Die Formel 1 - Sportliches und Technisches Reglement


Sportliches Reglement Technisches Reglement


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Sportliches Reglement

Originalfassung in Englisch 2015
Originalfassung in Englisch 2014
Originalfassung in Englisch 2011
Originalfassung in Englisch 2010
Originalfassung in Englisch 2009
Originalfassung in Englisch 2008

Anzahl der Grands Prix
Die Formel-1-Weltmeisterschaft besteht aus mindestens acht und maximal 20 Grands Prix.
Renndistanz
Für einen Grand Prix wird auf jeder Strecke die geringstmögliche Rundenzahl bemessen, die eine Distanz von 305 Kilometern überschreitet.
Die maximale Renndauer beträgt zwei Stunden.
Ein Rennen ist unabhängig von der tatsächlichen Fahrzeit außerdem beendet, wenn vier Stunden seit dem Start verstrichen sind.
Bewerbung
Neue Bewerber müssen eine Garantiesumme von 48 Millionen Dollar hinterlegen. Die Summe wird inklusive Zinsen in zwölf gleichen Monatsraten ab der ersten Teilnahme zurückgezahlt. Tritt der Bewerber nicht an, verfällt die Summe. Tritt er ein Jahr später an als angekündigt, werden zwölf Millionen Dollar eingezogen und lediglich die Restsumme zurückgezahlt.
Ersatzauto
Jedes Team darf nur zwei Autos pro Rennwochenende verwenden.
Der Einsatz eines bereitstehenden Ersatzautos, wie er früher üblich war, ist heute nicht mehr gestattet.
Fahrertausch
Während der Saison darf jedes Team bis zu vier Fahrer einsetzen. Fälle "höherer Gewalt" werden normalerweise nicht als Fahrertausch gewertet.
Außerdem dürfen an Freitagstrainings (P1 und P2) zusätzliche Fahrer zum Einsatz kommen. Pro Session können ebenfalls maximal vier Fahrer eingesetzt werden.
Fahrerwechsel
können bis 16:00 Uhr am Tag der technischen Abnahme (normalerweise Donnerstag) eingereicht werden, danach bedarf es der Zustimmung aller Stewards.
Fahrzeuggewicht
Ein Formel-1-Wagen muss inklusive Fahrer, Öl und Bremsflüssigkeit zu jedem Zeitpunkt auf der Strecke mindestens 702 Kilogramm wiegen.
Ausnahmen werden beim Verlust von Fahrzeugteilen gemacht, die durch einen Unfall oder technischen Defekt verursacht wurden.
Die maximale Spritlast beträgt 100 Kilogramm beim Rennstart.
Funkkommunikation
Über den Teamfunk dürfen keine speziellen technischen Informationen mitgeteilt werden, die als Fahrhilfe aufgefasst werden können. Hierzu zählen etwa Informationen über die Einstellung bestimmter Antriebskonfigurationen, die den Spritverbrauch beeinflussen.
Geschwindigkeitsbegrenzung
In der Boxengasse darf im Training grundsätzlich nicht schneller als 100 km/h gefahren werden.

Im Rennen sind 100 km/h die Obergrenze.

Die FIA behält sich aber vor, das Limit in besonders engen Boxengassen wieder zu reduzieren.

Zuwiderhandlung wird im Rennen mit 10 sek. Zeitstrafen geahndet, im Training mit Geldstrafen.
Motor- und Getriebewechsel
Pro Rennsaison und Auto darf ein Team maximal vier Antriebsstränge (fnnf Antriebsstränge bei mehr als 20 Grands Prix im Kalender) verwenden, der laut Reglement in sechs Einzellkomponenten eingeteilt ist. Diese dürfen beliebig kombiniert werden. Wird eine fünfte Einzelkomponente eingebaut, erfolgt eine Rückversetzung um zehn Plätze. Bei jedem weiteren fünften Einsatz einer Einzelkomponente gibt es eine Rückversetzung um fünf Plätze. Analog dazu wird bei der sechsten und allen weiteren Einzelkomponenten verfahren.

Das Getriebe darf nach fünf Rennwochenenden ohne Strafe gewechselt werden, sofern das Team einen Schaden nachweisen kann. Sollte ein früherer Wechsel fällig werden, wird der Teilnehmer im nächsten Rennen mit einer Rückversetzung um fünf Positionen in der Startaufstellung bestraft. Ein Getriebewechsel innerhalb eines Rennwochenendes wird identisch sanktioniert.

Ist ein Fahrer aufgrund seines Startplatzes nicht in der Lage, um die entsprechende Anzahl an Plätzen zurückgesetzt zu werden, kann die Strafe nicht auf das nächste Rennen übertragen werden. Stattdessen erfolgt eine zusätzliche Strafe während des betroffenen Rennens, die sich nach den ausstehenden Positionen der Rückversetzung bemisst. Dabei wird wie folgt vorgegangen: eine Fünf-Sekunden-Strafe für eine bis fünf Positionen, eine Zehn-Sekunden-Strafe für sechs bis zehn Positionen, eine Durchfahrtsstrafe für elf bis 20 Positionen und eine Stop-and-Go-Strafe für mehr als 20 Positionen.
Punkte

Ab 2010 gilt ein neues Punktesystem.
Um Siege stärker zu gewichten und die Vergrößerung des Starterfelds auf 26 Fahrer zu berücksichtigen,
erhalten dann nicht mehr nur 8, sondern 10 Fahrer Punkte.
Sie werden nach dem Schlüssel 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1.verteilt.


Ab 2003 - gibt es WM-Punkte für die ersten Acht eines Rennens.
Sie werden nach dem Schlüssel 10-8-6-5-4-3-2-1 verteilt.


Bei einen Rennabruch werden die Punkte wie folgt verteilt:
Bei Rennabbruch vor der Beendigung zwei voller Runden: Keine WM-Punkte werden vergeben.

Bei Rennabbruch nach Absolvierung zwei Runden oder mehr, jedoch weniger als 75% der Renndistanz: Halbe Anzahl WM-Punkte werden vergeben .

Bei Rennabbruch nach Absolvierung von 75% oder mehr der Renndistanz: Volle Anzahl WM-Punkte werden vergeben.
Reifen - Anzahl - Hersteller
Bridgestone bietet als Monopolist pro Grand Prix zwei verschiedene Reifenmischungen an.
Die weichere davon muss für die Zuschauer ersichtlich gekennzeichnet sein.
In den Trainings und im Qualifying steht den Fahrern die Reifenwahl frei, im Rennen muss jede der beiden Mischungen aber für zumindest eine volle Runde zum Einsatz kommen.

Für den Fall eines Regenrennens stehen jedem Fahrer vier Regen- und drei Extremregenreifensätze zur Verfügung.
Die Regel, dass jede der beiden Trockenmischungen verwendet werden muss, gilt dann natürlich nicht.
Dazu muss das Rennen aber vom Rennleiter als "Wet Race" deklariert werden.

Ab 2010: Die Piloten müssen mit 11 statt 14 Reifensätzen (Trockenreifen) pro Wochenende auskommen.
Rennabbruch
Ab 2005 - Sollte die Strecke während eines Rennens blockiert oder nicht befahrbar sein, wird der Grand Prix nicht mehr abgebrochen, sondern nur noch vorübergehend gestoppt. Die Fahrer müssen dann in der aktuellen Rennreihenfolge auf der Zielgeraden anhalten und ihre Autos abstellen. Nachtanken ist nicht erlaubt - außer man befindet sich zum Zeitpunkt der Unterbrechung gerade in der Box, allerdings muss man sich dann hinten anstellen. Der Neustart erfolgt hinter dem Safety-Car, welches spätestens nach zwei Runden in die Box geht. Die Rennzeit läuft während der Unterbrechung weiter, weshalb der Grand Prix möglicherweise die zwei Stundengrenze erreicht. Zudem darf das Safety-Car das Feld seit diesem Jahr auch durch die Boxengasse führen.
Rennabbruch u. Neustart
Wird das Rennen in den ersten zwei Runden abgebrochen, erfolgt ein Neustart. Sind zwischen zwei Runden und 75 Prozent der Renndistanz gefahren, wird das Rennen neu gestartet. Der zweite Start erfolgt dann unter Safety-Car-Regeln: Die Autos starten in der Reihenfolge des Abbruchs des ersten Rennens; die Zeitrückstände werden nicht berücksichtigt, es sei denn, sie betragen mehr als eine Runde.

Sollte ein Neustart nicht möglich sein, werden halbe Punkte vergeben. Bei einem Abbruch nach mehr als 75 Prozent der Gesamtdistanz wird die volle Punktzahl vergeben.
Safety Car
Safety Car
Start
Startregeln
Startaufstellung
Die Autos stehen nach den gefahrenen Zeiten in der Qualifikation gestaffelt im Acht-Meter-Abstand versetzt zueinander.
Tankverbot
Ab 2010 gilt Tankverbot in Rennen
Die Fahrer müssen mit einer Tankfüllung auskommen.
Teamorder
Ab 2003 - Jegliche Form von Teamorder, die den Ausgang eines Rennens beeinflusst, ist ab sofort verboten.
Ab 2011 - Teamorder ist ab sofort wider erlaubt.
Teststrecken
Als Teststrecken sind alle Grand-Prix-Kurse in England, Italien, Spanien und Frankreich zugelassen, außerdem weitere von der FIA abgenommene Strecken, auf denen keine Grands Prix gefahren werden (z. B. Fiorano, Jerez, Mugello, Paul Ricard). Das Testen zwei Wochen vor einem Rennen auf derselben Strecke ist nicht erlaubt. Einzige Ausnahme: Monza.
Testverbot
In der Formel 1 herrscht ein generelles Testverbot mit einem Auto nach dem Reglement der Saison 2014 oder 2015. Ausgenommen ist die Zeit vom 1. Februar bis zehn Tage vor dem ersten Saisonrennen. Außerdem genießen zwei Tests, die 36 Stunden nach einem Rennen auf der gleichen Strecke in Europa stattfinden und zwei aufeinanderfolgende Tage nicht übersteigen, Sonderstatus. Auch Reifentests auf Nachfrage des Zulieferers (maximal ein Tag, der von den acht Testtagen während der Saison abgezogen wird) sind möglich. Zwei dieser Testtage müssen im Rahmen eines offiziellen Young-Driver-Tests stattfinden. Es dürfen nur Piloten teilnehmen, die nicht mehr als zwei Formel-1-Grands-Prix bestritten haben und im Besitz einer nationalen A-Lizenz sind. Pro Kalenderjahr darf jedes Team maximal 15.000 Testkilometer absolvieren. Alle Ausnahmeregelungen gelten nicht im Monat August, in dem der Testbetrieb komplett ruhen muss.

Weitere Ausnahme: Wechselt ein Team während der Saison einen Fahrer ein, der in den vorangegangenen beiden Kalenderjahren an keinem Formel-1-Rennwochenende teilgenommen hat, dann darf ein zusätzlicher Testtag eingelegt werden. Absolviert dieser Fahrer den Testtag, nimmt dann aber doch nicht am Rennen teil, wird dem Team im nächsten Winter ein Testtag gestrichen.

Erlaubt sind auch PR-Fahrten auf eigens dafür zugelassenen Reifen, die zwei Tage mit je 100 abgespulten Kilometern nicht übersteigen, sowie drei Testtage für Nachwuchsfahrer zwischen dem Saisonende und dem 31. Dezember. Daran dürfen jedoch nur Fahrer teilnehmen, die nicht mehr als zwei Grands Prix bestritten haben.

Ebenfalls erlaubt sind vier Geradeaustests zu aerodynamischen Zwecken. Jeder dieser Testtage kann gegen vier Stunden mit 1:1-Modellen im Windkanal eingetauscht werden. Auch für die Anzahl der Windkanal-Einsätze, die Arbeitsstunden im Windkanal und die Nutzung von CFD-Panels gelten zeitliche Beschränkungen respektive Restriktionen bei der Anzahl der Rechenoperationen.
Tests am Rennwochenende
Während des 1. und 2. Freien Trainings dürfen 2007 erstmals alle Teams einen dritten Fahrer einsetzen. Allerdings dürfen pro Team nur zwei Autos an den Trainings teilnehmen, so dass jeder Einsatz eines Testfahrers auf Kosten der Stammpiloten gehen würde.
Training - Qualifikation

Ab 2010 gilt neuer K.O.-Modus im Qualifying:
Wegen des größeren Starterfeldes (26), wird der Modus für das Qualifying geändert. In den ersten beiden Zeitabschnitten scheiden jeweils die acht langsamsten Piloten aus. Die besten Zehn Piloten fahren dann unverändert die Top Ten aus. Nehmen nur 24 Fahrzeuge teil gilt eine 7er- und bei 22 eine 6er-Qualifikation gefahren.


Das Qualifying beginnt am Samstag um 14:00 Uhr Ortszeit und läuft wie folgt ab: In den ersten 20 Minuten dürfen alle Autos auf die Strecke gehen. Am Ende dieser ersten Session dürfen die fünf langsamsten Fahrer nicht weiter an der Qualifikation teilnehmen. Diese Autos nehmen die letzten fünf Startpositionen (16 bis 20) in der Reihenfolge ihrer gefahrenen Zeiten ein, wobei der schnellste Pilot die 16. Startposition zugewiesen bekommt.

Die bisherigen Bestzeiten der verbleibenden 15 Autos werden für die folgende Einheit gestrichen. Am Ende der zweiten Session (15 Minuten) scheiden erneut die fünf Langsamsten aus und werden von der dritten Session ausgeschlossen. Diese Autos bilden die Startpositionen elf bis 15. Der Schnellste nimmt den elften Rang ein, der Langsamste den 15. Platz.

Die verbleibenden zehn Autos gehen erneut mit zurückgesetzten Zeiten in den letzten Qualifying-Abschnitt. Die Fahrer haben zehn Minuten Zeit, die Top-10-Startplatzierungen unter sich auszumachen. Der Schnellste gewinnt die Pole-Position.

Benzin kann zu jedem Zeitpunkt der ersten beiden Sessions des Qualifyings hinzugefüllt werden. Jene Autos, die in den ersten beiden Qualifying-Einheiten ausscheiden, dürfen bis zur Öffnung der Boxengasse am Sonntag vor dem Rennen betankt werden.

Die Teams, die an den letzten zehn Minuten der Qualifikation teilnehmen, müssen vor dem letzten Qualifying-Abschnitt jene Benzinmenge einfüllen, mit der sie ins Rennen gehen wollen.

Ab 2010: Die schnellsten zehn Piloten müssen mit mit den Reifen ins Rennen gehen, die bei der jeweils schnellsten Runde zum Einsatz gekommen sind.

Rundenbegrenzung
Es gibt weder im Freien Training noch im Qualifying eine Rundenbegrenzung.

Strafen für Ausrutscher und Defekte
Wenn ein Auto im ersten Teil des Qualifyings stehen bleibt, so darf es am zweiten Teil des Qualifyings nicht mehr teilnehmen. Wenn das Auto vor dem Ende der Session an die Box zurück gebracht wurde, so bleibt es bis zum Ende des Trainings im Parc Fermé stehen. Im ersten Teil ist der Einsatz von Tankanlagen erlaubt, weswegen alle Beteiligten, auch Fotographen, feuerfeste Kleidung tragen müssen. Die Benzinmenge ist frei wählbar.

107 Prozent Regel
Ab 2011: Die 107-Prozent-Regel in der Quali wird wieder eingeführt. Sollte ein Fahrer im ersten Qualifikations-Drittel sieben Prozent über die Bestzeit in dieser Session bleiben, darf er nicht an Rennen teilnehmen.
Ausnahmen sind unter bestimmten Umständen möglich.

Die Parc-Fermé-Regel:
Die Autos befinden sich von dem Moment an, an dem sie sich im Qualifying das erste Mal auf die Strecke begeben, bis zum Start des Rennens unter Parc-Fermé-Bedingungen, es darf also nicht mehr am Auto gearbeitet werden. Nicht hiervon betroffen sind Reifenwechsel und Tanken wie unter "Qualifying" beschrieben. Im Parc Fermé darf an den Autos nicht mehr gearbeitet werden. Lediglich Reparaturen dürfen nach Erlaubnis der Rennleitung durchgeführt werden, die Elektronik darf umprogrammiert werden und der Frontflügel verstellt werden.
Waage
Während des Qualifyings werden die einzelnen Autos per Zufallsprinzip zur Waage gebeten, der betreffende Fahrer erhält bei der Einfahrt in die Boxenstrasse per Rotlicht angezeigt, unverzüglich auf die Waage zu fahren. Wenn das entsprechende Auto nicht den Bestimmungen entspricht, dann wird es von den Stewards vom Anlass ausgeschlossen.
Wertung bei Ausfall eines Fahrers
Hat ein Fahrer zum Zeitpunkt seines Ausfalls mindestens 90 Prozent der Renndistanz absolviert, wird er gewertet.
Zeitplan

Freitag:
1. Freies Training 10.00 – 11.30 Uhr
2. Freies Training 14.00 – 15.30 Uhr

Samstag:
3. Freies Training 11.00 – 12.00 Uhr
Qualifying ab 14.00 Uhr

Sonntag:
Rennen ab 14:00 Uhr

Zeitstrafen
Die Rennleitung hat die Möglichkeit, einen Fahrer für ein Vergehen auf mehrere Arten zu bestrafen. Möglich sind eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse, bei der nicht vor der eigenen Box gehalten werden darf; eine Fünf- oder Zehn-Sekunden-Strafe, bei der der Fahrer vor seiner Box mit anschließenden Arbeiten am Fahrzeug stehen muss; eine zehn Sekunden lange, an der Box abgesessene Strafe ohne anschließende Arbeiten am Fahrzeug (Stop-and-Go-Strafe);eine Rückversetzung in der Starfaufstellung des nächsten Rennens. Eine Strafe ist innerhalb von drei Runden nach Bekanntmachung anzutreten.

Sollte eine Durchfahrts- oder Zehn-Sekunden-Strafe in den letzten fünf Runden eines Rennens oder erst nach dem Rennen ausgesprochen werden, so werden auf die Gesamtzeit des Fahrers 20 Sekunden respektive 30 Sekunden als Strafe addiert. Bei der Fünf- und Zehn-Sekunden-Strafe gilt: Kommt ein Fahrer nicht mehr regulär an die Box, so werden die fünf respektive zehn Sekunden auf seine Gesamtrennzeit aufgeschlagen.

Außerdem stehen der Rennleitung das Mittel der allgemeinen Zeitstrafe, der Verwarnung, des Wertungsausschlusses und der Rennsperre zur Verfügung. Des Weiteren kann ein Pilot nach einer Vorteilsnahme gegenüber einem Konkurrenten von den Kommissaren dazu aufgefordert werden, diesen auf der Strecke zurückzugeben.
ab zur Auswahl



Technisches Reglement

Originalfassung in Englisch 2015
Originalfassung in Englisch 2014
Originalfassung in Englisch 2013
Originalfassung in Englisch 2011
Originalfassung in Englisch 2009
Originalfassung in Englisch 2008

Antrieb
Erlaubt sind maximal zwei angetriebene Räder. Ein Rückwärtsgang ist Vorschrift. Acht Gänge sind ebenfalls im Reglement festgelegt. Für das komplette Jahr müssen acht verschiedene Getriebeübersetzungen ausreichen. Die Rennställe haben während der Saison nur eine Möglichkeit, ihre Auswahl zu verändern
Aufhängungen
Es sind ausschließlich gefederte Aufhängungen zugelassen. Die Geometrie der Aufhängung darf während der Fahrt nicht verändert werden. Die Radträger werden mit zwei bis zu einer Kraft von acht Tonnen reißfesten Kevlarseil am Chassis befestigt.
Aktive Aufhängungen sind verboten.
Boxenfunk
Bisher war es nur erlaubt, Daten vom Fahrzeug zur Box zu senden.

2002-auch von der Box zum Fahrzeug.

Ab 2003 - Der Funkverkehr bleibt weiterhin erlaubt, darf allerdings nicht mehr verschlüsselt werden.
Bremsen
Mindestens zwei getrennte, voneinander unabhängige Bremskreisläufe, die über ein Pedal angesprochen werden, sind vorgeschrieben. Ein Kreislauf muss die Vorder-, der andere die Hinterräder bedienen. Die Bremssättel müssen aus Aluminium gefertigt sein. Pro Rad ist je ein Bremssattel mit maximal sechs Kolben und zwei Belägen erlaubt.

Die Bremssättel müssen aus Aluminium gefertigt sein. Pro Rad ist je ein Bremssattel mit maximal sechs Kolben und zwei Belägen erlaubt.

Die maximale Dicke der Bremsscheiben beträgt 28 Millimeter, der maximale Durchmesser 278 Millimeter. Während des Bremsvorgangs darf die Bremskraftverteilung nicht verändert werden.
Chassis
Die maximale Breite des Autos beträgt 180 Zentimeter. Zwischen den Achsen darf die Chassisbreite 140 Zentimeter nicht übersteigen. Die maximale Höhe des Autos beträgt 95 Zentimeter, gemessen vom tiefsten Punkt des Fahrzeugs beziehungsweise dessen Referenzebene. Die minimale Nasenhöhe beträgt 75 Millimeter, die maximale Nasenhöhe ist auf 275 Millimeter festgelegt.
Cockpit
Aus Sicherheitsgründen muss das Cockpit so dimensioniert sein, dass der Fahrer es innerhalb von fünf Sekunden verlassen kann. Die maximal erlaubte Zeitspanne zum Verlassen des Cockpits und Aufstecken des Lenkrades beträgt zehn Sekunden. Die Dicke des Kopf- und Nackenschutzes muss 75 Millimeter betragen. Die Länge des Cockpits beträgt 850 Millimeter. Der vordere Fußraum muss ausgepolstert sein. Die Mindestdicke beträgt 25 Millimeter.
Crashtests
- Dynamische
Der frontale dynamische Crashtest erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 14 Metern pro Sekunde, der seitliche mit zehn Metern pro Sekunde (2000: sieben Meter pro Sekunde) und der für die Heckpartie mit zwölf Metern pro Sekunde. Der seitliche Crash erfolgt an einem Punkt, der 500 Millimeter vor der Cockpitrückwand und 300 Millimeter über der Referenzplatte liegt. Das Gewicht des Testchassis beträgt dabei inklusive Dummy 780 Kilogramm. Die maximale Verzögerung, gemessen an der Brust des Testdummys, darf 60 g innerhalb von drei Millisekunden nicht übersteigen (bezüglich des Frontalcrashs). Die Sicherheitszelle darf bei keinem der dynamischen Tests beschädigt werden. Der Schnellverschluss des Lenkrades muss voll funktionstüchtig bleiben.

- Statische
Statische Crashtests erfolgen am Boden unterhalb des Benzintanks, an der Seite der Nasenbefestigung sowie seitlich am Chassis auf Höhe der Beine des Fahrers und des Sitzes. Außerdem wird der Überrollbügel in drei Richtungen belastet: seitlich mit fünf Tonnen, in Längsrichtung mit sechs Tonnen und vertikal mit neun Tonnen. Die Deformation darf nicht mehr als 50 Millimeter betragen.
Elektronik
Vor dem Start einer Saison, muss die gesamte Bordelektronik von der FIA abgenommen und gutgeheissen werden. Sämtliche Set-Up und Einstellungsdaten müssen jederzeit von der FIA heruntergeladen werden können.

Jedes Auto muss mit einem von der FIA festgelegten Unfall-Datenaufzeichnungsgerät ausgestattet sein. Die Datenschnittstelle muss jederzeit zugänglich sein, ohne Teile der Karrosserie demontieren zu müssen.

Alle Autos müssen mit Cockpitlämpchen versehen sein, mit welchen die Fahrer über Streckensignale und Ereignisse informiert werden können.

Die elektronische Fahrhilfe Traktionskontrolle ist erlaubt. Automatikgetriebe und die Launch-control sind seit der Saison 2004 verboten. ABS oder elektrontische Stabilitätsprogramme sind weiterhin nicht gestattet.

Ab 2008 - Einführung der Einheits-Elektronik.
Elektronische Fahrhilfen sind nicht gestattet. Gewährleistet wird dies durch eine Standardelektronik, die von McLaren Electronic Systems (MES) und Microsoft zur Verfügung gestellt wird.

Energierückgewinnung
Seit 2009 dürfen Systeme zur Rückgewinnung von Energie eingesetzt werden. Diese bezeichnet man als KERS (Kinetic Energy Recovery System). KERS speichert rückgewonnene Energie bis zu einer Kapazität von maximal 300 kj. Pro Runde darf KERS mittels Knopfdruck maximal einmal aktiviert werden. Dies bringt für einen Zeitraum von sieben Sekunden zusätzliche Leistung von bis zu maximal 82 PS.
Ab 2010: Die KERS-Systeme dürfen nicht mehr eingebaut werden.

Ab 2011 - Die Teams dürfen wieder KERS-Systeme einbauen.
Flügel
Die Breite des Frontflügels ist auf 1.650 Millimeter festgelegt. Ein Verstellmechanismus ist verboten. Zum Zwecke des Überholens kann ein Fahrer die vordere Querplatte seines Heckflügels mittels Knopfdruck um 50 Millimeter anheben oder absenken, um den Luftwiderstand zu verringern und anschließend wieder zu erhöhen. Die Einsatzmöglichkeiten dieses so genannten Drag-Reduction-System (DRS) sind aber limitiert und genau geregelt. Ein Beam-Wing unterhalb des Hauptflügels ist verboten.
Getriebe
Ab 2008 - Die Getriebe müssen ab 2008 vier Rennen halten. Vorzeitiges Tauschen wird mit einem Zurücksetzen in der Startaufstellung um fünf geahndet.
Ab 2011 - Die Getriebe müssen ab 2011 fünf Rennen halten. Vorzeitiges Tauschen wird mit einem Zurücksetzen in der Startaufstellung um fünf geahndet.
Gewicht
Inklusive Fahrer samt Bekleidung, aber exklusive Benzin muss ein Fahrzeug zu jedem Zeitpunkt, an dem es sich auf der Strecke befindet, mindestens 702 Kilogramm auf die Waage bringen. Der Antriebsstrang alleine muss mindestens 145 Kilogramm wiegen.
Kraftstoff
Die Formel-1-Boliden müssen mit von der Tankstelle bekanntem Super-Plus-Benzin fahren. Weitere Zusätze sind nur sehr begrenzt gestattet.
Die FIA begrenzt die Benzinmenge auf 100 Kilogramm und die Durchflussrate auf 100 Kilogramm pro Stunde.
Lenkung
2002-wird die elektronische Lenkhilfe abgeschafft. Niemand darf ab dem nächsten Jahr mehr mit einer elektronischen Servolenkung sein Auto steuern.
Motor
In der Formel-1-Weltmeisterschaft sind Viertaktmotoren mit maximal 2,4 Litern Hubraum, acht Zylindern und höchstens fünf Ventilen pro Zylinder zugelassen. Turbinen, Wankelmotoren oder Aufladung sind verboten. Es wird ein Mindestgewicht von 95 Kilogramm vorgeschrieben. Ebenfalls festgelegt ist der Schwerpunkt des Motors. Untersagt sind weiterhin variable Auspufflängen und Lufteinlässe, ovale Kolben und Energiespeicher, die den Motor in seiner Arbeit unterstützen. Ein Motor muss zwei ganze Rennwochenenden lang halten. Reparatur-Arbeiten an Zusatzaggregaten des Motors, wie der Ölpumpe, sind erlaubt. Ein Motorwechsel wird mit dem Zurückversetzen des Fahrers in der Startaufstellung um zehn Plätze bestraft.
Ab 2008 - Der erste unplanmäßige Motortausch des Jahres bleibt jetzt ohne Folgen.
Motorsteuerung
Formel-1-Motoren verfügen über ein "Anti-Stall-Programm", um das Abwürgen des Motors bei einem Dreher zu verhindern. Es muss so programmiert sein, dass der Motor nach spätestens zehn Sekunden abgestellt wird, sollte der Fahrer in dieser Zeit nicht wieder in den Fahrmodus zurückgewechselt haben.
Räder und Reifen Dimensionen
- Dimensionen
Für die Hinterräder beträgt die minimale Breite 365 Millimeter, die maximale Breite 380 Millimeter. Für die Vorderräder gelten eine minimale Breite von 305 Millimetern und eine maximale Breite von 355 Millimetern. Der maximale Raddurchmesser ist mit 660 Millimeter für Trockenreifen und 670 Millimeter für Regenreifen festgeschrieben.

- Profil
Trockenreifen (Slicks) müssen seit 2009 kein Profil beziehungsweise keine Rillen mehr aufweisen.

- Radsicherung
Jeder Radträger wird mit zwei Kabeln gesichert. Die Befestigung muss Kräften von zehn Tonnen pro Kabel, 20 Tonnen pro Rad standhalten.
Rückspiegel
2002-sollen sie um 20% vergrößert werden.
Sitz
Der Sitz darf nicht mehr fest installiert sein, sondern muß sich aus einer Halterung heben lassen. Hierdurch ist die Möglichkeiten gegeben. den Fahrer im Falle eines Unfalls mitsamt des Sitzes aus dem Cockpit zu heben.
Sicherheitssysteme
Alle Autos müssen mit einem Feuerlöschsystem ausgerüstet sein, welches sich im Cockpit und im Motorbereich aktiviert.

Das System muss vom Fahrer bei normaler Sitzposition manuell ausgelöst werden können Das System muss von aussen ebenfalls ausgelöst werden können, ein rotes "E" in einem weissen Kreis von mindestens 10cm Durchmesser muss auf den Auslöser hinweisen.

Das Auto muss zwei Rückspiegel mit einer reflektierenden Fläche von min. 12cm Breite und 5cm Höhe aufweisen.

Jedes Auto muss mit einem Rücklicht ausgestatt sein, welches den Anforderungen der FIA entspricht. Das Rücklicht muss jederzeit vom Fahrer aktiviert werden können und von hinten klar erkennbar sein.
Tank
Der Tank darf maximal 40 Zentimeter über die Mittellinie des Fahrzeugs hinausragen und muss in einem Stück zwischen Fahrersitz und Motor liegen.
Der Benzintank muss aus einer einzigen Gummizelle gefertigt sein, welche den Bestimmungen der FIA entspricht.
Teammitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter an einem Rennwochenende wird auf 45 pro F1-Team begrenzt.
Traktionskontrolle
Erstmals seit 1993 ist die Traktionskontrolle, die das Durchdrehen der Räder beim Beschleunigen verhindern soll, wieder erlaubt. Ebensfalls wurde das vollautomatische Getriebe legalisiert. Jedoch gilt dies erst ab dem Großen Preis von Spanien.

2002-Ebenfalls verboten werden Systeme, die das Startsignal erkennen. Bei den Starts werden die Piloten nächstes Jahr also nur auf ihre Augen angewiesen sein.

Ab 2003/2004 - Verbot der Traktions- und Startkontrolle, sowie des vollautomatischen Getriebes. Bei möglicher teilweise oder gänzlichen Beeinträchtigung für 2003, tritt das erst 2004 in Kraft. Wenn nötig wird eine einheitliche Standard-Elektronik-Kontrolle eingesetzt. Dann wird die FIA den Teams erlauben, Standardkomponenten einzusetzen.

Ab 2008 - Einführung der Einheits-Elektronik.
TV-Kameras
Jedes Auto muss während eines Rennwochenendes mit zwei Kameras, zwei Platzhaltern oder je eines von beiden ausgestattet sein.

Alle Autos müssen soweit vorbereitet sein, an den fünf von der FIA vorgeschriebenen Punkten Kameras aufnehmen zu können. Alle Autos müssen ein Kamera-Platzhalter an Position 4 (auf der Airbox, direkt über dem Fahrerhelm) montiert haben.
Unterboden
Die Holzplatte im Zentrum des Unterbodens muss eine Breite von 30 Zentimetern und eine Dicke von zehn Millimetern aufweisen. Die maximale Toleranz beträgt einen Millimeter.
Überhänge
In den Dimensionen 60 Zentimeter hinten und 120 Zentimeter vorn, gemessen von der Mittellinie der jeweiligen Achse, sind Karosserie-Überhänge gestattet.
Überrollbügel
Die getestete Krafteinwirkung von der Seite muss 2,4 Tonnen standhalten.
ab zur Auswahl


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