sich in der 46. Runde mit Getriebeschaden aus dem Rennen, nachdem er sich zuvor schon nur noch langsam um den Kurs geschleppt hatte.

Barrichello kam als Neunter ins Ziel und wird damit ebenso unzufrieden sein wie die Piloten hinter ihm, nämlich David Coulthard (Red-Bull-Cosworth), Sato, Mark Webber (BMW WilliamsF1 Team), Nick Heidfeld (BMW WilliamsF1 Team). Heidfeld hatte heute keine Chance, musste mit Problemen sechsmal an die Box kommen, wäre aber auch sonst nie in die Nähe der Punkteränge gekommen. Das BMW WilliamsF1 Team war das ganze Wochenende in Magny-Cours so langsam wie noch nie in dieser Saison.

Für Aufregung zwischendurch sorgten wieder einmal die Reifen - diesmal allerdings jene von Bridgestone, denn bei den beiden Minardi-Cosworth-Piloten Patrick Friesacher und Christijan Albers platzten die jeweils linken Hinterpneus, was beide aus dem Rennen warf. Michelin-Sportchef Pierre Dupasquier hat damit endlich wieder gut lachen und kann sich über eine geglückte Wiedergutmachung für das Indianapolis-Debakel freuen - und das ausgerechnet vor französischem Publikum.

In der Weltmeisterschaft hat heute Alonso einen Riesenschritt in Richtung Titel gemacht: Der Renault-Pilot führt nun mit 69 Punkten vor Räikkönen (45) und Michael Schumacher (40). Dies sind die drei Kandidaten, die noch realistische Chancen auf den Gesamtsieg haben. Bei den Konstrukteuren hat Renault ebenfalls den Vorsprung auf McLaren-Mercedes ausgebaut, nämlich auf 18 Zähler. Ferrari liegt mit 20 Punkten Rückstand noch in Schlagdistanz, Toyota auf Rang vier eher nicht mehr.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 40 - Barrichello 29 - J.P. Montoya 16 - R. Schumacher 22 - K.Räikkönen 45 -
F.Alonso 69 - G.Fisichella 20 - D.Coulthard 17 - Trulli 31

Sieger Rennen 10

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Großer Preis von Großbritannien in Silverstone 10. Juli 2005

Montoya gewinnt in Silverstone knapp vor Alonso

In Silverstone bekamen 100.000 begeisterte Motorsportfans bei wunderschönem Wetter mit knapp 30 Grad Lufttemperatur eine makellose Formel-1-Show geboten, die zwar nicht unbedingt vom Hocker gerissen hat. Der Sieg beim elften Grand Prix der Saison 2005 ging an McLaren-Mercedes-Pilot Juan-Pablo Montoya.

Raketenstart von Montoya war schon die Vorentscheidung
Am Ende der Einführungsrunde blieb Takuma Satos BAR plötzlich stehen. Der Start wurde trotzdem planmäßig durchgeführt, in der Hoffnung, das gestrandete Fahrzeug noch rechtzeitig von der Strecke zu bekommen. Mit einem großartigen Start schoss Montoya an Jenson Button vorbei nach vorne und griff Alonso an. Noch vor der Maggots-Kurve war er am Renault des WM-Leaders vorbei. Auch sein Teamkollege Räikkönen hatte einen guten Start und kämpfte sich binnen weniger Kurven von Rang 12 auf den achten Platz.

Die Marshalls hatten es unterdessen nicht geschafft, den BAR von Sato aus dem Weg zu räumen, so dass man sich dafür entschied, das Safety Car auf die Strecke zu schicken. Eine Runde lang fuhr das Feld aufgereiht dahinter her, bevor es in Runde 3 mit Volldampf weiter ging. Montoya an der Spitze gab den Ton an, aber der Vorsprung auf Alonso pegelte sich bei etwa 1,5 Sekunden ein. Dahinter lag Button vor Barrichello und Fisichella auf Platz drei. Der sechstplazierte Jarno Trulli hielt die hinter ihm Fahrenden, angeführt von Michael Schumacher und Räikkönen auf, aber am Toyota des Italieners war kein Vorbeikommen.

Bis zur ersten Phase der Boxenstopps blieben die Positionen im Vorderfeld relativ statisch. Montoya tankte vor Alonso und für einen Moment lang sah es so aus, als könne Alonso sich durch einen kürzeren Stopp die Führung zurückerobern. Als er wieder zurück auf die Strecke kam, wurde es ganz knapp zwischen ihm und Montoya, aber der McLaren-Pilot behielt die Nase vorn. Vorgespült wurde dagegen Räikkönen, der deutlich später tankte als die Konkurrenz und vor seinem Stopp bis auf Platz zwei hinter seinem Teamkollegen vorgefahren war. Der Boxenstopp warf ihn auf Platz sechs zurück, aber damit war er bereits an Schumacher vorbei.

Zu Halbzeit des Rennens führte Montoya vor den beiden Renault von Alonso und Fisichella. Button war auf Platz 4 zurückgefallen. Räikkönen holte in den Folgerunden immer weiter auf und war ganz knapp hinter Button, als dieser zu seinem zweiten Stopp an die Box kam und somit den Weg für den WM-Zweiten freimachte.

Montoya, der mittlerweile ein Polster von etwa 6 Sekunden auf Alonso hatte, kam abermals zuerst an die Box. Theoretisch hätte Alonso freie Fahrt gehabt und hätte unter Umständen wichtigen Boden gutmachen können, aber der Renault-Pilot steckte im Verkehr fest. Ausgerechnet Ex-Teamkollege Jarno Trulli, an dessen Überrundung Alonso fast eine Runde lang arbeiten musste, war am Ende das Zünglein an der Wage: Als Alonso schließlich zum Nachtanken fuhr, konnte Montoya wieder an ihm vorbeigehen.

Probleme gab es auch bei Fisichella. Bei seinem zweiten Stopp würgte der Italiener seinen Motor ab und verlor damit den dritten Platz an Kimi Räikkönen, der in allerletzter Sekunde noch eine neue schnellste Runde fuhr.

Zum ersten Mal seit seinem Wechsel zu Mercedes stand Juan Pablo Montoya ganz oben auf dem Podium. Fernando Alonso konnte trotz des zweiten Platzes zufrieden sein, denn immerhin hatte er im WM-Klassement zwei Punkte auf seinen direkten Konkurrenten Räikkönen gutgemacht. Lokalmatador Jenson Button überquert die Ziellinie als Fünfter hinter Fisichella im zweiten Renault. Michael Schumacher holt sich als Sechster drei Punkte, und auch sein Bruder ist auf Platz 8 noch in den Punkterängen. Rubens Barrichello, der im Gegensatz zu seinen Konkurrenten auf einer Dreistoppstrategie unterwegs war, holte sich den siebten Platz.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 43 - Barrichello 31 - J.P. Montoya 26 - R. Schumacher 23 - K.Räikkönen 51 -
F.Alonso 77 - G.Fisichella 25 - D.Coulthard 17 - Trulli 31

Sieger Rennen 11

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Großer Preis von Deutschland in Hockenheim 24. Juli 2005

Räikkönen im Pech - Alonso triumphiert

Vor mehr als 100.000 begeisterten Zuschauern in Hockenheim fand heute ein nicht allzu spannender Grand Prix von Deutschland statt, der in der Weltmeisterschaft wohl zumindest eine Vorentscheidung brachte: Der Spanier Fernando Alonso feierte seinen sechsten Saisonsieg und liegt damit in der Fahrer-WM fast uneinholbar in Führung.

Wenige Minuten vor dem Start tröpfelte kurz etwas Regen vom bewölkten Himmel, das Rennen über blieb es aber völlig trocken. Dennoch verlief die erste Runde turbulent: Polesetter Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes konnte seinen ersten Platz zwar problemlos verteidigen, aber gleich in der ersten Kurve mussten einige Autos in die asphaltierte Auslaufzone ausweichen. Davon profitierten unter anderem Alonso und Michael Schumacher, die als Zweiter beziehungsweise Dritter aus der ersten Runde zurückkamen.

Viel Wirbel gleich in der ersten Runde
Räikkönen hatte den Grand Prix von Deutschland von Anfang an dominiert - am Start konnte er sich vorne behaupten, während sich dahinter Alonso an Button vorbei auf Platz 2 schob. Button verlor mit einem eher mittelmäßigen Start an Boden und musste nicht nur Alonso, sondern auch Schumacher ziehen lassen.

Weiter hinten kam es zu einigen kleinen Rangeleien, in die unter anderem Sato, Webber, Trulli, Villeneuve und Fisichella involviert waren, und in deren Folge Sato und Webber in die Box mussten, um ihre Autos reparieren zu lassen.

Montoya von 20 auf zwei in nur 67 Runden
Juan Pablo Montoya, der nach einem Motorwechsel ganz ans Ende der Startaufstellung zurückgestuft worden war, kämpfte sich unterdessen durchs Feld und war Ende der dritten Rennrunde schon Neunter. Danach stagnierte die Aufholjagd allerdings und er blieb bis zu den Boxenstopps nach dem ersten Renndrittel hinter Fisichella hängen.

Unbeeindruckt vom Chaos im Hinterfeld zog Kimi Räikkönen vorne seine Runden und sah lange wie der sichere Sieger aus. Der Finne war einer der letzten Fahrer, der bei der ersten Phase der Boxenstopps zum Nachtanken kam und seinen Vorsprung auf die Verfolgergruppe immer weiter ausbauen konnte.

Hydraulikschaden beendete Räikkönens Rennen
Die Entscheidung um den Sieg fiel jedoch in der 35. Runde, als Räikkönen plötzlich langsamer wurde. Der Finne rollte mit Hydraulikschaden aus und hat damit wohl alle realistischen WM-Chancen verloren. Alonso erbte die Führung mit 30 Sekunden Vorsprung auf seine nächsten Verfolger und fuhr den Sieg in der Folge ungefährdet nach Hause. Nur hinter dem Renault-Piloten wurde es um die beiden Podiumspositionen noch einmal spannend.

Vor dem letzten Boxenstopp bildete sich ein Paket mit Michael Schumacher, Button und Montoya auf den Plätzen zwei bis vier. In Runde 45 startete Button einen erfolgreichen Überaschungsangriff auf Schumacher und übernahm den 2. Platz. Kurz danach kamen beide an die Box, wodurch der Weg für Montoya frei war. Dieser nutzte die Gunst der Stunde für einige schnelle Runden. Als er schließlich in Runde 56, nur 11 Runden vor Rennende, zu einem schnellen letzten Stopp an die Box kam, hatten Button und Schumacher keine Chance: Montoya behielt auch nach seinem Tankstopp seinen zweiten Platz.

Alonso war jedoch nicht zu stoppen. Mehr als 20 Sekunden trennten ihn von seinen Verfolgern, als er die Ziellinie überquerte. Für den Renault-Piloten war es sein sechste Sieg der Saison - 87 Zähler hat er nun auf seinem WM-Konto, 36 mehr als Räikkönen, der noch immer sein direkter Verfolger im WM-Kampf ist. Die Chancen auf einen Titelgewinn des McLaren-Piloten schrumpfen jedoch durch die Nullrunde auf dem Hockenheimring.

Hinter Alonso und Montoya wurde Button Dritter in Hockenheim. Giancarlo Fisichella überholte Michael Schumacher zwei Runden vor Schluss und holte sich Platz 4. Ralf Schumacher beendete das Rennen als Sechster ganz knapp hinter seinem Bruder. David Coulthard und Felipe Massa komplettierten die Punkteränge.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 47 - Barrichello 31 - J.P. Montoya 34 - R. Schumacher 26 - K.Räikkönen 51 -
F.Alonso 87 - G.Fisichella 30 - D.Coulthard 19 - Trulli 31

Sieger Rennen 12

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Großer Preis von Ungarn in Budapest 31. Juli 2005

Räikkönen gewinnt vor Michael Schumacher

Sieg für Kimi Räikkönen und ein kleines Fünkchen Hoffnung für Weltmeister Michael Schumacher: Der "Iceman" feierte im Glutofen Budapest im McLaren-Mercedes seinen vierten Saisonsieg und verwies den überraschend schnellen Ferrari-Star Schumacher auf den zweiten Rang.

Grund zur Freude hatte auch Ralf Schumacher, der nach zahlreichen Rückschlägen in seinem Toyota beim Großen Preis von Ungarn als Dritter neben seinem Bruder den Sprung auf´s Podest schaffte.

Der Start des Rennens war spektakulär: Alonso fuhr in der ersten Haarnadelkurve auf das Heck Ralf Schumachers auf und beschädigte sich den Frontflügel, Christian Klien berührte im Red Bull den Sauber von Jacques Villeneuve und überschlug sich sogar - blieb aber unverletzt. Kurz später beschädigte fiel auch der zweite Red Bull aus: David Coulthard beschädigte sich seine Aufhängung durch den abgefallenen Frontflügel von Alonso und musste sein Auto abstellen.

Michael Schumacher blieb derweil an der Spitze und verteidigte seinen im Qualifying gewonnenen ersten Platz gegen Kimi Räikkönen, den sein Teamkollege Juan Pablo Montoya aufgrund der verschiedenen Boxenstrategien vorbeigelassen hatte. Räikkönen schien klar schneller als der Weltmeister zu sein, konnte aber nicht an dem Ferrari vorbeigehen. Auch nach den ersten Boxenstops blieb der Finne hinten, da er früher als Schumacher an die Box gehen musste.

Juan Pablo Montoya schickte sich derweil an, selber ein Wörtchen um den Sieg mitzusprechen, denn der Kolumbianer ging durch seine Zwei-Stop-Strategie erst einmal in Führung. Nachdem Räikkönen aber nach dem zweiten Boxenstop an Schumacher vorbeiging und mit beeindruckenden Rundenzeiten teilweise 2,7 Sekunden schneller als der Deutsche fuhr, sah es so aus, als könnte er seinen Teamkollegen sogar noch einholen. Dieser fiel dann aber mit einem Defekt an der Antriebswelle aus und bot Räikkönen somit freie Bahn.

Auch andere Positionen wurden eher durch die Strategie als durch Überholmanöver entschieden. Für Toyota zahlte sich die Drei-Stop-Strategie ebenso für die Spitze aus - die Japaner dürften mit den Positionen drei und vier für Ralf Schumacher und Jarno Trulli zufrieden sein. Dahinter folgt Jenson Button im ersten BAR vor den beiden Williams-Piloten Heidfeld und Webber, die endlich wieder punkten konnten. Mit einem achten Platz konnte auch Takuma Sato endlich den ersten Zähler in dieser Saison holen.

Erschöpft, aber überglücklich nahm Räikkönen den Siegerpokal in Empfang. "Wir hatten die richtige Strategie, das Team hat eine tolle Arbeit geleistet", lobte der Finne, der zum Stehaufmännchen der WM wird und sich auch von einer schier unglaublichen Pechsträhne nie entmutigen lässt.

"Das war ein ganz tolles Wochenende für uns und die richtige Motivation für alle im Team - vor allem, wenn man bedenkt, von wo wir gekommen sind", erklärte Michael Schumacher. Zu Beginn sei er nicht viel langsamer als Räikkönen gewesen. Doch mit zunehmender Renndauer hätten die Reifen wieder abgebaut, sagte der Weltmeister: "Deshalb hatte ich zum Schluss auch keine Chance mehr, da war Kimi einfach zu schnell." Das sah Bruder Ralf genauso, der nur noch staunte: "Die Silberpfeile fahren wie von einem anderen Stern." Mercedes-Sportchef Norbert Haug blieb auch in der Stunde des Triumphes bescheiden: "Der Trend stimmt, wir müssen nur noch zuverlässiger werden."

Alonso führt die WM-Wertung zwar weiter mit 87 Punkten an, doch Verfolger Räikkönen liegt nun nur noch 26 Zähler hinter dem Spanier zurück. Auf Platz drei darf sich Schumacher, der in Budapest die 64. Pole Position seiner Karriere eroberte und nur noch eine Bestzeit weniger als der legendäre Brasilianer Ayrton Senna hat, mit 55 Punkten zumindest rechnerisch noch Hoffnungen auf seine achte Fahrer-Krone machen. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld kam im BMW-Williams als Sechster ins Ziel.




WM-Punktestand:
M. Schumacher 55 - Barrichello 31 - J.P. Montoya 34 - R. Schumacher 32 - K.Räikkönen 61 -
F.Alonso 87 - G.Fisichella 30 - D.Coulthard 19 - Trulli 36

Sieger Rennen 13

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Großer Preis der Türkei in Istanbul 21. August 2005

Räikkönen gewinnt ersten Türkei-Grand-Prix!

Schon vor dem Start ging es hoch her, denn zu Mittag stand aufgrund der vielen Strafversetzungen und Motorwechsel an den Trainingstagen noch immer keine offizielle Startaufstellung fest. Einer derjenigen, die von hinten losfahren mussten, war Takuma Sato, der nach der Aufwärmrunde direkt seine Box ansteuerte, seinen BAR-Honda voll auftanken ließ und auf diese Weise beinahe noch in die Punkteränge gefahren wäre.

Fisichella nur kurz in Führung - Räikkönen mit tollem Manöver
Am eigentlichen Start übernahm zunächst Giancarlo Fisichella die Führung, zwischenzeitlich sogar vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso, doch aus der ersten Runde kam Räikkönen nach einem sehenswerten Manöver am Ende der Gegengeraden bereits als Führender wieder zurück. Weiter hinten krachte es dafür umso mehr: Felipe Massa (Sauber-Petronas) wurde von Nick Heidfeld (BMW WilliamsF1 Team) innen auf die Wiese gedrängt und fuhr sich dabei die Nase ab. Ralf Schumacher (Toyota) musste dieser Situation ausweichen und fiel ans Ende des Feldes zurück.

Hinter Räikkönen, Fisichella und Alonso reihten sich zunächst Juan-Pablo Montoya (McLaren-Mercedes), Jarno Trulli (Toyota), Heidfeld, Christian Klien, David Coulthard (beide Red-Bull-Cosworth) und Rubens Barrichello (Ferrari) ein. Michael Schumacher (Ferrari) kam gut weg und schien früh an elfter Stelle auf, doch von dort weg konnte er sich nicht mehr weiter steigern.

Räikkönen setzte sich ab
In der Folge setzten sich Räikkönen, der wesentlich mehr Benzin an Bord hatte, und Alonso von ihren Verfolgern ab, doch die ersten Highlights des Rennens setzte Jenson Button (BAR-Honda), der nach seinem verpatzten Qualifying gestern einiges gutzumachen hatte und wie ein heißes Messer durch die Butter durch das Feld pflügte.

In der sechsten Runde kam dann Heidfeld als Erster an die Box, weil er den rechten Hinterreifen wechseln lassen musste. Dies war jedoch nur der Anfang vom Ende: Beim Deutschen ging in der Folge noch ein weiterer Reifen kaputt - ein Schicksal, das sein Teamkollege Mark Webber gleich zweimal erlitt. Das BMW WilliamsF1 Team musste darauf aus Sicherheitsgründen reagieren und nahm beide Autos aus dem Rennen.

Michael Schumachers Chancen bei der Formel-1-Premiere am Bosporus waren ebenfalls relativ rasch dahin, denn schon nach zwölf Runden wurde der Ferrari-Pilot mit mehr als einer halben Minute Rückstand nur noch als Zwölfter geführt. Nach einer Kollision mit Webber musste er erstmals die Box ansteuern, ehe er wieder zurück auf die Strecke ging, um dann doch wieder hereinzukommen. Zum Schluss ging er noch einmal hinaus, um sich für das nächste Qualifying eine bessere Ausgangsposition zu sichern.

Alonso musste als Erster zum Tanken an die Box kommen
Von den Toppiloten war dann Alonso der Erste an der Box, doch genau wie bei Fisichella stellte das Renault-Team die Strategie von ursprünglich drei auf zwei Stopps um. Bei Fisichella gab es freilich wieder einmal Probleme mit dem Tankrüssel, die einige Sekunden kosteten, während Montoya bei seinem ersten Stopp sogar den Tankwart rammte, weil er zu früh die Freigabe zum Losfahren bekam. Allerdings spielten diese beiden Zwischenfälle für den weiteren Verlauf kaum eine Rolle.


McLaren-Mercedes durfte lange auf einen Doppelsieg hoffen
In der zweiten Rennhälfte spielte sich das Rennen eher auf einer strategischen Ebene ab, wenige Runden vor Schluss schienen die Positionen eins und zwei fest an Räikkönen und Montoya vergeben. In Runde 56 wurde dann Montoya beim Überrunden von hinten von Tiago Monteiro (Jordan-Toyota) angeschubst, was den ohnehin schon angeschlagenen Reifen des Kolumbianers nicht besonders gut bekam. Vor der vorletzten Runde hatte er daher plötzlich wieder Alonso großformatig im Rückspiegel.

Letzterer hätte wohl keine ernsthafte Attacke mehr lanciert, sondern hatte sich schon mit dem dritten Platz zufrieden geben, doch der McLaren-Mercedes vor ihm kam noch einmal - diesmal aus eigenem Verschulden - von der Strecke ab, wodurch der Spanier zwei wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaft erbte. Montoya muss man freilich in Schutz nehmen, denn ohne die Kollision mit Monteiro wäre es nie so weit gekommen.

So setzte sich am Ende Räikkönen überlegen vor Alonso und Montoya durch, Vierter wurde nach einem nicht allzu berauschenden Nachmittag Fisichella, gefolgt von Button, Trulli, der eine fehlerfreie Performance ablieferte, sowie den beiden Red-Bull-Cosworth-Piloten. Coulthard wurde deshalb Siebenter, weil er beim ersten Stopp an Klien vorbeikam - und den von hinten heranstürmenden Sato konnte das schottisch-österreichische Duo in der Schlussphase souverän abwehren.

In der Fahrer-WM führt nach dem heutigen Tag Alonso mit 95 Punkten vor Räikkönen mit 71. Montoya hat nun 40 Zähler und ist damit auf den vierten Gesamtrang vorgestoßen. Spannend wird es bestimmt noch bei den Konstrukteuren, denn der Vorsprung von Renault ist in der Türkei auf neun WM-Zähler zusammengeschrumpft. Ferrari liegt abgeschlagen auf Platz drei vor Toyota und dem heute schwer geschlagenen BMW WilliamsF1 Team.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 55 - Barrichello 31 - J.P. Montoya 40 - R. Schumacher 32 - K.Räikkönen 71 -
F.Alonso 95 - G.Fisichella 35 - Trulli 39

Sieger Rennen 14

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Großer Preis von Italien in Monza 04. September 2005

Montoya gewinnt Thriller in Monza - Räikkönen im Pech

Der Start des Rennens verlief relativ unspektakulär. Während Kimi Räikkönen offensichtlich vorsichtig ins Rennen ging und kein großes Risiko eingehen wollte - der Finne wurde gleich von dem hinter ihm startenden Jacques Villeneuve kassiert -, änderte sich an der Spitze nichts: Montoya ging gleich in Führung und gab den ersten Platz durch das gesamte Rennen hindurch nicht mehr ab.

Räikkönen tat sich seinerseits zunächst schwer, mit seinem schweren Auto durchs Feld zu kommen. Nach seinem ersten Boxenstop war aber klar, wie gut die schnellste Runde des Finnens im Qualifying, die ihm wegen eines Motorwechsels und der damit verbundenen Strafe allerdings nicht die Pole bescherte, war: Räikkönen hatte mit Abstand das schnellste Auto und hatte durch eine Ein-Stop-Strategie realistische Chancen auf den Sieg. Plötzlich beschädigte aber ein abfliegendes Teil des Autos den Hinterreifen des Finnens und nahm dem McLaren-Piloten die Siegchancen - und wahrscheinlich auch die letzten Chancen auf den WM-Titel.

Ansonsten war das Rennen relativ ereignislos - alle zwanzig Autos kamen ins Ziel, bis auf eine kleine Kollision zwischen Narain Karthikeyan und Christijan Albers gab es keine Vorfälle zwischen zwei Fahrern. Lediglich Rubens Barrichello legte einen nicht eingeplanten Boxenstop ein, weil er ebenso wie Räikkönen einen Reifen wechselte - obwohl von außen kein Schaden sichtbar war. Der Brasilianer konnte somit ebenso wie sein Teamkollege Michael Schumacher nicht einmal einen Punkt holen.

Sehr positiv verlief das Rennen hingegen für Antonio Pizzonia, der bei dem Grand Prix Nick Heidfeld ersetzte, der sich wiederum nach seinem Testunfall in Monza über Kopfschmerzen beklagt hatte. Der Brasilianer holte mit einem siebten Platz zwei WM-Punkte. Angesichts der Tatsache, dass der Williams-Testfahrer seit drei Monaten kein Formel-1-Auto mehr gefahren hatte, war diese Leistung schon beachtlich.

Ralf Schumacher konnte mit einem sechsten Platz ebenso punkten wie sein Teamkollege Jarno Trulli (Platz fünf), für BAR verlief das Rennen nach einer sehr guten Qualifikation weniger erfreulich: Jenson Button, der lange auf Platz drei gewertet wurde, holte mit einem achten Platz gerade einmal einen Punkt, Takuma Sato konnte nach einem Problem mit der Tankanlage nicht einmal über Platz 16 hinauskommen.

Räikkönen bekommt das Pech nicht von den Fersen
Dass diese Taktik wegen des hohen Gewichts auch gewisse Risiken mit sich bringt, musste Räikkönen - heute der einzige Einstopper - drei Runden nach seinem Boxenstopp erfahren, als sich sein linker Hinterreifen plötzlich aufzulösen drohte, weshalb er noch einmal an die Box kommen und einen neuen Michelin-Pneu abholen musste. Damit waren seine Chancen auf das Podium nur noch gering - und als er sich auf der Jagd nach Fisichella in der zweiten Schikane drehte, musste er sich mit Platz vier zufrieden geben.

Dennoch war der McLaren-Mercedes-Pilot klar der Mann des Rennens: Trotz aussichtsloser Position knallte er in der Schlussphase mit viel Wut im Bauch eine schnellste Runde nach der anderen in den Asphalt, steckte vor der Parabolica in einem unglaublichen Manöver Trulli - quasi im Vorbeigehen - in die Tasche und wurde am Ende mit nur 4,8 Sekunden Rückstand auf Fisichella Vierter. Dennoch verlor er in der WM-Rechnung drei vorentscheidende Zähler auf Alonso.

Auch bei Montoya löste sich ein Hinterreifen auf
Während in der Schlussphase eigentlich schon alles entschieden schien, kam dann doch noch einmal jede Menge Spannung auf, als auch bei Montoya auf einmal der linke Hinterreifen Auflösungserscheinungen zeigte. Der Kolumbianer ging aber voll auf Risiko, verzichtete auf einen Sicherheitsstopp und rettete schlussendlich 2,4 Sekunden Vorsprung auf Alonso, der seinen Motor schon für Spa schonte und nichts mehr riskierte, ins Ziel.

Dritter wurde nach solider Vorstellung Fisichella vor Räikkönen, gefolgt von Trulli, dem unauffällig, aber effektiv fahrenden Ralf Schumacher, Pizzonia, dem für sein starkes Gastspiel Respekt gebührt, und Button in den Punkten. Michael Schumacher verlor zum Schluss auch noch den möglichen neunten Platz an Felipe Massa (Sauber-Petronas), gewann aber immerhin das Ferrari-Duell gegen Barrichello - allerdings nur, weil der Brasilianer ebenfalls zur Sicherheit einen Reifen austauschen lassen musste.

Kein einziger Ausfall trotz 70 Prozent Volllastanteil
Bemerkenswert ist auch, dass ausgerechnet auf der motorenmordenden Strecke von Monza erstmals in dieser Saison alle 20 Fahrer die Zielflagge sahen, wodurch Mittelfeldfahrer wie Christian Klien (Red-Bull-Cosworth) gegenüber ihrer Startposition keinen Boden gutmachen konnten. Sato wurde nach seiner beeindruckenden Anfangsphase nach Problemen mit der Tankanlage gar nur 16. - und ließ damit lediglich die Jordan-Toyotas und Minardi-Cosworths hinter sich.

Für die Fahrer-WM bedeutet das heutige Resultat, dass nun wohl endgültig eine Entscheidung gefallen ist, denn bei nur noch vier zu fahrenden Rennen hat Alonso bereits 27 Punkte Vorsprung auf Räikkönen. Sieger Montoya fehlen indes nur noch fünf Zähler auf Michael Schumacher, kann damit ebenfalls noch den Sprung auf das Podium schaffen. Bei den Konstrukteuren holten die "Silberpfeile" immerhin einen Punkt auf Renault auf - es fehlen aber noch deren acht...


WM-Punktestand:
M. Schumacher 55 - Barrichello 31 - J.P. Montoya 50 - R. Schumacher 35 - K.Räikkönen 76 -
F.Alonso 103 - G.Fisichella 41 - Trulli 43

Sieger Rennen 16

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Großer Preis von Belgien in Spa Francochamps 11. September 2005

Räikkönen gewinnt Regenrennen in Belgien vor Alonso
Auf feuchter Bahn zog Montoya nach dem Start dem Feld davon. Jarno Trulli setzte sich dahinter neben den von Platz zwei gestarteten Räikkönen, der seine Position in Kurve eins aber behaupten konnte. Anschließend jagten die 20 Boliden durch die Eau-Rouge und über die anschließende Gerade, wobei einiges an Gischt aufgewirbelt wurde.

Die Reihenfolge blieb weiterhin die gleiche, die Rundenzeiten fielen auf einer langsam abtrocknenden Strecke jedoch zusehends. In Runde zehn eine Schrecksekunde für Giancarlo Fisichella: Der Italiener verlor in der Eau Rouge die Kontrolle über seinen Renault und schlug heftig in die Reifenstapel ein. Glücklicherweise blieb der Römer unverletzt und konnte ohne Hilfe aussteigen. Das Safety Car musste auf die Strecke gehen, damit das Renault-Wrack geborgen und die Strecke von Trümmerteilen befreit werden konnte.

In der Safety-Car-Phase steuerten zahlreiche Piloten die Boxengasse an. Der Führende Montoya fuhr als Erster zum Service, während Teamgefährte Räikkönen auf Platz zwei ebenfalls hineinfuhr und die Autos hinter sich durch langsames Fahren aufhielt.

Am Ende von Runde dreizehn ging das Safety-Car wieder hinein und das Rennen wurde mit Montoya in Führung vor Villeneuve, Ralf Schumacher, Räikkönen und Alonso wieder aufgenommen. Villeneuve verbremste sich in der ersten Kurve, der La-Source-Haarnadel - Ralf Schumacher und Räikkönen kamen somit an ihm vorbei. Weiter hinten rauschte Takuma Sato in besagter Kurve Weltmeister Michael Schumacher ins Heck. Die Aufhängung des Ferrari brach dabei, beide Piloten mussten den Grand Prix vorzeitig beenden.

Während dessen holte Ralf Schumacher an zweiter Stelle liegend mit großen Schritten auf den Führenden Juan Pablo Montoya auf - der Rückstand betrug in Runde 19 nur eine halbe Sekunde. In Runde 23 musste Ralf jedoch zum Service und wechselte riskant auf Trockenreifen. Die Rechnung ging nicht auf: Die Strecke war noch zu feucht, der Deutsche drehte sich und kam eine Runde später ein weiteres Mal an die Box um wieder zurück auf Intermediates zu wechseln.

An der Spitze nagte Kimi Räikkönen an der Führung seines Teamkollegen Montoya; in Runde 30 betrug sein Rückstand nur noch 1,4 Sekunden. Alonso lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei, gefolgt von Barrichello, Webber, Massa, Button und Monteiro. Villeneuve rutschte nach einem Boxenstopp zwischenzeitlich aus den Punkterängen hinaus.

Elf Runden vor Schluss lagen die "Silberpfeile" weiterhin dicht beieinander, Montoya kam am Ende des Umlaufs jedoch an die Box, sodass Räikkönen die Führung übernahm und ein unglaubliches Tempo ging. Nach dem anschließenden Boxenstopp des Finnen fuhr er dank seiner schnellen Runden wieder vor Montoya zurück auf die Strecke. Somit umging McLaren-Mercedes zugunsten der Fahrerweltmeisterschaft einer offensichtlichen, verbotenen Teamorder. Gerade als es nach einem dominanten Doppelsieg von McLaren aussah, wurde Montoya beim Überrunden von hinten von Pizzonia abgeschossen - beide mussten als Resultat aufgeben.

Kimi Räikkönen konnte sich vorne hingegen auf fast trockener Strecke aus allen Schwierigkeiten heraushalten und gewann mit fast einer halben Minute Vorsprung souverän vor Fernando Alonso. Button kämpfte sich durch das Feld nach vorne auf Rang drei, Mark Webber war kurz vor Schluss auf Trockenreifen gewechselt, was ihn auf Platz vier nach vorne brachte.

Rubens Barrichello wurde im verbliebenen Ferrari Fünfter, gefolgt von Sauber-Pilot Jacques Villeneuve, der wohl das stärkste Rennen der Saison fuhr. Ralf Schumacher konnte nach seinem zusätzlichen Wechsel von Trocken- zurück auf Intermediate-Reifen mit Platz sieben Schadenbegrenzung betreiben. Sehr freuen dürfte sich Tiago Monteiro: Er kam bisher in dieser Saison nicht nur bei allen Rennen ins Ziel, sondern holte mit Platz acht einen weiteren WM-Punkt.

WM-Punktestand:
M. Schumacher 55 - Barrichello 35 - J.P. Montoya 50 - R. Schumacher 37 - K.Räikkönen 86 -
F.Alonso 111 - G.Fisichella 41 - Trulli 43

Sieger Rennen 16

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Großer Preis von Brasilien in Sao Paulo 25. September 2005

Montoya siegt - Alonso ist Weltmeister

Nach dem Grand Prix von Brasilien steht es fest: Fernando Alonso ist der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten. Trotz eines Doppelsieges von McLaren mit Juan Pablo Montoya und Kimi Räikkönen konnte sich Alonso mit einem dritten Platz vorzeitig den Titel sichern. Vierter wurde Michael Schumacher.

Trotz des geschichtsträchtigen Ergebnisses war das Rennen in Interlagos eher langweilig. Beim Start gab es lediglich im hinteren Teil des Feldes einen Unfall zwischen Heidfeld-Ersatz Antonio Pizzonia und David Coulthard, für welche das Rennen somit zu Ende war. Schon wenige Runden nach dem Start konnte Juan Pablo Montoya am Polesetter Fernando Alonso nach einer kurzen Safety-Car-Phase vorbeigehen, dann setzte sich auch Kimi Räikkönen gegen den Spanier durch. Von Anfang an war aber klar, dass nur ein Ausfall Alonsos die Titelchancen des Spaniers wirklich gefährden könnten.

Auch der für den Nachmittag erwartete Regen blieb aus - der Himmel blieb zwar durchgehend bedeckt und die Strecke zu Beginn des Rennens etwas feucht, nass wurde es aber nie.

Michael Schumacher lieferte sich durch das Rennen hindurch einen Kampf mit Alonsos Teamkollegen Giancarlo Fisichella, den der Kerpener letztendlich für sich entscheiden konnte und Vierter wurde. Der zweite Ferrari-Pilot Rubens Barrichello musste wiederum mit seinem zukünftigen Teamkollegen Jenson Button kämpfen, den er aber ebenfalls gewann - der Brasilianer wurde Sechster, Button Siebter. Ralf Schumacher holte bei einem schwierigen Wochenende für Toyota immerhin noch einen Punkt, der Christian Klien auf Platz neun verwehrt blieb.

Hinter dem Österreicher kam Takuma Sato ins Ziel, der als einziger Pilot eine 1-Stop-Strategie wagte. Felipe Massa konnte bei seinem Heim-Grand-Prix nicht glänzen und wurde trotz eines achten Startplatzes Elfter. Teamkollege Jacques Villeneuve konnte ebenfalls von seiner besseren Strategie mit einem sehr späten ersten Stop nicht profitieren, weil er wegen einer unerlaubten Reparatur am Auto aus der Boxengasse starten musste - und auf Platz zwölf landete.

Fernando Alonsos und Renaults Tag wurde allerdings durch den Doppelsieg von McLaren etwas getrübt - durch die 18 Punkte für das Team zogen die Briten in der Konstrukteursmeisterschaft jetzt knapp an den Franzosen vorbei.


WM-Punktestand:
M. Schumacher 60 - Barrichello 38 - J.P. Montoya 60 - R. Schumacher 38 - K.Räikkönen 94 -
F.Alonso 117 - G.Fisichella 45 - Trulli 43

Sieger Rennen 17

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Großer Preis von Japan in Suzuka, 09. Oktober 2005

Kimi Räikkönen gewinnt von Platz 17 in Suzuka

Mit einer großartigen Aufholjagd sicherte sich Kimi Räikkönen den Sieg im vorletzten Saisonrennen. Eine Runde vor Schluss überholte der von Platz 17 gestartete McLaren-Pilot den bis dato in Führung liegenden Giancarlo Fisichella. Fernando Alonso holte für sich den dritten Platz und für Renault einen 2-Punkte-Vorsprung in der Konstrukteurswertung.

Schon beim Start zeichnete sich ab, dass der Große Preis von Japan ein spannendes Rennen werden sollte. Als die Fahrer nach der Einführungsrunde ihre Startpositionen einnahmen, kam es an Jenson Buttons BAR Honda zu heftiger Rauchentwicklung. Ein ernstes Problem schien es zwar nicht zu geben, aber trotzdem war der Start des Briten eher mittelprächtig. Ralf Schumacher konnte seine Pole Position zunächst ungefährdet in eine Führung umwandeln, Button fiel hinter Fisichella auf Platz drei zurück. Mit einem fulminanten Start zog David Coulthard auf Position vier vor. Weniger glücklich waren Takuma Sato und Rubens Barrichello, die in der ersten Kurve von der Strecke abkamen und übers Gras mussten.

Montoya warf wieder wertvolle Punkte für das Team weg
Sowohl Fernando Alonso als auch die McLaren hatten einen guten Start und machten Plätze gut, aber für Juan Pablo Montoya war das Rennen schnell vorbei. Der Silberpfeil-Pilot wurde von Jacques Villeneuve abgedrängt und krachte in die Reifenstapel der Streckenbegrenzung. Der McLaren stand schwer beschädigt am Streckenrand und die Rennleitung entschied sich, das Safety Car auf die Strecke zu schicken.

Bis zur achten Rennrunde fuhren die Piloten aufgereiht hinter dem Safety Car her. Der fliegende Start brachte vorne keine Veränderungen: Ralf Schumacher konnte Abstand zwischen sich und Fisichella halten, dahinter war Button Dritter vor Coulthard und Webber. Michael Schumacher ging an Christian Klien vorbei auf Platz 6, Alonso war inzwischen immerhin Achter.

Der Weltmeister überholte Klien einige Runden später, aber nachdem er eine Schikane ausgelassen hatte, ließ er den Österreicher im Red Bull wieder vorbei - nur um ihn in Runde 12 ein weiteres Mal zu überholen.

Ralf Schumachers Feuerwerk brannte nur 13 Runden lang
Ralf Schumacher ging in der 13. Runde zu einem frühen ersten Tankstopp und kam als Neunter zurück auf die Strecke. Fisichella übernahm die Führung.

Im Mittelfeld ging der Kampf inzwischen weiter. Nachdem Alonso mehrere Runden hinter Michael Schumacher hergefahren war, zwängte sich der frischgebackene Champion in der schnellen 130R Kurve außen an seinem Vorgänger vorbei. Lange hatte Alonso daran jedoch keine Freude: sein Tankstopp stand bereits in der nächsten Runde an.

Auch Michael Schumacher und Kimi Räikkönen kamen kurz darauf, in der 26. Runde, in die Box und lagen danach auf den Positionen 5 und 6, direkt vor Coulthard und Alonso. Nachdem Räikkönen an Michael Schumacher vorbei gegangen war, konnte der McLaren-Pilot sofort einen größeren Abstand zwischen sich und den entthronten Weltmeister legen. Auch Alonso überholte Schumacher bald wieder.

Räikkönen in der Schlussphase wie von einem anderen Stern
Räikkönen war nach Fisichellas zweiten Stopp in Führung, musste aber seinerseits noch einmal zum Nachtanken kommen. Acht Runden vor Schluss - kurz nachdem Pole Mann Ralf Schumacher zum dritten Mal an der Box war - holte sich Räikkönen seine zweite und letzte Benzinladung. Es war ein kurzer Splash-und-Dash Stopp, nach dem der Finne hinter Fisichella auf Position zwei lag. In den letzten Runden vorkürzte Räikkönen den Rückstand immer weiter, bis er eine Runde vor Schluss am Ende der Start-und-Ziel schließlich außen am Renault vorbei zog.

Dahinter überholte Alonso Mark Webber und sicherte sich damit Platz 3 und das Doppel-Podium für Renault. Damit übernahm Renault die Führung in der Konstrukteurswertung. Zwei Punkte Vorsprung haben die Franzosen damit vor McLaren - die endgültige Entscheidung ist auf das Saisonfinale in China vertagt.

Räikkönen feierte indes ausgelassen seinen Sieg. Webber holte sich Platz vier vor Jenson Button. David Coulthard sicherte sich die drei Punkte für Platz 6, und auch die beiden Schumacher-Brüder konnten punkten.


WM-Punktestand:
M. Schumacher 62 - Barrichello 38 - J.P. Montoya 60 - R. Schumacher 39 - K.Räikkönen 104 -
F.Alonso 123 - G.Fisichella 53 - Trulli 43

Sieger Rennen 18

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Großer PreisPreis von China in Schanghai, 16. Oktober 2005

Alonso gewinnt vor Räikkönen - Renault Weltmeister

Fernando Alonso dominierte den Großen Preis von China. Zusammen mit dem vierten Platz von Teamkollege Giancarlo Fisichella sicherte er Renault mit einem klaren Start-Ziel-Sieg den Konstrukteurs-Titel. Platz zwei ging an Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes, Dritter wurde Ralf Schumacher im Toyota. McLarens Chancen auf den Titel wurden durch einen Ausfall von Juan Pablo Montoya zunichte gemacht, der einen losen Randstein überfuhr und seinen "Silberpfeil" dabei beschädigte.

Das Kurioseste am Rennen in Schanghai fand vor dem Start statt: als Michael Schumacher (Ferrari) beim Rollen auf den Grid von Christijan Albers (Minardi-Cosworth) gerammt wurde. Schumacher wechselte beim Anwärmen seiner Reifen unnötigerweise die Spur und schnitt damit dem Niederländer den Weg ab. Wegen der kaputten Radaufhängungen mussten daraufhin beide Betroffenen aus der Boxengasse ins Rennen gehen.

Alonso und Fisichella entschieden den Start für sich
Vor der ersten Kurve kam dann Weltmeister Fernando Alonso (Renault) am besten weg, gefolgt von seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella, Kimi Räikkönen und Juan-Pablo Montoya (beide McLaren-Mercedes). Letzterer schob sich in der ersten Kurve an Jenson Button (BAR-Honda) vorbei. Sechster war zunächst David Coulthard (Red-Bull-Cosworth) vor Rubens Barrichello (Ferrari) und Ralf Schumacher (Toyota).

Gleich in der ersten Runde setzte sich Alonso um 2,1 Sekunden von seinen Verfolgern ab, weil Fisichella dahinter geschickt die "Silberpfeile" abschirmte, ohne je attackiert zu werden. Dass die Renaults heute einen irren Topspeed hatten, war bei dieser Taktik Grundvoraussetzung. Räikkönen und Montoya hatten zwar wesentlich mehr Benzin an Bord, kamen wegen des unvorhersehbaren Rennverlaufs aber nie dazu, diesen Vorteil auszuschöpfen.

Das Feld sortierte sich trotz der guten Überholmöglichkeiten auf dem 'Shanghai International Circuit' rasch ein, spektakuläre Zweikämpfe gab es kaum. Erst in der 18. Runde, als der fliegende Alonso schon mehr als 17 Sekunden Vorsprung hatte, kam wieder Leben in den Grand Prix: Tiago Monteiro (Jordan-Toyota), Christijan Albers (Minardi-Cosworth), Coulthard, Jarno Trulli (Toyota) und Button eröffneten die Boxenstopps - doch dann passierte die entscheidende Wende...

Panne an der Strecke sorgte für eine Safety-Car-Phase
Im dritten Sektor löste sich von den Drainagesteinen am Streckenrand ein Element, welches prompt von Montoya überfahren wurde. Der McLaren-Mercedes-Pilot kam sicherheitshalber an die Box und ließ den Reifen wechseln, als das Safety-Car für die fällige Reparatur des Elements auf die Strecke musste. Natürlich nutzten diese Gelegenheit alle, um ihren ersten Stopp zu absolvieren. Auch Montoya musste eine Runde später noch einmal zum Tanken hereinkommen.

Hinter dem Safety-Car reihte sich Alonso, der seinen Vorsprung dadurch weggeben musste, vor Fisichella, Räikkönen, Barrichello, Ralf Schumacher, Mark Webber (BMW WilliamsF1 Team), Button, Coulthard, Felipe Massa (Sauber-Petronas) und Michael Schumacher, der nach seinem Start aus der Boxengasse volle Tanks hatte und als einziger Pilot in der Safety-Car-Phase kein zusätzliches Benzin fassen musste, ein. Montoya schien nicht mehr unter den Top 10 auf

Völlig verpatzter Grand Prix von Michael Schumacher
Nach der peinlichen Szene vor dem Start verabschiedete sich der entthronte Ex-Weltmeister Schumacher dann auch unwürdig aus dem letzten Rennen dieses Jahres: Beim Aufwärmen seiner - zu dem Zeitpunkt schon angeschlagenen - Reifen legte er eine Bremsung ein, verlor dabei das Heck seines Autos außer Kontrolle und musste den Ferrari im Kiesbett abstellen. Für den 36-Jährigen nahm das Seuchenjahr 2005 damit ein blamables Ende.

In der 25. Runde erfolgte der Restart, bei dem sich Alonso sofort absetzen konnte, doch schon ein paar Umläufe später wurde nach einem heftigen Abflug von Karthikeyan wieder neutralisiert. Der Inder crashte gegen die Leitplanken, kreiselte in einem völlig zerstörten Wrack zurück auf die Fahrbahn und wäre dort beinahe noch von Jacques Villeneuve (Sauber-Petronas) gerammt worden. Zum Glück wurde aber niemand verletzt.

Bis auf Ralf Schumacher, Massa und Christian Klien (Red-Bull-Cosworth), die hinter Alonso auf die Positionen zwei bis vier nach vorne gespült wurden, kamen in der Safety-Car-Phase alle zum letzten Mal an die Box. Damit war klar, dass Alonso nur noch verlieren kann, wenn jemand im direkten Duell vorbeigeht, doch der Renault-Pilot setzte sich sofort ab und ließ nie irgendwelche Zweifel aufkommen. Montoya war zu diesem Zeitpunkt wegen dem überfahrenen Dreinageteil nicht mehr im Rennen.

Blockade von Fisichella wurde von der Rennleitung bestraft
Beim Einfahren zum zweiten Boxenstopp hielt Fisichella übrigens Räikkönen demonstrativ auf, um sich beim Service nicht hinter Alonso anstellen zu müssen - doch seit McLaren-Mercedes in Belgien ähnlich gepokert hat, ist dies offiziell verboten. Der Italiener musste deswegen kurz vor Schluss noch eine Durchfahrstrafe antreten, wodurch er hinter "Schumi II" zurückfiel und hinter Alonso, Räikkönen und dem Toyota-Piloten nur Vierter wurde.

Für Ralf Schumacher, Klien, der beim letzten Stopp an Massa vorbeiging und Fünfter wurde, sowie Massa selbst (6.) lohnte sich die Strategie, während der Safety-Car-Phase noch nicht an die Box zu kommen, voll - nicht zuletzt übrigens dank Barrichello, der mit abbauenden Bridgestone-Reifen das Paket um Webber, Button und Coulthard lange aufhielt. Zum Schluss musste Barrichello sogar noch an die Box kommen, wodurch er auf Rang zwölf zurückfiel.

Drei Punkte für Peter Sauber im letzten Grand Prix
Massa holte im allerletzten Grand Prix für Sauber-Petronas dank seiner cleveren Taktik den sechsten Platz, musste diesen aber gegen Webber verteidigen. Button staubte den letzten Zähler des Tages ab...

Viel mehr interessierte am Ende der Gesamtstand in der Konstrukteurs-WM: Renault (191) sicherte sich diesen Titel vor McLaren-Mercedes (182) und Ferrari (100), während Michael Schumacher seinen dritten Platz gegen Montoya bei den Fahrern ebenfalls verteidigen konnte.

Von den Zweikämpfen her war es kein allzu prickelnder Grand Prix von China, allerdings sorgten anfangs die strategischen Spielchen zwischen Renault und McLaren-Mercedes und später die vielen Zwischenfälle für gute Unterhaltung. Am meisten Gesprächsstoff bescherte uns jedoch Michael Schumacher, der seine peinlichen Anfängerfehler relativ gelassen hinnahm: "Ich bin froh, dass es vorbei ist", sagte er vor seiner Abreise.


WM-Punktestand:
F.Alonso 133 - K.Räikkönen 112 - M. Schumacher 62 - J.P. Montoya 60 - G.Fisichella 58 -
Schumacher 45 - Trulli 43- Barrichello 38

Sieger Rennen 19

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