Nico Rosberg von 2006 bis heute

Chronologie
Formel 1 Bilanz Formel 1 Statistiken


Zurück zum Inhaltsverzeichnis!



Nico Rosberg - Chronologie

Nico Rosberg  Nico Rosberg
Name: Nico Rosberg
Geburtsdatum: 27.06.1985
Geburtsort: Wiesbaden (GER)
Nationalität: Deutschland
Wohnort: Monte Carlo (Monaco)
Größe: 1,78 m
Gewicht: 67 kg
Familienstand: verheiratet mit Vivian Sibold, eine Tochter Alaia
Hobbies: Fußball, Backgammon, Klettern, Tennis
Internet: www.nico-rosberg.de

Nico Rosberg - Porträt

Mit gerade einmal sechs Jahren saß Nico Rosberg zum ersten Mal in einem Kart. Es dauerte jedoch weitere vier Jahre, bis er offiziell in diversen Kart-Meisterschaften startete. Dort feierte Rosberg zahlreiche Siege. Mit 15 Jahren wurde er Vize-Europameister in der Formel A und
2001 startete er in der Weltmeisterschaft der Formel Super A.
2002 fuhr er im Team seines Vaters in der deutschen Formel BMW und sicherte sich auf Anhieb den Meistertitel. Im selben Jahr durfte er mit gerade einmal 17 Jahren als jüngster Fahrer überhaupt einen Formel-1-Boliden des Williams-Teams testen.

2003 wechselte Rosberg in die Formel-3-Euroserie und belegte mit einem Rennsieg den achten Platz in der Gesamtwertung.
2004 blieb Rosberg in der Formel-3-Euroserie und ging erstmals als Deutscher an den Start. Seine vorherigen Rennen hatte er unter finnischer Flagge bestritten. Mit drei Siegen sicherte er sich den vierten Gesamtrang.
2005 wechselte er in die GP2-Serie und gewann mit fünf Rennsiegen prompt den Meistertitel.
Williams ernannte Rosberg 2006 zum Formel-1-Stammfahrer.

In seiner Premierensaison 2006 überzeugte Rosberg dann gleich beim ersten Rennen in Bahrain mit einer sensationellen Aufholjagd, Platz sieben und der schnellsten Runde, allerdings konnte er derartige Topleistungen aufgrund des unzuverlässigen Materials nur selten wiederholen.

Die Saison 2007 startete für Rosberg enttäuschend. Allerdings erlebte er in der zweiten Jahreshälfte einen deutlichen Aufschwung: Mit fünf Punkteankünften nach der Sommerpause schraubte er sein Konto auf 20 Zähler, was ihm Endrang neun in der WM einbrachte. Wie bereits im ersten Jahr bei Williams frustrierten ihn jedoch zu oft technische Defekte. Seinen Teamkollegen Alexander Wurz besiegte er in 16 von 17 Qualifyings.

Das Jahr 2008 bedeutete für den aufstrebenden Rennfahrer trotz seiner ersten beiden Podestplätze jedoch einen kleinen Rückschritt. Mit Rang drei begann Rosberg die Saison in Australien vielversprechend, erweiterte sein Punktekonto in den folgenden 13 Rennen jedoch lediglich um magere drei Zähler. Platz zwei in Malaysia heilte zwar einige Wunden, dennoch endete die Saison mit lediglich 17 Punkten und WM-Rang dreizehn insgesamt enttäuschend.

2009 gelang ihm zwar kein Podestplatz, mit elf Rennen in den Punkten erzielte er jedoch seine bis dato beste Ausbeute von 34,5 Punkten, die ihm zu WM-Platz sieben verhalf.

2010 wechselte Rosberg zu Mercedes GP und setzte seinen Aufschwung fort. Mit drei Podien und 15 Punkteankünften sicherte er sich erneut WM-Rang sieben, schlug zudem den zurückgekehrten Rekordweltmeister Michael Schumacher im internen Duell deutlich.

Dieses gelang Rosberg auch 2011, allerdings ließen die Resultate im kaum konkurrenzfähigen Mercedes deutlich nach. Zwar platzierte er sich regelmäßig in den mittleren und niedrigen Punkterängen, allerdings verhinderte der große Reifenverschleiß der Mercedes-Boliden trotz stets guter Qualifikations-Leistungen einen ernsthaften Angriff auf die Spitze.

2012 drehte Rosberg mächtig auf und sicherte sich in China den ersten Sieg seiner Formel-1-Karriere und befand sich bis zur Sommerpause in der erweiterten Spitzengruppe. Allerdings zeigte die Formkurve bei Mercedes nach dem Sommer steil nach unten, weswegen Rosberg nur noch selten glänzte und auf Endrang neun zurückfiel - allerdings erneut deutlich vor Schumacher.

2013 mit der Ankunft von Lewis Hamilton musste Rosberg seinen inoffiziellen Status der Nummer eins im Team ablegen und sah sich im internen Duell einem der stärksten Fahrer der Welt gegenüber. Nach einem äußerst durchwachsenen Saisonstart mit einem vierten Rang und zwei Ausfällen in den ersten fünf Rennen platzte bei Rosberg jedoch der Knoten. In Monaco und Silverstone gewann er zwei der nächsten drei Grand Prixs und schob sich so zumindest kurzzeitig in den erweiterten Favoritenkreis um die WM. Mit neun Punkteankünften und zwei weiteren Podien in der zweiten Saisonhälfte sicherte sich Rosberg jedoch Endrang sechs - sein bis dato bestes Resultat.

Die Saison 2014 stand ganz im Zeichen von Mercedes und dem Teamduell um die WM-Krone der beiden Freunde Rosberg und Hamilton. Die Freundschaft wurde jedoch im Lauf der Saison auf eine harte Probe gestellt. Nickeligkeiten auf und neben der Strecke stellten die einst gute Beziehung der beiden Fahrer auf eine harte Probe. Tiefpunkt des Jahres war die Kollision beim Belgien-GP in Spa-Francorchamps: Nach dem Start kollidierten die beiden Mercedes-Piloten am Ende der Kemmel-Geraden - Hamilton schied aufgrund eines Reifenschadens aus; Rosberg, der den Zwischenfall zu verantworten hatte, eroberte den zweiten Rang und wurde von seinem Team öffentlich gerügt.

Die Wogen um die Crash-Gate-Affäre glätteten sich intern schnell, sodass der Kampf um den Titel bis zum Ende der Saison mit fairen Mitteln ausgefochten wurde. Bis zum letzten Saisonrennen sollte Rosberg Chancen auf den Titel haben - Dank doppelter Punkte in Abu Dhabi. Vier Rennsiege waren allerdings zu wenig für den Deutschen, sodass sich Rosberg letztlich als fairer Verlierer im Mercedes-Teamduell zeigte. Der Vize-Weltmeistertitel ist der vorläufige Karriere-Höhepunkt.

Auch in der Saison 2015 startete Rosberg an der Seite Hamiltons bei Mercedes AMG.
Rosberg zog wieder den Kürzeren und musste sich einmal Vizeweltmeister nennen: Er fand zu Saisonbeginn im Qualifying nicht zu seiner Topform und verstand es gegen Ende des Jahres nicht, sich mit harten Bandagen im direkten Duell gegen Hamilton durchzusetzen.
Da konnten auch die drei Siege in Spanien, Monaco und Österreich nicht mehr viel retten. Spätestens nach seinem Motorschaden in Italien war klar, dass Hamilton die Nase vorn hat und erneut den Titel holen wird. Doch nachdem der verlorene Titelkampf beim US-GP besiegelt wurde, wuchs der Deutsche zu einer unglaublichen Form und gewann die letzten drei Rennen klar vor dem Weltmeister.
Für 2016 macht das Hoffnungen auf einen spannenderen Zweikampf der beiden Mercedes-Piloten.

2016 Formel 1 Weltmeister und Rücktritt aus der Formel 1

Was Rosberg 2016 unter Beweis stellte, war enorm. Mit seinem Vermögen zur Selbstoptimierung erklomm er den Olymp für Formel-1-Fahrer. Mit Präzision und Detailversessenheit arbeitete er an seinen Defiziten. Rosberg überwand seine vorübergehenden Schwäche bei Starts, tüftelte an Atmung und Schlafrhythmus.

Zudem wählte der 31-Jährige die für ihn perfekte mentale Marschroute, um den Formel-1-Gipfel zu erklimmen: nur von Rennen zu Rennen zu denken und dabei das Maximum herausholen. "So kann ich die beste Performance abliefern", erläuterte Rosberg wieder und wieder, der selbst im Finale von Abu Dhabi beharrlich und nervenstark auftrat. "Nico hat einen analytischen Geist", bescheinigte ihm Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff einmal. Man könne ihn daher ruhig "Professor Rosberg" nennen.

Einen gewissen Anteil an seiner Entwicklung hat auch Rekordchampion Michael Schumacher. Als Rosberg 2010 zu den Silberpfeilen wechselte, war niemand Geringeres als der siebenmalige Weltmeister sein Teamkollege. Und von diesem konnte Rosberg einiges in Sachen Leidenschaft, Disziplin und Kampfgeist lernen.


Mit dem WM-Titel schließt Rosberg daher eine Entwicklung ab, die vor rund einem Jahr den entscheidenden Impuls erhielt. Im Oktober 2015 verlor er in Austin das WM-Duell gegen Hamilton, drei Rennen vor Saisonschluss. Der Engländer fuhr hart, drängte Rosberg geradezu ab - und kam damit durch. Anschließend unterlief Rosberg noch ein merkwürdiger Fahrfehler, alle Chancen waren dahin. Selten hat man Rosberg so wütend erlebt wie damals in Texas. Wütend auf Hamilton, aber auch wütend auf sich selbst.

Nach diesem Rennen, das räumt Rosberg heute ein, habe er sich "viele Gedanken gemacht und etwas mitgenommen. Ich versuche immer, aus den schwierigen Momenten zu lernen." Was folgte, war eine eindrucksvolle Siegesserie, saisonübergreifend feierte Rosberg sieben Erfolge in Serie und legte den Grundstein für den Titel. Zwar kam Hamilton im Sommer noch einmal stark zurück, doch Rosberg blieb gelassen, kühl, fokussiert.


Seit vielen Jahren ist die Frau an seiner Seite Vivian Sibold, es funkte auf Ibiza. Kennengelernt haben sich die beiden schon als Kinder. Im Juli 2014 gaben sie sich in Monaco das Ja-Wort. Die Deutsche studierte Innenarchitektin in New York und Mailand. Heute entwirft die gebürtige Hamburgerin Projekte auf der ganzen Welt. Die Rosbergs wurden im August 2015 Eltern von Alaia. Der Name ihrer Tochter stammt aus dem Baskischen und bedeutet "die Fröhliche".

Highlights vor der Formel 1

  1996-2001 Erfolge im Kartsport  
  2001 Iberische Formel BMW (Platz 18)  
  2002 Deutsche Formel BMW (Meister)  
  2003 Formel-3-Euroserie (Platz 8)  
  2004 Formel-3-Euroserie (Platz 4)  
  2004 Spanische Formel 3, Winterserie (Meister)  
  2005 GP2-Serie (Meister)  

Highlights in der Formel 1

Erstes Rennen: Bahrain GP 2006 Williams mit 20 Jahren, 8 Monate und 16 Tage
Erste Punkte: Bahrain GP 2006 Williams mit 20 Jahren, 8 Monate und 16 Tage
Erste Pole Position China GP 2012 Mercedes AMG mit 26 Jahren, 9 Monate und 17 Tage
Erster Sieg: China GP 2012 Mercedes AMG mit 26 Jahren, 9 Monate und 18 Tage
Letztes Rennen: Abu Dhabi GP 2016 Mercedes AMG mit 31 Jahren, 5 Monate und 0 Tage
Weltmeister 27.11.2016 Mercedes AMG mit 31 Jahren, 5 Monate und 0 Tage
Rücktritt aus der Formel 1 02.12.2016 mit 31 Jahren, 5 Monate und 5 Tage

Auszeichnungen

  2005 ADAC Junior-Motorsportler des Jahres  
  2016 ADAC Motorsportler des Jahres  

Ehrungen

  2014 Bambi in der Kategorie Sport  

Die Links führen sie zur Erklärung nach Wikipedia

ab zur Auswahl



Nico Rosberg - Formel 1 Bilanz

Jahr Team Start`s Poles S.Rennr. Siege 2.Plätze 3.Plätze Punkte Platz
 2016  Mercedes 21 8 6 9 5 2  385  1
 2015  Mercedes 19 7 5 6 7 2  322  2
 2014  Mercedes 19 11 5 5 10 -  317  2
 2013  Mercedes 19 3 - 2 1 1  171  6
 2012  Mercedes 20 1 2 1 1 -  93  9
 2011  Mercedes 19 - - - - -  89  7
 2010  Mercedes 19 - - - - 3  142  7
 2009  Williams 17 - 1 - - -  34,5  7
 2008  Williams 18 - - - 1 1  17  13
 2007  Williams 17 - - - - -  20  9
 2006  Williams 18 - 1 - - -  4  17
Jahr Team Start`s Poles S.Rennr. Siege 2.Plätze 3.Plätze Punkte Platz
Gesamt Stand: Ende 2016 206 30 20 23 9 20 1.594,5 1 * Nr.1

ab zur Auswahl



Nico Rosberg - Formel 1 Statistiken

Die Statistik des Weltmeisters
(Stand: 27.11.2016 - Vereinigte Arabische Emirate in Abu Dhabi )
F1-Debüt 12.03.2006, GP Bahrain in Sakhir
Letztes F1-Rennen 27.11.2016, Vereinigte Arabische Emirate
Erster F1-Sieg 15.04.2012, GP China in Shanghai
WM-Titel 1
Aktive Saisons 11
Grand Prix gesamt 206
Siege: 23
Podium: 57
2. Plätze: 25
3. Plätze: 9
4. Plätze: 11
5. Plätze: 16
6. Plätze: 16
7. Plätze: 15
8. Plätze: 10
9. Plätze: 10
10. Plätze: 9
11. Plätze: 9
12. Plätze: 6
13. Plätze: 3
14. Plätze: 5
15. Plätze: 4
16. Plätze: 4
17. Plätze: 2
18. Plätze: 0
19. Plätze: 1
Ausfälle gesamt: 32
Kollisionen: 9
Unfälle: 6
Defekte: 17
Disqualifikationen: 0
Pole Positions: 30
Erste Startreihe: 60
Schnellste Runden: 20
Führungsrunden: 1.532
Führungskilometer: 7.581
Gefahrene Kilometer: 56.096
WM-Punkte gesamt: 1.594,5

ab zur Auswahl

Zurück zum Inhaltsverzeichnis!

Valid XHTML 1.0!

Letzte Aktualisierung :