FC Schalke 04

Die Stadien

Glückauf-Kampfbahn Parkstadion Arena Auf Schalke


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Glückauf-Kampfbahn

Plätze (offiziell): 34.000
Plätze (inoffiziell): 70.000

Das erste vereinseigene Stadion des FC Schalke 04 wurde mit Hilfe der Zeche Consoloidation im Jahre 1927 gebaut. Deren Eigentümer Mannesmann ist Besitzer des Geländes und verpachtet es an den Verein. Auch die Planungsarbeiten werden von der Bauabteilung der Zeche durchgeführt. Die Angaben der Gesamtkosten schwanken zwischen 130.000 und 268.000 RM.

Eigentlich war die Glückauf-Kampfbahn als reine Stehplatzarena gedacht. Doch fünf Wochen vor der Eröffnung wurden doch noch 1.200 Sitzplätze geplant und eingebaut. Das war früher eine Seltenheit, die bis dahin den "Lackschuhvereinen" vorbehalten war. Durch den Bau eines eigenen Stadions ergaben sich zwei Vorteile. Erstens versprach das die meisten Einnahmen für den Verein und zweitens wurde Schalke dadurch zum "städtischen Repräsentationsverein".

Glückauf-Kampfbahn

Die Grundsteinlegung war im August 1927 und die Einweihung erfolgt ein Jahr später im August 1928 mit einer Sportwoche und dem Spiel gegen Tennis-Borussia Berlin, das die Schalker 3:2 gewinnen. Ein dritter nicht zu verachtender Vorteil ist, das nun auch auswärtige Firmen Interesse an Werbung zeigen. So wirft die Firma Dr. Hillers AG aus Solingen am Eröffnungstag den Ball, Blumensträuße und tausende Pfefferminz-Kostproben aus einem Flugzeug, das über dem Stadion kreist.

Bereits drei Jahre nach der Errichtung gibt es erste Engpässe bei der Kapazität. Ursprünglich war die Kampfbahn für 34.000 Zuschauer konzipiert. Doch beim Freundschaftsspiel gegen Düsseldorf am 01. Juni 1931 wurden mehr als doppelt so viele, nämlich 70.000 Besucher gezählt. Deshalb wird kurze Zeit später eine neue, überdachte Tribüne gebaut.

Glückauf-Kampfbahn

Aufgrund dieser negativen Ereignisse kommen schon in den fünfziger Jahren erste Pläne für ein "Groß-Stadion Berger Feld" auf. Doch daraus wurde erstmal nichts. Ebenso wenig wie aus dem Ausbau der Glückauf-Kampfbahn auf 93.000 (!) Plätze. Das Stadion erhält lediglich neue Kassenhäuschen, eine Blockeinteilung der Stehplätze und Wellenbrecher.

Am 22. Dezember 1956 wird die erste Flutlichtanlage mit einem Spiel gegen UDA Prag eingeweiht. Am 31. Oktober 1963 wird sie, mit einem Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft, noch einmal erneuert.

Sämtliche Meistertitel wurden in der Glückaufkampfbahn errungen, und ihr Name ist untrennbar mit dem Begriff des "Schalker Kreisels" verbunden, der in den 30er und 40er Jahren Europas Fußballexperten begeisterte.

Nach dem letzten Bundesligaspiel am 6. Juni 1973 gegen den HSV, in dem der Klassenerhalt durch einen 2:0-Sieg gesichert wurde, wurde das Stadion nur noch für Amateur- und Jugendspiele genutzt.


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Parkstadion

70.298 Plätze
36.214 Sitzplätze davon 22.428 überdacht
34.084 Stehplätze

Der Bau eines Großstadions war in Gelsenkirchen schon länger geplant. Leider fehlten noch die Geldmittel. Als dann fest stand, dass Deutschland Ausrichter der Weltmeisterschaft 1974 sein würde, wurde der Bau vorgezogen. Durch dieses Event konnte man nämlich erhebliche Zuschüsse durch Bund und Land erwarten. Das war damals bei einem, für heutige Verhältnisse "niedrigen", Preis von etwa 56 Mio. DM - darin ist nur der Bau des Stadions enthalten, nicht die Verkehrsanbindung usw. - auch notwendig. Trotzdem musste man auch beim Bau einiges einsparen. So erhielt das Parkstadion nicht, wie ursprünglich geplant, ein Zeltdach wie in München. Dadurch konnten gleich mehrere Mio. DM gespart werden.

Parkstadion

Das Baugelände, "Schalker Feld", liegt auf einem ehemaligen Flugplatzgelände. Um die Landschaft möglichst beizubehalten entschied man sich für den Stadiontyp Erdwalllösung. Doch aufgrund des Grundwasserverhältnisses kam eine Absenkung des Stadioninnenraums nicht in Frage und so musste man Erdmaterial aufschütten, um darauf die Tribünen zu errichten.
Der erste Spatenstich war am 29. August 1969. Der Name "Parkstadion" wurde in einem Titelwettbewerb gewählt und stand am 31. Mai 1972 fest. Das Richtfest wurde am 15. September 1972 gefeiert und gut ein Jahr später, am 31. Juli / 1. August 1973 war das neue WM-Stadion dann fertig. Eingeweiht wurde das Parkstadion schließlich am 4. August 1973 mit einem Freundschaftsspiel gegen Feyenoord Rotterdam.

In der Folgezeit fand dort neben den Spielen des FC Schalke 04 eine breite Palette an Veranstaltungen statt: von der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 und der Europameisterschaft 1988 über Deutsche Leichtathletikmeisterschaften und verschiedene Rockkonzerte bis hin zum Papstbesuch oder Evangelischen Kirchentag - für alle war das Parkstadion ein geeigneter Veranstaltungsort. In den 90gern wurde jedoch zunehmend deutlich, daß es trotz seines relativ geringen Alters den Anforderungen eines internationalen Fußballstadions nicht mehr genügte: Zu wenig überdachte Plätze, fehlender Komfort und die große Entfernung zum Spielfeld waren nicht mehr zeitgemäß.

Es ist wie folgt aufgebaut:
An den Tribünenteil im Westen grenzen die Erdwalle auf denen im Norden und Süden die Stehplätze liegen. Dort finden jeweils 17.042 Zuschauer Platz. Insgesamt also 34.084 Stehplätze. Im Osten befinden sich 13.786 nichtüberdachte Sitzplätze. Die Stufen haben eine Tiefe von 80 cm für die Sitzplätze und 40 cm bei den Stehplätzen. Die Höhe variiert von 17-35 cm. Der Stadioninnenraum wird durch einen sogenannten Reportergraben abgegrenzt.
Die Tribüne ist ca. 120m lang und 40m breit. Aufgrund der Räume, die hinter der Tribüne über dem Marathontor liegen wird sie hier sogar bis zu 46m breit. Das Dach ragt um 27,5m ins Spielfeld hinein und liegt etwa 32,2m über dem Rasen.
Im oberen Tribünenteil (Block A-H) finden die Besucher 6.304 Sitzplätze und 724 Presseplätze vor. Im unteren Tribünenteil gibt es wesentlich mehr Plätze, da Umkleideräume, Massageräume, Konferenzräume usw. im sechs Meter breiteren Teil über dem Marathontor nach hinten heraus ragen. Dort können es sich 15.300 Besucher und 100 Ehrengäste bequem machen. Das ergibt ein Gesamtzuschauerkontingent von 70.298!
Beleuchtet wird der Innenraum von einer Viermast-Flutlichtanlage mit 240 Scheinwerfern und 15 Scheinwerfern, die am Tribünendach befestigt sind.

Parkstadion

Um den Zuschauermassen der Sportveranstaltungen möglichst großen Komfort zu gewährleisten, gibt es in unmittelbarer Nähe des Stadions 17.000 Parkplätze und einen S-Bahn-Bahnhof. Bei großer Zuschauerresonanz fahren dort fast im Minuten-Takt Sonderzüge.

Zum Schluss noch einige Daten aus den ersten Fussballspielen im neuen WM-Großstadion "Parkstadion":
Erstes Spiel: 4. August 1973
FC Schalke 04 - Feyernoord Rotterdam 1:2
50.000 Zuschauer
Erstes BL-Spiel: 17. August 1973
FC Schalke 04 - VfL Bochum 3:1
60.000 Zuschauer
Erstes Länderspiel: 13. Oktober 1973
Deutschland - Frankreich
WM-Spiele: 18. und 22. Juni 1974
Vorrundenspiel Gruppe II
26., 30. Juni und 3. Juli 1974
Zwischenrundenspiel Gruppe A

Parkstadion

Das Foto vom letzten Spiel im Parkstadion gegen Unterhaching (5:3)


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Die Arena Auf Schalke

Ca. 60.683 Plätze (alle überdacht)
44.000 Sitzplätze
16.000 Stehplätze
(bei internationalen Spielen werden die Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt. Dann fasst die Arena ca. 52.500 Zuschauer.)

Seit dem 13. August 2001 sind die Schalker Besitzer der modernsten Arena in Europa. Mit herausfahrbarem Spielfeld und Schiebedach. Als besonderen Clou gibt es eine Kapelle im Stadion. Dieses gibt es sonst nur noch im "Nou Camp" von Barcelona.

Die Erföffnungsfeier war am 13. und 14. August 2001. An beiden Abenden gab es eine bunte Mischung aus Sport und Show. Star am ersten Abend war Lionel Richie. Am zweiten Abend kamen die No Angels zu Besuch. Zwischendurch fand ein Blitzturnier mit den Mannschaften FC Schalke 04, 1.FC Nürnberg und Borussia Dortmund statt. Zum Abschluss gab es an beiden Tagen ein Feuerwerk.

Erstes Spiel: 18. August 2001
FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen 3:3
Zuschauer: 60.204 (ausverkauft)
Erstes Länderspiel: 06. Oktober 2001
Deutschland-Finnland 0:0
Zuschauer: 60.204 (ausverkauft)

Arena auf Schalke
Die Ansicht aus der Nordkurve heraus.

Arena auf Schalke
Die Nordkurve mit 15.000 Stehplätzen für die eingefleischten Schalke-Fans.

Arena auf Schalke
Auf der Gegengeraden ist der Schriftzug "FC SCHALKE 04" zu erkennen.

Arena auf Schalke Dies ist der verschiebbare Tribünenteil in der Südkurve. Der obere Teil der mittleren Blöcke wurde mitsamt Bestuhlung heruntergeklappt. Das ist nötig, um später diesen Teil unter den Oberrang schieben zu können.

Weitere Informationen sind auf der offiziellen Homepage der Arena zu finden.

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