FC Schalke 04

DFB-Pokal 2001


DFB-Pokalsieger 2001
Die Schalker Startaufstellung beim Pokalfinale: Marco van Hoogdalem, Tomasz Hajto, Emile Mpenza, Ebbe Sand, Oliver Reck, Andreas Möller (hintere Reihe)
sowie Gerald Asamoah, Niels Oude Kamphuis, Nico van Kerckhoven, Jörg Böhme und Jiri Nemec (vordere Reihe)
Foto: firo

1.Runde: TSV 1896 Rain - FC Schalke 04 0 : 7
2.Runde: FC St. Pauli - FC Schalke 04 1:3 n.V
3.Runde: FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:1
Viertelfinale: 1. FC Magdeburg - FC Schalke 04 0:1
Halbfinale: VfB Stuttgart - FC Schalke 04 0:3
Finale: FC Schalke 04 - 1. FC Union Berlin 2:0


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TSV 1896 Rain - FC Schalke 04 0 : 7 (0 : 3)

1. Runde, Georg-Weber-Stadion Rain

27. August 2000, 15.00 Uhr

In souveräner Manier ist der FC Schalke 04 am Sonntag in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Elf von Huub Stevens kam beim Landesligisten TSV 1896 Rain am Lech zu einem lockeren 7:0(3:0)-Sieg. Vor 5.500 Zuschauern erzielten Ebbe Sand (13.), Niels Oude Kamphuis (19.), Andreas Möller (38.) und die eingewechselten Gerald Asamoah (63./79./86.) und Youri Mulder (84.) die Treffer.

Obgleich die Gelsenkirchener mit dem 16. der fünften Liga einen der leichtesten Gegner der Auftaktrunde zugelost bekamen, bat Schalkes Coach Huub Stevens seine derzeit erste Formation aufs Feld. Sein Team sorgte denn auch früh für die Entscheidung. Nach einer Flanke des agilen Jörg Böhme brachte Sand den Tabellen-Zweiten der Bundesliga bereits nach drei Minuten in Führung. Kamphuis (19.) und Möller (38.) nach feinem Doppelpass mit Radoslav Latal schraubten noch vor der Pause das Ergebnis nach oben.

Nach dem Wechsel brachten die Profis mit angezogener Handbremse die Partie gegen die auf Schadensbegrenzung bedachten Gastgeber zu Ende. Dennoch schraubten Asamoah mit drei Treffern und Mulder das Ergebnis gegen die ausgelaugte Heimelf am Schluss noch nach oben.

Aufstellung:
Reck - Hajto, Waldoch, van Kerckhoven (61.Happe), Oude Kamphuis - Nemec, Latal, Böhme, Möller - Mpenza (56.Asamoah), Sand (56.Mulder)

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FC St. Pauli - FC Schalke 04 1:3 n.V. (1:1, 1:1)

2. Runde, Stadion am Millerntor

1. November 2000, 20.00 Uhr

Zuschauer: 20.735 (ausverkauft)

Tore:
0:1 Böhme (8. Minute)
1:1 Meggle (43. Minute)
1:2 Büskens (111. Minute)
1:3 Sand (115. Minute)
Gelbe Karten: Trulsen, Rahn, Staczek, Bürger, Patschinski / van Kerckhoven

Aufstellungen:

St. Pauli
Weber - Puschmann - Trulsen, Scheinhardt - Wehlage (114. Bajramovic), Lotter, Bürger, Rahn (57. Staczek) - Meggle - Klasnic (71. Rath), Patschinski
FC Schalke 04
Reck - Hajto, Waldoch, van Kerckhoven - van Hoogdalem (74. Büskens), Nemec, Böhme - Möller (80. Alpugan) - Asamoah, Sand (116. Peric), Mpenza

Schiedsrichter: Jörg Kessler

Zum Spiel:

Es war das erwartet schwere Spiel, aber am Ende setzte sich der FC Schalke 04 doch noch mit 3:1 (1:1, 1:1) n.V. beim starken Zweitligisten FC St.Pauli durch. Vor 20.752 Zuschauern im ausverkauften Millerntor- Stadion gingen die Schalker durch Jörg Böhme (8.) frühzeitig in Führung. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff schaffte Thomas Meggle per Kopf den Ausgleich. Die Treffer des eingewechselten Mike Büskens und von Ebbe Sand in der zweiten Halbzeit der Verlängerung brachten die Entscheidung für Königsblau, das nach vier Jahren endlich einmal wieder im Achtelfinale des DFB Pokals steht.

Trainer Huub Stevens mußte wie erwartet auf die angeschlagenen Latal und Oude Kamphuis verzichten. Statt dessen kamen Marco van Hoogdalem und Gerald Asamoah zum Einsatz. Nominell bot der Schalker Rekord-Trainer also drei Spitzen auf, ein kluger Schachzug gegen die angriffsstarken Hamburger Gastgeber. Das bestmögliche Aufgebot stand also auf dem Platz - ein Zeichen, dass man die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen wollte.

In dem kampfbetonten Pokal-Krimi auf tiefen Boden hatte Schalke zwar die größeren Spielanteile, konnte den ehrgeizigen Zweitligisten aber nicht mit spielerischen Mitteln beeindrucken. Wie zu besten Bundesliga-Zeiten feierten die Zuschauer ihren Verein mit Dauergesängen und peitschten ihr Team immer wieder nach vorn.

Auch ohne ihren etatmäßigen Libero Holger Stanislawski, der am Vortag wegen eines doppelten Bänderrisses im Knöchel operiert wurde, offenbarten die Hamburger keine Schwächen in der Abwehr. Das torgefährliche Duo der "Königsblauen", Emile Mpenza und Ebbe Sand, war bei Andre Trulsen und Daniel Scheinhardt lange Zeit in bester Obhut.

Der FC St. Pauli überließ den Gästen in der ersten Halbzeit das Geschehen. Schalke bedankte sich auf seine Weise: Mit einem sehenswerten Solo umkurvte der erneut überzeugende Böhme drei Hamburger und wuchtete den Ball mit einem satten Linksschuss zum 1:0 ins rechte Eck. Die besten Gelegenheiten für die Gäste hatten Nico Patschinski (11.) und Markus Lotter per Freistoß (34.)

Nach dem Seitenwechsel zwangen jedoch zunächst die Hamburger ihrem Rivalen das Spiel auf, ohne dabei allerdings echte Tormöglichkeiten zu haben. Mit zunehmender Spieldauer meldete sich aber Schalke zurück und vergab durch Sand (78.) und Mpenza (80.) die Führung. Es blieb schliesslich beim 1:1 und das Spiel ging in die Verlängerung.

Dort war allen Akteuren der Kräfteverschleiß anzumerken, aber dennoch gelang den Schalkern durch einen Doppelschlag von Mike Büskens (112.) und Ebbe Sand (115.) die Entscheidung. Besonders das Führungstor von "Buyo" löste dabei große Jubelstürme in den Schalker Reihen aus: es war nicht nur äußerst wichtig, sondern erinnerte irgendwie an seinen Treffer im Uefa-Cup Schnee-Spiel in Brügge vor vier Jahren. Aus 16-Metern riskierte er einen Volleyschuß und dieser schlug unhaltbar im rechten Torwinkel ein.

Am Ende setzte sich mit dem FC Schalke 04 die cleverere Mannschaft durch, wobei in diesem Spiel durchaus klar wurde, warum die Gastgeber in diesem Jahr in der 2.Liga eine so gute Rolle spielen.

Ein wichtiger Erfolg für die Mannen um Kapitän Tomasz Waldoch, hatte man sich doch in diesem Jahr im Pokal sehr viel vorgenommen. Der Sieg hat zwar ganz sicher viel Kraft gekostet, jedoch dürfte dieser Erfolg erneuten Auftrieb für die kommenden schweren Hürden in der Bundesliga geben.

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FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:1 (2:1)

3. Runde, Parkstadion Gelsenkirchen

29. November 2000, 20.30 Uhr

Zuschauer: 58.419

Tore:
0:1 Reina (3. Minute)
1:1 Sand (6. Minute)
2:1 van Kerckhoven (41. Minute)
Gelbe Karten: van Kerckhoven, Latal / Stevic, Reina, Lehmann

Gelb-Rote Karte: Evanilson (88.) wegen wiederholten Foulspiels

Aufstellungen:

FC Schalke 04
Reck - Hajto, Waldoch, van Kerckhoven - Latal (90. Eigenrauch), van Hoogdalem, Nemec, Böhme - Möller - Asamoah (68. Mulder), Sand
Borussia Dortmund
Lehmann - Wörns, Kohler, Dede - Evanilson, Stevic (60. Heinrich), Oliseh - Ricken - Addo (70. Tanko), Ikpeba (46. Bobic), Reina

Schiedsrichter:Franz-Xaver Wack

Zum Spiel:

Mit einem hochverdienten 2:1- (2:1) Sieg gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund zog der FC Schalke 04 ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein und ist dem "Traum von Berlin" wieder ein Stückchen näher gerückt. Der Halbzeitstand blieb nur deshalb der Endstand, weil die Königsblauen in der zweiten Spielhälfte gegen die im Grunde chancenlosen Dortmunder gleich ein halbes Dutzend bester Torgelegenheiten nicht zum entscheidenden Treffer nutzen konnten.

Dabei fing das Spiel alles andere als günstig für die Schalker Mannschaft an, denn schon nach gut drei Spielminuten lag sie im Rückstand: einen Schuß von Ricken konnte Oliver Reck noch mit einer guten Parade abwehren, doch beim Nachschuß versetzte Reina einen Schalker Abwehrspieler und traf aus kurzer Distanz zum 0:1. Von diesem frühen Gegentreffer ließen sich die Königsblauen aber nicht aus dem Konzept bringen, und so war nur drei Minuten später der Ausgleich fällig: Jörg Böhme zirkelte eine Ecke in den Dortmunder Fünfmeterraum, wo Ebbe Sand per Kopfball genau in den Winkel zur Stelle war und Jens Lehmann im Dortmunder Tor keine Chance ließ.

In der Folgezeit entwickelte sich ein von viel Einsatz und auch vielen Fouls geprägtes echtes Kampfspiel, in dem klare Tormöglichkeiten Mangelware blieben. So waren die Königsblauen vor allem aus der Distanz gefährlich, z.B. durch Freistöße von Jörg Böhme in der 11. Minute und von Andreas Möller in der 18. Minute, der den Außenpfosten von Lehmanns Tor traf. Wiederum Böhme war es, der in der 32. Minute mit einem Freistoß das Borussen-Tor nur knapp verfehlte.

Kurz vor der Pause war dann endlich der Führungstreffer für den FC Schalke fällig: nach einem Hajto-Einwurf versetzte Asamoah an der Torauslinie Wörns und gab flach in die Mitte, wo der zur Überraschung der Dortmunder Abwehr aufgerückte Nico van Kerckhoven aus 5 Metern zum 2:1 traf. Noch in der ersten Halbzeit hätten Radek Latal und Jörg Böhme auf 3:1 erhöhen können, doch beide zielten über das Dortmunder Tor.

Die zweite Spielhälfte gehörte dann komplett den Königsblauen, die sich eine Fülle an Torchancen erspielten während der BVB harmlos und bei den Pässen in die Spitze völlig unpräzise agierte. So hatte Ebbe Sand schon in der 50. Minute mit einem tückischen Aufsetzer von der Strafraumgrenze das 3:1 auf dem Fuß, doch Lehmann konnte den Schuß sicher halten. In der 53. Minute versetzte Asamoah den Brasilianer Dede im Strafraum, dieser brachte den Schalker Stürmer ohne jede Chance auf den Ball zu Fall, doch Schiedsrichter Wack verweigerte den Königsblauen aus unerfindlichen Gründen den fälligen Elfmeter.

Nur drei Minuten später bediente Latal nach einem schönen Flankenwechsel von van Hoogdalem den in den Strafraum eingedrungenen Jörg Böhme, doch sein Flachschuß strich knapp am Dortmunder Tor vorbei. Nach einer guten Stunde war es Latal, der von Asamoah in guter Position bedient wurde, doch das Tor verfehlte. In der 64. Minute hatten die Schalker Fans erneut den Torschrei auf den Lippen, als Böhme in den Strafraum flankte, Latal per Kopf auf Ebbe Sand zurücklegte, doch der Ball nur das Außennetz traf.

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff wurde Ebbe Sand an der Strafraumgrenze der Dortmunder gefoult, Andreas Möller zirkelte den fälligen Freistoß beinahe perfekt auf das Tor der Dortmunder, doch der Ball klatschte an den Pfosten und beim auf den ersten Blick erfolgreichen Nachschuß stand Youri Mulder im Abseits. Danach tat sich nicht mehr allzuviel, erwähnenswert bleibt nur noch die Gelb-Rote Karte für Evanilson, der nach einem erneuten Foulspiel an der Außenlinie den Platz verlassen mußte.

Am Ende feierten die Königsblauen einen überaus verdienten Sieg, um den aufgrund der ausgelassenen Chancen unnötig lange gebangt werden mußte. Dementsprechend äußerten sich auch beide Trainer nach dem Spiel: "Ich gratuliere Schalke zum Sieg, wir haben heute kollektiv versagt" meinte BVB-Coach Matthias Sammer. Huub Stevens wollte an seinem 47. Geburtstag ausnahmsweise keine Kritik üben und begnügte sich in seinem Statement mit einem "Ich danke meiner Mannschaft ganz herzlich für das schöne Geburtstagsgeschenk." Bei der Auslosung zur nächsten Runde am kommenden Samstag im Rahmen des ZDF-Sportstudios wird sich zeigen, wie der Weg des FC Schalke im Pokal weitergehen wird.

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1. FC Magdeburg - FC Schalke 04 0:1 (0:1)

Viertelfinale, Ernst-Grube-Stadion

20. Dezember 2000, 20.30 Uhr

Zuschauer: 26.700 (ausverkauft)

Tore:
0:1 Böhme (34. Minute) / Foulelfmeter
Gelbe Karten: Ivanovic / Möller, Büskens, Asamoah, Eigenrauch

Aufstellungen:

1.FC Magdeburg
Dreszer - Schmidt - Rozgonyi, Franz - Zentrich (78. Quadri), Maslej, Holz, Zani (66. Scholze), Hannemann - Mydlo, Ivanovic (22. Papic)
FC Schalke 04
Reck - Hajto, Waldoch, van Kerckhoven - Asamoah (84. Eigenrauch), Nemec, Büskens (72. van Hoogdalem), Böhme - Möller - Sand, Mpenza

Schiedsrichter: Albrecht (Kaufbeuren)

Zum Spiel:

Wenn es denn im Fußball einen souveränen 1:0-Sieg gibt, so war es dieser Schalker Erfolg beim 1.FC Magdeburg, der den Königsblauen erstmals nach 16 Jahren den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals bescherte. Jörg Böhme erzielte in der 34. Minute per Foulelfmeter den einzigen Treffer des Spiels, nach dem der "Wintermeister" der Bundesliga nichts mehr anbrennen ließ.

Vor 26 700 Zuschauer im ausverkauften Ernst-Grube-Stadion knüpften die viertklassigen Amateure vom Einsatz an ihre Glanzleistung beim Erfolg über den FC Bayern München an, doch fehlte ihnen diesmal im Abschluss die Cleverness. So genügte dem Herbstmeister der Eliteklasse eine durchschnittliche Vorstellung, um dem Gegner die Grenzen aufzuzeigen und eine Runde weiter zu kommen. Allerdings bleibt zu erwähnen, daß auf hartgefrorenem Boden auch kein Kombinationsfußball zu erwarten war.

Eine halbe Stunde lang war von einem Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften nur wenig zu sehen. Durch großes läuferisches Engagement machte der respektlos auftretende Oberligist seine spielerischen Defizite mehr wett. Richtige Chancen konnten sich die Amateure aber im ganzen Spiel nicht erarbeiten. Dafür war das Mittelfeld zu harmlos und die sichere Schalker Abwehr war nicht zu überwinden.

Durch den von dem gebürtigen Anhaltiner Böhme verwandelten Strafstoß erhielt das Selbstbewusstsein der Magdeburger schliesslich einen Knacks. Dem Elfmeter vorausgegangen war ein klares Foul von Bodo Schmidt an dem allein auf das Tor zustrebenden Nico van Kerckhoven.

Im zweiten Durchgang erhöhten die "Königsblauen" das Tempo und setzten ihren Gegner unter Druck. Sand (55./62.) und Mpenza (56.) vergaben aus bester Schussposition gegen den gut aufgelegten FC-Schlussmann Miroslav Dreszer die endgültige Entscheidung. Die Hausherren ihrerseits konnten die von Tomasz Waldoch gut organisierte Schalker Hintermannschaft bei ihren wenigen Vorstößen nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit bringen.

So blieb es beim ganz sicher verdienten 1:0 Erfolg des FC Schalke 04, der nicht nur mit der Tabellenführung in der Bundesliga, sondern auch mit dem Halbfinaleinzug im DFB-Pokal in die verdiente Winterpause geht. Die Auslosung kurz nach dem Spiel ergab dabei ein Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart. Eine schwierige, aber besonders in diesem Jahr wohl lösbare Aufgabe. Der Traum von Berlin ist noch nicht zu Ende...

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VfB Stuttgart - FC Schalke 04 0:3 (0:3)

Halbfinale, Gottlieb-Daimler-Stadion

7. Februar 2000, 20.30 Uhr

Zuschauer: 35.000

Tore:
0:1 Ebbe Sand (3. Minute)
0:2 Gerald Asamoah (6. Minute)
0:3 Emile Mpenza (18. Minute)
Gelbe Karten: Bordon / Nemec

Aufstellungen:

VfB Stuttgart
Hildebrand - Schneider, Soldo, Bordon - Thiam, Lisztes (20. Seitz), Balakow, Kauf, (45. Pinto), Gerber ( 71. Tiffert) - Adhemar, Ganea
FC Schalke 04
Reck - Hajto, , van Kerkhoven, Happe, - Asamoah (85. Kmetsch), van Hoogdalem, Möller, Nemec, Büskens (77. Eigenrauch) - Sand (79. Mulder), Mpenza

Schiedsrichter: Berg (Konz)

Zum Spiel:

Mit einer Fußball-Demonstration der Extra-Klasse hat der FC Schalke 04 zum ersten Mal seit 29 Jahren wieder das Finale um den DFB-Pokal erreicht. Im so genannten vorweggenommenen Endspiel setzte sich der Cupsieger von 1937 und 1972 am Mittwochabend souverän mit 3:0 (3:0) beim Bundesliga-Rivalen VfB Stuttgart durch und steht nun am 26. Mai in Berlin im Finlale gegen den 1. FC Union Berlin.

Trainer Huub Stevens mußte bekannterweise mehrere Spieler der Stammformation ersetzen, aber das Fehlen von Waldoch, Böhme und Latal, sowie der länger verletzten Thon und Oude Kamphuis fiel an diesem Abend nicht ins Gewicht. Vielmehr hatten sich die Schalker vorgenommen, nicht noch einmal so früh in Rückstand zu geraten, wie am letzten Samstag beim Ligaspiel in Cottbus. Deshalb gingen die Mannen um Kapitän Ebbe Sand von Beginn an hochkonzentriert zur Sache, was auch ziemlich schnell belohnt werden sollte.

Vor 35.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion erzielten Ebbe Sand (3.), Gerald Asamoah (6.) und Emile Mpenza (18.) schon früh die Tore für die Schalker, die zu ihrem Glück dieses wichtige Match wieder mit Andreas Möller bestreiten konnten. Die Rückkehr des Mittelfeld-Strategen, der zuletzt wegen einer Sehnenentzündung im Knie noch schmerzlich vermisst worden war, wirkte sich ausgesprochen belebend auf das Königsblaue Angriffsspiel aus. Wie aus einem Guss trumpften die Gäste in der Anfangsphase auf und versetzten den am Samstag noch an gleicher Stelle mit 6:1 über den 1. FC Kaiserslautern triumphierenden Schwaben schon in der Anfangsphase die entscheidenden K.o.-Stöße.

Drei Versuche, drei Tore: Bei "Königsblau" klappte anfangs alles. Erst war Torjäger Sand nach Mpenzas Maßflanke per Kopf zur Stelle, drei Minuten später traf Asamoah mit einem feinen 22-Meter-Linksschuss genau in den Winkel. Schon dieser Doppelschlag, dem Mpenza nach einem schulmäßigen Konter über die agilen Büskens und Möller kaltschnäuzig den dritten Volltreffer folgen ließ, lähmte die Versuche zur Gegenwehr beim VfB, bei dem auch der nach seiner Sperre wieder einsatzbereite Spielmacher Krassimir Balakow kaum Ordnung in die Aktionen brachte. Zudem gewährte die VfB-Defensivabteilung den Schalker Wirbelstürmern viel zu viel Raum, die diese eiskalt nutzten.

Stuttgart fand in der ersten Halbzeit kaum statt - bezeichnend, das die gut gestaffelte Schalker Abwehr erst in der 29. Minute bei einem Kopfball von Thiam die erste Torchance der Gastgeber zu lies. Mit der sicheren und hohen Führung im Rücken ließen sich die Schalker immer wieder geschickt in die eigene Hälfte zurückfallen, um dann bei Ballbesitz brandgefährliche Konter fahren zu können. Die schnellen Schalker Spitzen lebten dabei von den genialen Ideen aus dem Mittelfeld, aber natürlich auch von den zweikampfstarken Abwehrspielern, die heute allesamt ihre Klasse unter Beweis stellen konnten.

Nach dem Wechsel versuchten die Schwaben, bei denen Trainer Ralf Rangnick schon nach 20 Minuten für den indisponierten Krisztian Lisztes Jochen Seitz einwechselte, der Partie noch eine Wende zu geben. Doch im entscheidenden Augenblick fehlte dem VfB auch das Quäntchen Glück: Adhemar (47.) und Viorel Ganea (74.) trafen bei guten Chancen nur die Latte. Auf der Gegenseite hätte aber auch Asamoah (50./81.) für Schalke erhöhen können.

Nur noch selten gab es Unruhe im Schalker Strafraum und so war es dann im weiteren Spielverlauf klar, wer an diesem Abend den Platz als Sieger verlassen würde. Der große Traum von Berlin ist nun Wahrheit geworden und das Saisonziel "internationaler Wettbewerb" nur noch einen Sieg entfernt. "Klar gehen wir als Favorit in das Finale gegen Union, aber ich warne davor dieses Spiel schon als gewonnen zu sehen. Berlin hat bewiesen, dass sie eine starke Mannschaft haben, man steht nicht zufällig in einem Finale. Ich kann aber hier versprechen, dass wir alles geben werden, um dieses Spiel für uns zu entscheiden", gab der starke Andy Möller die parole für den 26. Mai aus.

Ein Sieg, mit dem nicht einfach so zu rechnen war, der aber bewiesen hat, dass in diesem Jahr wirklich mit den Schalkern zu rechnen ist. Nach einer Niederlage ist man immer wieder aufgestanden und dies zeichnet einen Champion aus! Auch für die kommenden Ligaspiele sollte dieser Erfolg den nötigen Auftrieb geben und schon am Samstag können die Blauen beweisen, das der Auftritt in Stuttgart keine Eintagsfliege war.

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FC Schalke 04 - 1. FC Union Berlin 2:0

Finale, Olympiastadion Berlin

26. Mai, 19.30 Uhr

Mannschaftsaufstellungen:

FC Schalke 04:
Reck - Hajto, Nemec, van Kerckhoven - Oude Kamphuis, van Hoogdalem - Asamoah, Möller, Böhme - Sand, Mpenza

Union Berlin:
Beuckert - Persich - Menze, Tschiedel - Ernemann, Okeke, Koilow, Nikol - Isa - Kremenliew, Durkovic

Tore: 1:0 Böhme (54.), 2:0 Böhme (58.)

Schiedsrichter:Albrecht (Kaufbeuren)

Zuschauer:73.000 (ausverkauft)

FC Schalke 04 holt den DFB-Pokal!

Die 29-jährige Wartezeit auf einen nationalen Titel ist beendet! Mit einem 2:0 (0:0) über den Regionalligisten 1. FC Union Berlin holte sich der FC Schalke 04 zum dritten Mal nach 1937 und 1972 den DFB-Pokal. Jörg Böhme schoss Mannschaft, Trainer, Verantwortliche und über 30.000 mitgereiste Anhänger im Berliner Olympiastadion mit einem verwandelten Freistoß (54.) und einem Elfmeter (58.) in nur fünf Minuten in den siebten Himmel.

Der Drittligist aus Berlin hatte forsch begonnen. Oliver Reck musste einen Schuss von Durkovic zur Ecke lenken (4.). Aus der entwickelte sich nur Sekunden später eine Schussmöglichkeit für Hristo Koilov. Der Bulgare verfehlte sein Ziel jedoch knapp. Auf der anderen Seite fand der Favorit nur langsam ins Spiel. Während das Team von Huub Stevens zu etwas Sicherheit in seinen Kombinationen fand, galt es, eine weitere Schrecksekunde zu überstehen. Ein Schlenzer von Harun Isa klatschte an die Latte (20.).

Danach verlagerte sich das Geschehen komplett vor das Tor von Union Berlin. Andreas Möller nötigte Torhüter Sven Beuckert die erste Parade ab (25.). Bei der folgenden Ecke verhinderte Beuckert mit einem Reflex gegen Tomasz Hajto den Schalker Führungstreffer. Kurz darauf erstarb den weit über 30.000 Schalkern der Torschrei erneut auf den Lippen. Ebbe Sand drosch eine tolle Flanke von Jörg Böhme aus acht Metern knapp über die Latte (33.). Zwei Minuten später wieder eine vielversprechende Schussposition für den Dänen, doch aus 17 Metern fehlte seinem Schlenzer die Dynamik. Zwei Minuten später spielte Andreas Möller den tödlichen Pass auf Emile Mpenza. Der Belgier stürmte unbedrängt in den Berliner Strafraum, versucht es dann aber mit Gewalt statt Übersicht und drosch den Ball über die Latte. Die Schalker Kurve reagierte mit einem enttäuschten Aufstöhnen.

In der ersten Halbzeit vermochte man den Abwehrriegel des Regionalliga-Meisters noch nicht zu knacken. Dafür in der ersten Viertelstunde nach der Pause. In der Hauptrolle: der "verrückte Linksfuß" (O-Ton Tomasz Waldoch) Jörg Böhme.

In der 54. Minute holte Emile Mpenza einen Freistoß in aussichtsreicher Position heraus - für einen Rechtsfuß. Doch Andreas Möller täuschte nur an, Jörg Böhme zirkelte den Ball in den Winkel: 1:0! Der Bann war gebrochen.

Nur vier Minuten später sorgte Böhme für die Entscheidung, knallte einen Strafstoß trocken zum 2:0 ins Netz. Den größten Anteil an diesem Treffer besaß Emile Mpenza, der einen schon verlorenen Ball eroberte, Gegenspieler Tschiedel versetzte und von Torhüter Sven Beuckert nur mit einem Foul am einem sicheren Tor gehindert werden konnte.

Vergessen war der Pfostenschuss von Union Berlins Stürmer Bozo Durkovic (50.), mit dem der zweite Durchgang begonnen hatte. Nach toller Vorarbeit von Böhme und van Kerckhoven blieb es Emile Mpenza nur knapp verwehrt, seine Leistung mit einem Tor zu krönen (66.).

In der Schlussphase bemühten sich die Berliner verzweifelt, noch einmal ins Spiel zu kommen. Doch als Oliver Reck die Schüsse von Okeke (83.) und Teixeira (86.) abwehrte, waren die letzten kleinen Zweifel am ersehnten Titelgewinn endgültig beseitigt. Trainer Huub Stevens bewies dabei Fingerspitzengefühl, ermöglichte bei seinen Einwechslungen Radek Latal sein Abschiedsspiel, Olaf Thon einen Auftritt und natürlich auch Mike Büskens die drei Minuten Einsatzzeit, die sich der Publikumsliebling sehnlichst gewünscht hatte.

Die Jubelstürme nach dem Pokalsieg im Olympiastadion hätten auch bei einem Meistertitel nicht größer sein können. Schon in der Schlussphase ließ der königsblaue Anhang alle Welt lautstark wissen, wohin man den Münchnern die Meisterschale stecken könne... Zum Schluss die ganz große Geste: Den Pokal aus den Händen von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder nahm anstelle von Ebbe Sand der verletzte Tomasz Waldoch entgegen. Es war das rührende Happy End einer - bis auf einen indirekten Freistoß - traumhaften Saison.

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DFB-Pokal als goldenes Trostpflaster
Der Kommentar zum Finale

Der goldene Pokal stand nicht nur in Reichweite, er stand Schalke auch zu. 2:0 (0:0) gegen Union Berlin - es gab keinen Zweifel. Doch in letzter Sekunde wäre beinahe wieder etwas schief gegangen. Samstag, 26. Mai 2001, Berliner Olympiastadion, 21.34 Uhr: Der FC Schalke 04 ist Deutscher Pokalsieger 2001! Aber Gerhard Mayer-Vorfelder will den "Pott" nicht rausrücken.

Der Herr, der da im grauen Anzug auf ihn zuging, kam dem DFB-Präsidenten zwar irgendwie bekannt vor, aber erkennen konnte er den eleganten jungen Mann nicht. Verzweifelt bat "MV" seine Bühnen-Nachbarn um Hilfe, offenbar wähnte er sich in "Verstehen Sie Spaß?" Titel: "Skandal - DFB-Chef gibt Pokal dem großen Unbekannten!" Der "Unbekannte" war Tomasz Waldoch, Schalkes Mannschaftskapitän. Trainer Huub Stevens hatte entschieden, dass Waldoch - im Finale fehlte er verletzt - den "Pott" als Erster Richtung Himmel halten sollte. Eine knappe Minute später war es dann doch soweit, Mayer-Vorfelders Skepsis hatte sich etwas gelegt. Endlich hielt Schalke den DFB-Pokal wieder in der Hand - erstmals seit 1972.

Assauer genoss wie der "Kaiser" 1990

"Große Mannschaften", strahlte Andreas Möller, "werden nun mal an Titeln gemessen." Am letzten Samstag hatten die Bayern den "Königsblauen" die Meisterschaftsschale wieder entrissen, den "Pott" ließ sich der Vizemeister nun nicht mehr nehmen. Möller: "Nun können wir auch beweisen, dass wir 2001 eine große Mannschaft hatten." 40 000 Schalker und auch viele Union-Fans feierten am Ende mit - das Olympiastadion war ein blau-weißer Schmelztigel mit rot-weißen Farbtupfern. Das 58. Pokalfinale wurde zu einem Happening. "Berlin erlebt die Love Parade des Fußballs", titelten Hauptstadt-Zeitungen. Irgendwie mussten die Schalker Tränen nach dem dramatischen Liga-Finale ja getrocknet werden. Erst auf dem Ku`damm, dann im Stadion. "Das war der Wahnsinn. Wir hatten ein Heimspiel", fand Tomasz Hajto für die großartige Atmosphäre kaum Worte.

Zu Beginn der Partie schien das Final-Fieber allerdings eher den Bundesligisten zu lähmen. Union trumpfte erstaunlich frech auf, Schalke wird vor allem nach dem Lattenschuss von Isa (23.) und dem Pfostentreffer von Durkovic (50.) den Glauben an den "Fußball-Gott" wiedergefunden haben. Dessen Hilfe brauchte Jörg Böhme nicht, als er mit einem Geniestreich das Finale im Prinzip entschied: Einen direkten Freistoß zirkelte er mit links ins Netz (53.), obwohl die Position des Balles eigentlich die klassische für einen "Rechtsfuß" war. Und weil es bei ihm gerade so gut lief, verwandelte Böhme fünf Minuten später noch einen Elfmeter zum 2:0 (Foul an Mpenza).

Der Rest ertrank in blau-weißen Freudentränen, Neu-Zweitligist Union konnte machen, was er wollte - Schalke hielt hinten dicht, obwohl manchmal nicht so recht klar wurde, warum. "Wir haben uns zum Teil sehr schwer getan", gab Huub Stevens zu. Den Fans draußen war es egal, der Mannschaft mittlerweile auch. Noch anderthalb Stunden nach Spielschluss tanzten einige Schalker Profis im Stadion-Innenraum für ihre Anhänger. Nach dem Bankett im "Steigenberger" gingen die Spieler dann "auf die Piste", gestern Nachmittag kam der Pokalsieger dann mit müden Knochen und dem "Pott" im Sonderzug in Gelsenkirchen an, wo es für die Mannschaft einen großen Bahnhof gab.

Schalkes Manager Rudi Assauer genoss den großen Triumph übrigens zunächst schweigend. Wie "Kaiser" Franz Beckenbauer nach dem deutschen WM-Sieg 1990 stand auch Assauer am Mittelkreis und sah Mannschaft und Fans gerührt beim Feiern zu. Seine Gedanken waren lesbar - vor einer Woche weinte fast ganz Deutschland mit Schalke, nun freute sich fast ganz Deutschland mit Schalke. Der Fußball verabschiedete sich für diese Saison in seiner rasantesten Art, und Schalke war immer mittendrin. "Der Pokalsieg", so Ebbe Sand, "war für uns ganz wichtig. Trotzdem: Das Ligafinale werde ich erst dann vergessen haben, wenn ich die Schale selbst mal in der Hand habe!" Der DFB-Pokal als Trostpflaster. Als goldenes Trostpflaster. Denn, so Sand: "Ich hoffe, dass das der erste von vielen Titeln ist, die ich mit Schalke holen will."

Ein Tipp an Tomasz Waldoch für die nächste Meisterfeier: Trikot überziehen. Damit "MV" sich nicht so ziert, wenn er eines Tages auch mal die Schale rausrücken muss.

Norbert Neubaum

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Empfang am Parkstadion am 27.05.2001

Als sich der Pokalsieger FC Schalke 04 am Sonntag Abend über 40.000 Anhängern im Parkstadion präsentierte, flossen wieder einmal Tränen. Diesmal waren es Tränen der Freude und des Abschieds. Denn für einige Spieler stellte die Feierstunde den letzten offiziellen Auftritt als königsblauer Profi dar.

Besonders Radoslav Latal zeigte sich untröstlich. Der 31-Jährige, der im Sommer voraussichtlich zu Sigma Olmütz wechseln wird, hatte sich immer einen Abschied im Parkstadion gewünscht. Als ihm dieser am Sonntag bereitet wurde, brachen beim UEFA-Cup-Sieger alle Dämme. Immer wieder weinte sich der Tscheche an den Schultern seiner Mitspieler aus. Da wollten auch die Fans trösten und feierten den Eurofighter in Sprechchören.

Nicht nur Latal erging es so. Auch Oliver Held (der Kieler steht vor einem Wechsel zum Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli), Amateur-Torjäger Ali Göl und sogar Johan de Kock, der im letzten Jahr eher passiv zum Profikader gehörte, schämten sich ihrer Tränen nicht. Es war der sentimentale Beleg dafür, wie sehr sich auch die Spieler der "zweiten Reihe" zur Mannschaft zugehörig fühlten.

Die Feierstunde im Parkstadion bildete den gelungenen Abschluss einer sehr erfolgreichen Spielzeit. Bereits auf dem Weg vom Gelsenkirchener Bahnhof zum Parkstadion bejubelten rund 100.000 Menschen die dritte Pokalmeisterschaft nach 1937 und 1972. Dort angekommen inszenierten die überglücklichen Sieger unzählige "La Olas" und starteten zum Vereinslied "Blau und Weiß" eine Polonaise. "Wir sind stolz auf unser Team!" skandierten die Anhänger mehr als einmal. Ein Schlachtruf, der gleichzeitig als treffendes Saisonfazit durchgehen könnte.

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Pokal-Feier am 27. Mai 2001


Pokal-Feier am 27. Mai 2001 Pokal-Feier am 27. Mai 2001

Pokal-Feier am 27. Mai 2001 Pokal-Feier am 27. Mai 2001

Pokal-Feier am 27. Mai 2001 Pokal-Feier am 27. Mai 2001


Der DFB-Pokal
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Interne Torschützenliste DFB-Pokal - 2000/2001

Torjäger DFB-Pokal
Ebbe Sand 4
Gerald Asamoah 4
Jörg Böhme 4
Niels Oude Kamphuis 1
Andreas Möller 1
Youri Mulder 1
Mike Büskens 1
Nico van Kerckhoven 1
Emile Mpenza 1

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